Städtebau  
 

Archiv: IBA Berlin 2020 - Dokumentation der Vorarbeiten

Stadt baut Stadt


Grafik: Thomas Rustemeyer

Vielfalt in der Wohnungslandschaft lässt sich nur durch eine Vielfalt an Akteuren in der Wohnungswirtschaft erzeugen. Vor allem das Potenzial von lokalen Gruppen und Initiativen ist bislang nicht hinreichend erkannt und genutzt worden. Genossenschaften, Baugruppen, Vereine oder Stiftungen investieren Kapital nicht mit dem Ziel kurzfristiger Renditeerwartungen. Selbstorganisiert und mit großem Gestaltungswillen realisieren sie Ideen von neuen Wohn- und Lebensmodellen. Die Projekte haben sich zum Teil zukunftsweisende soziale und ökologische Programme aufgegeben, die auch volkswirtschaftlich einen dauerhaften Nutzen für die Stadt versprechen.

Bei dem Thema "Stadt baut Stadt" geht es darum, Organisations- und Finanzierungsmodelle weiterzuentwickeln, um mehr lokale Akteure zu Playern der Wohnungswirtschaft zu machen und die Innovationskräfte vor Ort zu stärken. In Berlin wächst die Gruppe der "neuen Stadtmacher". Sie könnte zur Antriebskraft für eine neue Stadtentwicklung werden. Zurückgegriffen werden kann auf eine lange Tradition genossenschaftlicher Organisation und damit eines Bau-, Wohn- und Managementmodells, das wieder eine größere Aufmerksamkeit erfährt. Eine Verschneidung der Innovationspotenziale der selbstorganisierten Baugruppen mit den Prinzipien und Erfahrungen der Genossenschaften birgt die Chance, quantitativ breitenwirksamer bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und Wege zu finden, selbst gesetzte Programme auch im Generationenwechsel zu verstetigen.


Grafik: Thomas Rustemeyer

Download