Städtebau  

 

Urban Living - Neue Formen des städtischen Wohnens: Workshop-Verfahren

Ergebnis: Karl-Marx-Allee (Mitte)
Entwurf Team Eckert Negwer Suselbeek


Entwurf Team Eckert Negwer Suselbeek
Entwurf Team Eckert Negwer Suselbeek

Architekten Eckert Negwer Suselbeek Architekten BDA, Berlin
Landschaftsarchitekten
Sonderfachleute

Erläuterung des Entwurfs:


„Historisches ist nicht, das alte allein festzuhalten oder zu wiederholen, dadurch würde die Historie zu Grunde gehen, historisch handeln ist das, welches das Neue herbeiführt und wodurch die Geschichte fortgesetzt wird.“ (Schinkel, Architektonisches Lehrbuch. S.232) Die vorliegende „Case Study“ ist eine Antwort auf die Frage: Wie muss das Haus aussehen, das diesen Straßenraum fassen kann und wie stellen wir uns Wohnen an diesem unverwechselbaren Ort vor?

Wie wollen wir wohnen? Ein Haustypus, den es in Berlin (fast) nicht gibt: Das Apartmenthaus.
Das Unverwechselbare nimmt an dieser Stelle in Berlin einen sehr hohen Stellenwert ein. Vorgeschlagen wird eine Metamorphose der Platte QP-61 durch Erweiterung und Aufstockung zu einem großen städtischen Apartmenthaus, da die vorhandenen Plattenbauten nicht in der Lage sind, dem Straßenraum Maßstäblichkeit und Halt zu geben. Die Struktur der Plattenbauten nimmt die Nutz- und Nebenräume, die davor angeordnete freiere Zone die Haupträume der Wohnungen auf.

Entwurf Team Eckert Negwer Suselbeek - Metamorphosen
Metamorphosen

Das sagt das Beurteilungsgremium:


Der Entwurf stellt sich die Frage, wie die Randbebauung der Karl-Marx-Allee überformt werden könnte, um diesen Straßenraum zu fassen – obwohl dies ein hochwertiges Denkmal ist. Dazu weichen die Verfasser bewußt vom vorgegebenen Grundstück und den Vorgaben ab. Der vorhandene Plattenbau vom Typ QP 61, ursprünglich nur für diesen Ort vorgesehen, später aber auch in anderen Städten und anderen städtebaulichen Konstellationen errichtet, wird dazu allseitig von einer Neubebauung umhüllt. Im Ergebnis übernimmt der Plattenbau die Funktion der Nebenräume und Erschließungsflächen; alle Wohnräume sind im Neubau davor gelagert sowie im Rahmen einer Aufstockung errichtet.

Fazit: Aufgrund ihrer Exposition wie auch hinsichtlich der Belichtung und Grundrissgestaltung ist die Qualität des Vorschlages weniger bezüglich der Funktionalität und wirtschaftlichen Realisierbarkeit der neu entstehenden Wohnungen zu bewerten. Vielmehr ist die Strategie interessant, eine energetische Sanierung mit Raumergänzungen oder Aufstockungen zu verbinden. Der Entwurf stellt eine städtebauliche Überlegung an, die vor dem Hintergrund der besonderen schutzwürdigen Belange dieses Gebietes zur Realisierung nicht in Frage kommt.

Den kompletten Entwurf können Sie hier herunterladen: