Städtebau  

 

Urban Living - Neue Formen des städtischen Wohnens: Workshop-Verfahren

Ergebnis: Elsastraße 40, Oberseestraße 69, 71, 73 (Lichtenberg)
Entwurf Team Hérault Arnod


Entwurf Team Hérault Arnod
Entwurf Team Hérault Arnod

Architekten Herault Arnod Architectes, Paris
Landschaftsarchitekten  
Sonderfachleute  

Erläuterung des Entwurfs:


Unser Projekt ist ein System einer vertikalen Siedlung, die sich als Alternative zur klassischen Einfamilienhaussiedlung definiert. Es setzt die Kombinatorik aus "Häusern" verschiedener Größen ein, die in einem Quader mit einem effizienten Formkoeffizienten zusammengehalten werden. Im Außenbereich erzeugen abgehängte Terrassen und Gärten eine vertikale Landschaft. Die einzelnen "Häuser" sind von Laubengängen erschlossen, die wiederum an Treppen und Aufzüge angebunden sind. Jede Wohnung besitzt bestimmte Attribute des Einfamilienhauses: großzügige Verlängerungen in den Außenbereichen, die verschiedene Nutzungen erlauben (Gemüsegarten, Laube, Frühstück in der Sonne), der Zugang von außen, die Laube, die Möglichkeit, mit dem Fahrrad bis vor die Haustür zu gelangen. Die Laube "am Ende des Gartens" kann ein zusätzliches Zimmer werden: Lagerraum, Gewächshaus, Fahrradraum, Außenküche, Hobbyraum, Sauna…Ein Raum für Feste und Abendessen, ausgestattet mit einer Küche, sowie ein Wäscheraum, sind die Gemeinschaftsräume, die den Hausbewohnerinnen und Hausbewohnern zur Verfügung stehen. Sie befinden sich auf dem Dach, dem privilegierten Ort, der für alle zugänglich ist.

Entwurf Team Hérault Arnod
Perspektive; Entwurf Team Hérault Arnod

Das sagt das Beurteilungsgremium:


Entlang der Elfriedestraße wird eine neue tiefe Wohnzeile positioniert. Direkt an der Straße enthält diese Laubengänge sowie Aufzüge, Treppenhäuser und "Gartenhäuser" auf mehreren Ebenen. Eine ähnliche Erschließungsstruktur wird auch auf den Hofseiten der Bestandsgebäude addiert. Die Idee des Entwurfs ist die Stapelung einer Einfamilienhaustypologie mit Gartenhäusern und Vorgärten. Die Aufwertung des Bestandes mit einer verwandten Strategie könnte die Akzeptanz der Neubaumaßnahme erhöhen. Durch die Wiederholung und Verschachtelung von Grundmodulen, den Verzicht auf Keller sowie die Nutzung industrieller Materialien ergeben sich Ansatzpunkte zur Kostenreduzierung. Abstellflächen und Nebenräume werden als Teil der Erschließungszone angeboten.

Fazit: Die Stapelbarkeit der Module ermöglicht einen flexiblen Einsatz. Der Ansatz des "gestapelten Einfamilienhauses" ist insbesondere für Eigentumswohnungen sehr gut vorstellbar.

Den kompletten Entwurf können Sie hier herunterladen: