Städtebau  

 

Urban Living - Neue Formen des städtischen Wohnens: Workshop-Verfahren

Ergebnis: Elsastraße 40, Oberseestraße 69, 71, 73 (Lichtenberg)
Entwurf Team De Zwarte Hond


Entwurf Team De Zwarte Hond
Entwurf Team De Zwarte Hond

Architekten De Zwarte Hond GmbH, Köln
Landschaftsarchitekten KUULA Landschaftsarchitekten, Berlin
Sonderfachleute  

Erläuterung des Entwurfs:


Als Teil eines Blockrandes wird an der westlichen Grundstücksseite eine auf einem schmalen Konstruktionsraster aufgebaute, 4-geschossige Reihenhaustypologie mit modular aufgebauten Wohnungsgrundrissen über jeweils 2 Geschosse (38 Wohneinheiten mit 45 bis 113 qm) vorgeschlagen. Die Erschließung der oberen Wohnungen erfolgt über eine straßenseitige, außenliegende Brückenkonstruktion (offene Laubengangerschließung) aus Holz. "Diese Brückenkonstruktion wird zum Lebens- und Spielraum, zum Erkennungszeichen des Hauses zum wichtigsten Element mit dem der Entwurf in seinem Kontext verankert wird." Ein Gebäudemodul zur flexiblen Anordnung von Wohnungsgrundrissen und –größen setzt sich je aus 3 Rasterfeldern zusammen. Die Rohbaukonstruktion besteht aus vorgefertigten Stahlbetonelementen. Die Fassaden sind geschosshohe Glaskonstruktionen mit ebenfalls geschosshohen Dreh-Schiebe- Verschattungselementen aus Holz. Formulierung der städtebaulichen Figur als Blockrand. Nutzung der Grundstücksfreiflächen als Grünraum.

Entwurf Team De Zwarte Hond
Entwurf Team De Zwarte Hond

Das sagt das Beurteilungsgremium:


Im Entwurf wird eine Zeile ergänzt, die durch Versprünge auf Grundstückszuschnitt und Baumbestand reagiert. Private Gärten sind klar getrennt von der Erschließungsseite, die als öffentliche Begegnungszone ausgebildet wird. Die außenliegende Erschließung als skulpturale Freitreppe und Laubengang ist als Fortsetzung der Straße konzipiert. Durch Reihung und Stapelung der Module entsteht ein sehr kompaker Baukörper mit hoher Tiefe.

Durch die Aufwertung des gemeinsamen Straßenraums profitiert das Quartier von neuen Aufenthaltsqualitäten. Trotz der Wiederholung eines Basismoduls sind vielfältige Wohnungstypen und -größen realisierbar. Die strenge Reihenhaustypologie wird durch Verschachtelung aufgelockert.

Das Konzept enthält viele Ansatzpunkte zum kostengünstigen Bauen: das Schottensystem mit sehr geringen Spannweiten, die Wiederholung von Modulen und der hohe Standardisierungsgrad der Fassadenelemente, der Verzicht auf aufwändige Konstruktionen wie Balkone, Dachaufbauten etc. zu Gunsten einer kompakten Hülle, aber auch Low-Tech-Lösungen wie Dachluken als Ausstiege. Vielfalt wird erzeugt durch nutzerabhängige Veränderbarkeit.

Fazit: Das Konzept des gestapelten Reihenhauses mit außenliegender Erschließung besticht durch seine Einfachheit und Klarheit und ist in der Praxis gut anwendbar.

Den kompletten Entwurf können Sie hier herunterladen: