Städtebau  

 

Urban Living - Neue Formen des städtischen Wohnens: Workshop-Verfahren

Ergebnis: Jacobystraße (Mitte)
Entwurf Team NÄGELIARCHITEKTEN


Entwurf Team NÄGELIARCHITEKTEN
Entwurf Team NÄGELIARCHITEKTEN

Architekten NÄGELIARCHITEKTEN, Berlin
Landschaftsarchitekten agence ter, Paris
Sonderfachleute

Erläuterung des Entwurfs:


Der Entwurf versteht sich als Prototyp für eine bauliche Verdichtung des Bauabschnitts II der Karl-Marx-Allee. Drei präzise gesetzte Baukörper in den Ecken des vorhandenen Raumes bilden ein neues Ensemble von Bestand und Neubau. Sie stärken den wohnbezogenen Binnenraum und damit die städtebauliche Verortung im weiteren Umfeld.

Karl-Marx-Allee II wird so zu einem dreidimensionalen städtischen Aktionsfeld: Gemeinschafts- und Grünräume auf mehreren Ebenen schaffen eine Vernetzung von Privatheit und Kollektivität, von Bestand und Neubau. Das Private und das Öffentliche werden durch eine zusätzliche Komponente, die der "internen Öffentlichkeit", ergänzt.

Die Gebäude beherbergen schaltbare Wohnungstypen, die durch räumliche Zusatzangebote – shared facilities – ergänzt werden. Sie beziehen potenzielle Veränderungen in den Lebensweisen mit ein – gemeinsam wohnen mit co-space.

Die Anlage ist wirtschaftlich durch ihr breites Angebot an unterschiedlichen vermietbaren Flächen. Sie wird in Stahlleichtbau auf hochfesten Schleuderbetonstützen errichtet, was angemessene Baukosten und eine extrem kurze Bauzeit ermöglicht. Wegen der geringen Erdarbeiten ermöglicht dies zudem den Baumbestand weitgehend zu integrieren.

Entwurf Team NÄGELIARCHITEKTEN
Entwurf Team NÄGELIARCHITEKTEN

Das sagt das Beurteilungsgremium:


Der Entwurf schlägt eine skulptural komponierte räumliche Konfiguration vor. Das Erdgeschoss soll weitgehend als Park entwickelt werden, die Baukörper in erster Linie darüber "schwebend". Die vollständig begrünten Dächer der Neubauten sind für die Bestandsmieterinnen und -mieter über Stege erreichbar. Abwechlungsreiche Grundrisse ermöglichen hybride Nutzungen.

Fazit: Der Entwurf wird der exponierten Lage gerecht und bietet den Bestandsmieterinnen und Bestandsmietern neue Qualitäten in den Freiräumen. Hinsichtlich ihrer Quantität und Herstellungskosten werden die im Neubau vorgestellten Wohnungen der aktuellen Nachfragesituation allerdings weniger gerecht.

Den kompletten Entwurf können Sie hier herunterladen: