Bauen  
 

Archiv: Ökologisches Bauen - Abgeschlossene Projekte

Wohnungsbauvorhaben Weinmeisterhornweg - Kurzbeschreibung


Fußweg auf der Hausrückseite
Fußweg auf der Hausrückseite
Foto: GSW/IBUS GmbH

Art des Vorhabens:

Für eine Ackerfläche zwischen Hahneberg und Heerstraße wurde 1989 vom Bezirksamt Spandau, der Senatsbauverwaltung und der GSW ein Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem es um die Entwicklung einer Wohnanlage mit besonderen ökologischen Qualitäten gehen sollte. Nach dem prämierten Entwurf des Büros IBUS entstand in den Jahren 1992/94 eine 2½ -geschossige, straßenparallele und räumlich versetzte Zeilenbebauung in Südwest-Orientierung mit 60 Wohnungen in zwei verschiedenen Gebäudetypen: 24 Reihenhäuser mit versetzten Geschossen, "Energiegewinnsystem" und jeweils zwei Wohnungen sowie 8 "Torhäuser" als Ein- oder Zweifamilienhäuser in konventioneller Bauweise an den Zeilenköpfen.

Ökologisches Ziel:

Dem Wettbewerbsprogramm entsprechend war Ziel des Vorhabens, im sozialen Mietwohnungsbau beispielhaft einen zukunftsorientierten ökologischen Standard zu realisieren. Themen des prämierten Wettbewerbsentwurfes sind ein Energiesparkonzept, das auf passive und aktive Solarenergienutzung ausgerichtet ist, der Umgang mit Niederschlagswasser, Dachbegrünung und der Einsatz umweltverträglicher Baustoffe.
Gegenstand der Modellförderung waren die Entwicklung und Umsetzung des hybriden Heizsystems mit Solarkollektoren, die Wintergartenkonstruktionen sowie Auswertung und Dokumentation des Vorhabens.

Bedeutung im Rahmen des Modellprogramms:

Die kleine Wohnanlage Weinmeisterhornweg kann nach Anspruch und Erscheinungsbild - neben der Berliner Straße 88 in Zehlendorf und der Heinrich-Böll-Siedlung in Pankow - als eine der wenigen Öko-Neubausiedlungen in Berlin gelten. Das aus Vorgängerbauten des Planungsbüros IBUS (u.a. Solarhaus Lützowstraße in Tiergarten) abgeleitete experimentelle Energiesparkonzept hat im Kosten-Nutzen-Vergleich die Erwartungen nicht erfüllen können, aber in der Begleitforschung interessante Erfahrungen bezüglich seiner Wirksamkeit und Bewohnerakzeptanz gebracht.