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Presse und Aktuelles

20 Jahre Berliner Quartiersmanagement – eine Erfolgsgeschichte


28.03.19, Pressemitteilung
Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Katrin Lompscher: „Die Soziale Stadt zielt nicht nur auf den gebauten Raum, sondern stellt das Miteinander in der Nachbarschaft in den Mittelpunkt. Es geht um ein besseres Zusammenleben in der ganzen Stadt und besonders in sozial benachteiligten Gebieten. Das Quartiersmanagement ist ein wichtiges Instrument, um das zu erreichen.“

Das Quartiersmanagement setzt bei den Problemen der Menschen in den Quartieren an und sucht mit ihnen gemeinsam nach Lösungen für das Quartier. Es ermöglicht durch  zusätzliche Fördermittel notwendige Veränderungen umzusetzen. Gelungen ist hierbei die Verzahnung von baulichen und sozio-integrativen Maßnahmen. Durch die Schaffung hochwertiger Infrastruktur und durch die Förderung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts wurde bewiesen, dass sozial benachteiligte Quartiere effektiv gestärkt werden können.
 
Zum Kern des Programms entwickelten sich:
  •  Aufstellung quartiersbezogener Integrierter Handlungs- und Entwicklungskonzepte (IHEK),
  • Quartiersmanagement-Teams als lokale Anlauf- und Vernetzungsstellen,
  • Einrichtung von Quartiersfonds,
  • Mitwirkung der Bewohnerschaft und von Akteuren im Gebiet,
  • Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements.
 
Das Quartiersmanagement-Team vor Ort bildet eine Brücke in die Verwaltung und gibt ihr ein Gesicht. Es ist leicht erreichbar, geht auf die Bürgerschaft zu und fördert Beteiligung. Es führt die Akteure vor Ort zusammen, vernetzt ihre Aktivitäten und unterstützt bürgerschaftliches Engagement.
Mit seinem breiten Beteiligungsansatz kombiniert es themen- und projektbezogene Elemente und fördert die Handlungsfähigkeit von Bewohnerinnen und Bewohnern und Akteuren. Gewählte Quartiersräte und Aktionsfondsjuries übernehmen Verantwortung im Gebiet und entscheiden über Aktions- und Projektfonds mit. Die Beteiligung geht von der Projektplanung über Aktionen im Rahmen des Aktionsfonds und die Übernahme von Projektpatenschaften im Projektfonds bis hin zur Mitentscheidung über Fördermittel. Einige Ideen haben mittlerweile Eingang in das Verwaltungshandeln gefunden. Hierzu gehören Instrumente wie integrierte Entwicklungskonzepte, Vor-Ort-Teams oder der Verfügungsfonds, aber auch modellhafte Projekte wie Stadtteilmütter oder Bildungsverbünde.
 
 
Die Handlungsschwerpunkte bei der Umsetzung von Fördermitteln konzentrieren sich auf die Stärkung der Nachbarschaft, der Bildung und Ausbildung sowie der Integration im Quartier. Dabei spielen Gesundheitsförderung, die lokale Wirtschaft genauso eine wichtige Rolle wie die Verbesserung des öffentlichen Raumes und des Wohnumfeldes oder die Netzwerkbildung im Quartier.
 
Die Quartiersmanagementgebiete werden auf der Basis von sozio-ökonomischen Daten gemeinsam mit den Bezirken ausgewählt und haben eine begrenzte Laufzeit. Seit 1999 gab es 42 Quartiersmanagementgebiete von denen 8 bereits beendet wurden. Weitere 9 werden von den derzeitig 34 aktiven Quartieren bis 31.12.2020 beendet.
 
Die Quartiersmanagementgebiete heißen neu hinzugezogene Berlinerinnen und Berliner willkommen und leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Integration für die ganze Stadt und wirken einer sozialen Spaltung entgegen. Zukünftig kommt es darauf an, die Stabilisierung benachteiligter Quartiere als gemeinsame Aufgabe von Senat und Bezirken zu begreifen. Denn für den sozialen Zusammenhalt in der Stadt ist entscheidend, dass Menschen in benachteiligten Quartieren die gleichen Lebenschancen haben wie Menschen in anderen Teilen der Stadt.
 
Seit Beginn des Quartiersmanagementverfahrens gab es eine transparente Berichterstattung über alle Webseiten der Quartiere. Eine ausführliche Darstellung zum Programm, zu aktuellen Entwicklungen sowie zu Terminen und Projekten findet sich auf dem Dachportal mit Berichten über alle Quartiere. https://www.quartiersmanagement-berlin.de oder auf Facebook https://www.facebook.com/Soziale.Stadt.Berlin
 
 
 




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