Städtebau  
 

Archiv: IBA Berlin 2020: Instrumente - Dokumentation der Vorarbeiten

Raumstadt


Titelgrafik Raumstadt, Rustemeyer

Grund und Boden ist eine Ressource, die nicht vermehrbar ist. Ein sorgfältiger Umgang mit der städtischen Fläche ist also unumgänglich. Für die IBA Berlin 2020 bedeutet dies:
  • Die vielen kleinen freien Ecken und Lücken, die vielen Brachen und Leerstände in der Stadt bilden zusammen ein enormes Potenzial für die Umsetzung neuer Ideen, für Aneignungsprozesse und nachbarschaftliches Engagement oder für temporäre Nutzungen.
  • In den Projektgebieten ist sorgfältig abzuwägen, welche Flächen bebaut, welche – zum Beispiel für Klimaanpassungsaufgaben – freigehalten und freiraumplanerisch qualifiziert, welche Räume für Unvorhersehbares gesichert oder erst noch eingehender auf ihre Eignung untersucht werden sollen.
  • Ein kluger Umgang mit Fläche bedeutet die Notwendigkeit, Stadt an einigen Stellen nachzuverdichten. Die IBA Berlin 2020 wird zeigen, dass dies mit neuen Qualitäten verbunden sein kann und dadurch die Akzeptanz für solche Maßnahmen erhöhen. Gleichwohl ist mit den Ängsten der Betroffenen im Umfeld umzugehen und eine stadtweite Diskussion zu führen, wie mit NIMBY-Haltungen in Entscheidungsprozessen umgegangen werden soll.



Grafik: Thomas Rustemeyer