Städtebau  

 

Urban Living - Neue Formen des städtischen Wohnens: Workshop-Verfahren

Ergebnis: Karl-Marx-Allee (Mitte)
Entwurf Team Beckmann N’Thépé


Entwurf Team Beckmann N’Thépé
Entwurf Team Beckmann N’Thépé

Architekten Beckmann N‘Thépé, Paris
Landschaftsarchitekten MBM_MartiBaronMiething, Paris
Sonderfachleute

Erläuterung des Entwurfs:


Die Grundidee basiert auf der Entwicklung eines Moduls: eine konstruktiv und ökonomisch günstige Lösung für die geplante horizontale und vertikale Verdichtung. Das Grundstück bietet Raum für ca. 350 Module von 32 bis 42 m².

Im Sockelbereich soll eine horizontale Struktur entstehen: der Traum vom Haus mit Garten mitten in Berlin. Öffentliche und halböffentliche bebaute Flächen und Grünräume wechseln sich ab und bilden eine flexible Struktur mit hoher Lebensraumqualität. Gewerbliches oder öffentliches Programm belebt den Straßenraum. Das System bietet die Möglichkeit, vertikale Elemente einzugliedern: Turmhäuser.

Stadträumlich bilden diese Türme ein Miteinander mit dem Bürgeramt sowie den Plattenbauten. Eine freie Etage kann jedes denkbare öffentliche Programm aufnehmen.

Dasselbe Modul wie im Sockel bietet im Turmbereich die Möglichkeit zur maximalen Flexibilität. Im Kern befinden sich zwei Treppen und zwei Aufzüge. Die acht möglichen Eingänge bieten große Kombinationsmöglichkeiten: Wohnen + Arbeiten, Wohnen + Studio der Großmutter, Wohnen + Wohnen, eigener Eingang für das erwachsene Kind, Wohngemeinschaft, betreutes Wohnen direkt neben der Familie des Kindes, flexibes Büro etc. Freibleibende Module – in jeder Etage mindestens zwei – bilden Freiräume und Außenräume.

Das sagt das Beurteilungsgremium:


Den Entwurf nutzt modulare Einheiten, die sowohl in der Fläche wie in der Höhe frei angeordnet und kombiniert werden können. Sie sind damit geeignet, die städtebauliche Dichte frei zu bestimmen und situationsabhängig zu variieren. Vorgeschlagen wird im Entwurf die Verdichtung zu Punkthochhäusern an zwei exemplarischen Standorten. Diesen sind jeweils modulare Einheiten im Sockelbereich zugeordnet, die funktionale Ergänzungen mit sich bringen. Mit der vollständigen Zusammenschaltung von Modulen ist auch die Ausbildung eines Gemeinschaftsgeschosses möglich.

Fazit: Die Herausforderung, den Bestand durch zusätzliche Bebauung zu ergänzen, ohne die Sichtbeziehungen der Bestandswohnungen übermäßig zu beeinträchtigen, wird durch die Verbindung von Punkthochhäusern und niedriger Bebaung verträglich gelöst. Die modulare Bauweise ist geeignet, kostengünstiges Bauen zu ermöglichen.

Den kompletten Entwurf können Sie hier herunterladen: