Städtebau  

 

Urban Living - Neue Formen des städtischen Wohnens: Workshop-Verfahren

Ergebnis: Langhansstraße 27-29 (Pankow)
Entwurf Team BARarchitekten


Entwurf Team BARarchitekten
Entwurf Team BARarchitekten

Architekten BARarchitekten, Berlin
Landschaftsarchitekten  
Sonderfachleute  

Erläuterung des Entwurfs:


Entwurf Team BARarchitekten
Modellfoto; Entwurf Team BARarchitekten
"Base+ ist ein Gebäudeprototyp für die nachhaltige und ökonomische Mischung von Wohnen und Arbeiten im städtischen Kontext." Für das Grundstück wird ein 6-7-geschossiger Baukörper geplant, der aus 3 teilweise versetzten Gebäudekuben zusammengesetzt wird. Die Kuben werden durch Erschließungs- und Treppenräume, die als Gebäudefugen ausgebildet sind, getrennt. Zur Anpassung an andere Grundstücke oder städtebauliche Situationen lassen sich diese Kuben entsprechend unterschiedlich kombinieren. Die Gebäudekuben sind durch eine 9 m hohe Erdgeschosszone gekennzeichnet, deren Raumebenen nach Bedarf zu unterschiedlichen Nutzungseinheiten (Läden, Café, Werkstatt, Wohnatelier) kombiniert werden können. In den darüber liegenden Geschossen sind Wohnnutzungen (Wohngemeinschaften, Wohngruppen, individuelles Wohnen), teilweise 2-geschossig, vorgesehen. Das Gebäude ist durch ein System von Treppen, Laubengängen, Wintergärten und Plattformen (Flying Garden) erschlossen. Der Innenhof ist als gemeinschaftliche Aufenthaltsfläche gestaltet und teilweise mit Bäumen bepflanzt. Das Gebäude ist eine Betonskelettkonstruktion mit Fassaden aus Holztafelelementen.

Das sagt das Beurteilungsgremium:


Der Entwurf sieht eine hybride Anordnung aus drei Einzelbaukörpern und Blockecke vor. Die Erschließung erfolgt durch einen halböffentlichen Innenhof als Werk- und Spielhof sowie Laubengänge und „flying gardens“ als halbprivate Kommunikationszone. Eine bemerkenswerte Antwort auf die ‚Kampfzone EG‘ ist die besondere Ausformulierung und Programmierung der neun Meter hohen Sockelzone als ‚Basis‘ des Hauses. Kombinierbare Wohn-/Arbeitseinheiten sind flexibel ausbaubar und zuschaltbar. Die formulierten kleinteilige Angebote erscheinen passend zur heterogenen Umgebung. Kostensenkend können sich auswirken: Rohbauelemente, Eigenausbau der Nutzeinheiten, die Erschließung im Außenbereich und die gemeinsame Nutzung nur eines Aufzugs.

Fazit: Der Entwurf überzeugt vor allem durch seine belebenden Elemente und die positive Auseinandersetzung mit dem Erdgeschoss – jenseits der „klassischen“ Gewerbeeinheiten. Durch das ungewöhnliche räumliche Angebot von 1-, 1,5- und 2-geschossigen Bereichen wird eine aktive Nutzung und ganztägige Belebung der Sockelzone angeregt. Die gemeinsame Nutzung der Freiflächen und die unmittelbare Nähe der Laubengangerschließung zu den Wohnungen setzen auf Begegnung. In der Erschließung der oberen Geschosse und der Positionierung der privaten Freiflächen sehen wir Entwicklungspotenzial. Auch ein Einbezug der Dachflächen bietet sich an.

Den kompletten Entwurf können Sie hier herunterladen: