Städtebau  

 

Urban Living - Neue Formen des städtischen Wohnens: Workshop-Verfahren

Ergebnis: Arcostraße 9 (Charlottenburg-Wilmersdorf)
Entwurf Team COBE Berlin


Entwurf Team COBE Berlin
Entwurf Team COBE Berlin

Architekten COBE Berlin
Landschaftsarchitekten Holzwarth Landschaftsarchitektur, Berlin
Sonderfachleute Happold Ingenieurbüro GmbH, Berlin

Erläuterung des Entwurfs:


Entwurf Team COBE Berlin
Modellfoto; Entwurf Team COBE Berlin
Das Grundstück in der Berliner Arcostraße ist geprägt durch seine Lage an der Spree und durch die verschiedenen Nutzungen, die sich heute dort befinden: ein Sportverein, ein Biergarten, eine Werkstatt. Unser Vorschlag sieht eine maximale Ausnutzung des Grundstücks bei Weiterführung dieser Einrichtungen vor.

An diesem zentralen Ort in der Stadt scheinen uns Loft-Typologien am besten geeignet, den unterschiedlichen Bedürfnissen vieler verschiedener Nutzerinnen und Nutzer gerecht zu werden. Außerdem bietet ein Loft die Möglichkeit, Wohnen und Arbeiten zu kombinieren.

Kann man Lofts bauen? Klar: minimale, aber robuste Konstruktion, zwischen Boden und Decke ein kleines bisschen mehr Luft und Licht. So passt auch noch ein Hochbett rein. Rohbau = Ausbau. Aber ein Fahrstuhl muss sein. Der lohnt zwar nur bei etwas höheren Bauten, macht ihn dann aber auch für ältere Leute attraktiv. Unbedingt schalldicht. So kann ein Loft eben auch immer wieder an zukünftige Bedürfnisse angepasst werden. Man weiß ja nie, was kommt... Große Fenster. Flexibles Raumgefüge.

In Lofts stehen persönliches Engagement und Freiheitsgefühl proportional zueinander – so wie in Berlin!

Das sagt das Beurteilungsgremium:


Die Arbeit bezieht die Legitimation ihres städtebaulichen Ansatzes aus dem heterogenen Panorama des Umfeldes am Wasser mit seinen wechselnden Maßstäben. Entstanden ist eine städtebauliche Großform, die sich als Ensemble von hohen Häusern manifestiert und keinen spezifischen Ortsbezug entwickelt. Die Verfasserinnen und Verfasser fühlen sich einer hohen Verdichtung verpflichtet (GFZ:3,5) und streben eine hohe Zahl preiswerter Wohnungen mit Wasserblick an.

Die Idee eines zur Entwicklung freigehaltenen Erdgeschosses verspricht mit seiner sukzessiven Anreicherung durch Gemeinschaftsbereiche, Gastronomie und weitere Infrastruktur Synergien für die Nachbarschaft. Dies gilt auch für die Aufweitung der Uferpromenade.

Das offensive halböffentliche Freiflächenangebot in den "Luftgeschossen" der Türme ist für deren Bewohnerinnen und Bewohner ein hochattraktives Potenzial, dessen Aktivierung auch an anderer Stelle Vorbild sein könnte. Die Jury würdigt die gute Belichtungssituation und die in nahezu allen Wohnungen vorhandenen Sichtbezüge zum Wasser. Unter Vermarktungsgesichtspunkten ist die hohe Dichte wirtschaftlich interessant. Ob dies angesichts der relativ aufwändigen Konstruktion einer Hochhausanlage gelingen kann, ist zu überprüfen. Hierbei wäre auch das Verhältnis der Erschließungsflächen zum Wohnflächenanteil zu thematisieren. Der Beitrag ist eher von innen heraus gedacht und gibt keine Antwort auf eine Neuinterpretation der städtebaulichen Großform.

Den kompletten Entwurf können Sie hier herunterladen: