Städtebau  

 

Urban Living - Neue Formen des städtischen Wohnens: Workshop-Verfahren

Ergebnis: Jacobystraße (Mitte)
Entwurf Team GIES ARCHITEKTEN BDA


Entwurf Team GIES ARCHITEKTEN BDA
Entwurf Team GIES ARCHITEKTEN BDA

Architekten GIES ARCHITEKTEN BDA, Freiburg
Landschaftsarchitekten TH Landschaftsarchitektur Berlin
Sonderfachleute

Erläuterung des Entwurfs:


Neue Gebäude schaffen nicht nur neuen Wohnraum, sondern neben der Metropolen-Urbanität des Alexanderplatzes eine kleinmaßstäbliche Wohnkiez-Urbanität, die die verschiedenen Gebäudegenerationen zu einer neuen lebendigen Nachbarschaft zusammenführt.

Das Baufeld untergliedert sich in drei Außenräume: Anliegerstraße mit Zufahrten, autofreier Wohnhof mit Hauszugängen und Pocketpark. Erdgeschosse und Freiraum bleiben gemeinschaftlichen Nutzungen vorbehalten.

Jedes der beiden neuen Gebäude besteht aus einem langgestreckten Sockel mit zum Wohnhof orientiertem "Gehweg auf der Etage" und einem darauf aufgesetzten Volumen mit zentraler Treppe und Aufzug, über den alle Etagen barrierefrei zugänglich sind.

Das Konzept basiert auf einem einfachen Grundrissraster, das vielfältige und veränderbare Belegungen mit Wohnungen unterschiedlicher Art und Größe und Gemeinschaftsräumen ermöglicht. Es ist als Baukastensystem gedacht, das sich zur Vorfertigung und Kostenoptimierung eignet, auch an anderer Stelle ausgeführt und dann an die konkrete Situation angepasst werden kann. Der Entwurf zeigt beispielhaft eine Variante mit moderater Dichte.

Das sagt das Beurteilungsgremium:


Durch die Anordnung der Baukörper entstehen innerhalb der bestehenden dreiseitigen Bebaung mit Plattenbauscheiben zwei unterschiedliche Hofräume mit Potenzialen zu einer differenzierten Nutzung durch die Anwohnerinnen und Anwohner. Mit einer Differenzierung der Bauhöhen setzt sich der Entwurf das Ziel, eine Beeinträchtigung der Sichtbeziehungen für die Bestandsmieterinnen und Bestandsmieter zu vermeiden bzw. verträglich zu gestalten. Der Entwurf ist in seinem modularen Aufbau technisch geprägt. Die Arbeit sieht eine barrierefrei Erschließung aller Wohnungen vor.

Fazit: Die Sichtbedingungen für die Bewohnerinnen und Bewohner der Bestandsgebäude werden durch die Anordnung der Baukörper nur begrenzt beeinträchtigt. Die Baukörper machen variable Wohnungsgrößen möglich.

Den kompletten Entwurf können Sie hier herunterladen: