Wohnen  

 

Städtische Wohnungsbaugesellschaften

Mietenpolitik


Mit dem Inkrafttreten des Wohnraumversorgungsgesetzes bilden neue gesetzliche Vorschriften die Grundlage der Mietenpolitik der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften. Mit dem neuen Gesetz soll schnell und effizient vor allem den einkommensschwächeren Haushalten Berlins geholfen werden. Durch die Dämpfung der Mietentwicklung und der Verstärkung des Wohnungsneubaus profitieren alle Mieterinnen und Mieter Berlins. Insbesondere das Gesetz zur sozialen Ausrichtung und Stärkung der landeseigenen Wohnungsunternehmen für eine gesicherte Wohnraumversorgung (Artikel II) integriert die wichtigsten Inhalte des Mietenbündnisses, das seit 2012 gilt, langfristig in die Geschäftspolitik der landeseigenen Wohnungspolitik.

Folgende Maßnahmen des Gesetzes verdeutlichen den gewachsenen Stellenwert der Wohnungspolitik und die Rolle der landeseigenen Wohnungsunternehmen in diesem Prozess:

Mietpreisgestaltung und Vermarktung

  • 55 % der freiwerdenden Wohnungen im Bestand der landeseigenen Wohnungsunternehmen werden an Haushalte mit Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein wiedervermietet.
  • Davon 20 % an besonderer Bedarfsgruppen wie Obdachlose, Flüchtlinge, betreutes Wohnen und vergleichbare Bedarfsgruppen.
  • 80 % an Haushalte mit einem Einkommen von 80 bis 100 Prozent der Einkommens-grenze nach § 9 Absatz 2 des Wohnraumförderungsgesetzes vom 13. September 2001. Die Förderung darf nur Haushalte begünstigen, deren Einkommen die Grenzen für das jährliche Einkommen nicht überschreiten. Die Einkommensgrenze beträgt: für einen Einpersonenhaushalt 12.000 Euro, für einen Zweipersonenhaushalt 18.000 Euro, zuzüglich für jede weitere zum Haushalt rechnende Person 4.100 Euro. Sind zum Haushalt rechnende Personen Kinder, erhöht sich die Einkommensgrenze für jedes Kind um weitere 500 Euro.
Die landeseigenen Wohnungsunternehmen werden bei Mieterhöhungen folgende mietpreisbeschränkende Regeln einhalten:
  • Die Miete soll sich innerhalb von vier Jahren um nicht mehr als insgesamt 15 Prozent erhöhen.
  • Die nach Mieterhöhung zu entrichtende Miete soll auf Antrag des Mieterhaushalts nicht über den Betrag erhöht werden, welcher 30 % bzw. 27 % (bei einem Gebäude mit einem Endenergieverbrauchswert von größer als 170 kWh/m²) des vollständigen, nachzuweisenden Haushaltsnettoeinkommens entspricht, sofern die zulässige Wohnungsgröße nicht überschritten wird.
Bei der Durchführung von Mieterhöhungen nach Modernisierung gelten die folgenden Grundsätze:
  • die Nettokaltmiete darf höchstens um 9 Prozent der aufgewendeten Modernisierungskosten erhöht werden,
  • die Nettokaltmiete ist auf einen Betrag begrenzt, der die ortsübliche Vergleichsmiete zuzüglich der durch die Modernisierung bewirkten Betriebskosteneinsparung nicht übersteigt und
  • bei einer starken Mieterhöhung greift die allgemeine Härtefallregelung, so dass der Haushalt höchstens 30 % Nettokaltmietbelastung zu zahlen hat.


Mehr Mitsprache


Bei jedem landeseigenen Wohnungsunternehmen wird jeweils ein Mieterrat zur Beteiligung der Mieterschaft an Unternehmensentscheidungen eingerichtet. Der Mieterrat benennt ein Mitglied aus dem Mieterrat für die Vertretung im Aufsichtsrat des landeseigenen Wohnungsunternehmens.

Hinweis

Auf einen Klick: Die Wohnungsangebote der sechs landeseigenen Wohnungsunternehmen

Kontakt

Städtische Wohnungsbaugesellschaften
degewo AG
Potsdamer Straße 60
10785 Berlin
Tel.: 030 26485-0
Fax: 030 26485-4320

GESOBAU AG
Wilhelmsruher Damm 142
13439 Berlin
Tel.: 030 4073-0
Fax: 030 4073-1358

GEWOBAG AG
Alt-Moabit 101 A
10559 Berlin
Tel.: 030 4708-10
Fax: 030 4708-1250

HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH
Ferdinand-Schultze-Str. 71
12681 Berlin
Tel.: 030 5464-0
Fax: 030 5464-1260

STADT UND LAND
Wohnbauten-Gesellschaft mbH
Geschäftsbesorgerin der WoGeHe
Wohnungsbaugesellschaft Hellersdorf mbH

Werbellinstraße 12
12053 Berlin
Tel.: 030 6892-0
Fax: 030 6892-6206

WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH
Dircksenstraße 38
10178 Berlin
Tel.: 030 2471-30
Fax: 030 2471-4109


Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Württembergische Straße 6
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Philipp Mühlberg
Tel.: 030 90139-4810
E-Mail: philipp.muehlberg@sensw.berlin.de

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