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Junges Schweizer Architekturbüro soll Besucher- und Informationszentrum des Deutschen Bundestages bauen


11.01.17, Pressemitteilung
Gemeinsame Pressemitteilung: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR); Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit; Deutscher Bundestag sowie Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
 
Überarbeiteter Entwurf von Markus Schietsch Architekten und Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur hat überzeugt


Nachdem das Preisgericht im Wettbewerb für den Neubau des Besucher- und Informationszentrums des Deutschen Bundestages (BIZ) in Berlin Anfang November 2016 zwei erste Preise vergeben hatte, fiel nun die abschließende Entscheidung zugunsten des überarbeiteten Entwurfes der Züricher Markus Schietsch Architekten mit Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur. Ausgelobt und durchgeführt worden ist der offene Wettbewerb zum Bauvorhaben des Deutschen Bundestages vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) in enger Abstimmung mit dem Deutschen Bundestag, dem Bundesbauministerium und dem Land Berlin.

 
Beide Preisträger waren nach Abschluss des Wettbewerbsverfahrens aufgefordert worden, die Wettbewerbsarbeiten entsprechend den Anmerkungen in den schriftlichen Beurteilungen und den Hinweisen der Vorprüfung im Rahmen des Verhandlungsverfahrens zu überarbeiten. Die stimmberechtigten Preisgerichtsmitglieder waren zur Beratung der Ergebnisse der Überarbeitung nochmals beteiligt worden.
 
Die Züricher Arbeitsgemeinschaft Markus Schietsch Architekten GmbH mit Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur & Städtebau GmbH soll nun mit der weiteren Planung beauftragt werden.
Der überarbeitete Wettbewerbsentwurf von Schietsch Architekten überzeugte durch seine funktionalen räumlichen Anordnungen. Der städtebaulich klar definierte und einladende Vorplatz schafft eine attraktive Eingangssituation.
 
Anlass für den Wettbewerb war der im November 2015 gefasste Beschluss des Ältestenrates des Deutschen Bundestages zum Bau eines neuen Besucher- und Informationszentrums südlich der Scheidemannstraße im Tiergarten. Der Neubau soll Angebote zur Information und Kommunikation sowie Gastronomie bereithalten und gleichzeitig den sicherheitskontrollierten Zugang für alle Besucher des Reichstagsgebäudes ermöglichen. Die Entscheidung zu Realisierung und Standort des künftigen Besucher- und Informationszentrums ist in einem gemeinsamen Abstimmungsprozess von Bundestag und Bundesbauministerium mit dem Land Berlin nach umfangreichen Machbarkeitsuntersuchungen zustande gekommen.
 
In einem offenen zweiphasigen Planungswettbewerb für Teams aus Architekten und Landschaftsarchitekten waren aus insgesamt 187 Wettbewerbsbeiträgen in der ersten Phase 28 Arbeiten für die weitere Bearbeitung in der zweiten Phase ausgewählt worden.
 
Im Projekt waren unter anderem neben den funktionalen Anforderungen als Randbedingungen der Erhalt der wichtigen denkmalgeschützten Alleen im Tiergarten sowie der Abstand zum sowjetischen Ehrenmal und die technischen Belange bezüglich der unterirdischen Infrastrukturtrassen zu berücksichtigen. Durch diese im Untergrund bereits umfänglich vorhandenen Infrastrukturtrassen umfasst das gesamte Projekt besonders anspruchsvolle Tiefbauarbeiten.
 
Bei einer Vielzahl von Arbeiten war Überarbeitungsbedarf hinsichtlich einzelner Aspekte erkannt worden. Im Ergebnis wurden daher vom Preisgericht unter der Leitung des Stuttgarter Architekten Prof. Arno Lederer zwei erste Preise mit Überarbeitungshinweisen vergeben und fünf Anerkennungen ausgesprochen. Der Siegerentwurf, der nun zur Realisierung empfohlen wird, sieht einen Neubau südlich der Scheidemannstraße vor, der wichtige Funktionen eines Besucher- und Informationszentrums vereint und künftig als zentraler Eingang für die derzeit jährlich rund 2,4 Millionen Besucher des Bundestages dienen soll.
 
Die Kostenobergrenze für den Neubau des Besucher- und Informationszentrums inklusive Besuchertunnel hat der Ältestenrat des Deutschen Bundestages auf zirka 150 Millionen Euro festgelegt.
 
Mit Errichtung des Besucher- und Informationszentrums kann dann auch das provisorische Sicherheitskontrollgebäude auf dem Platz der Republik entfallen und durch eine städtebaulich, architektonisch und funktional angemessene Lösung dauerhaft ersetzt werden. So kann dem anhaltendgroßen Interesse der Öffentlichkeit an einem Besuch des Deutschen Bundestages und an Informationen über die parlamentarische Arbeit zukünftig angemessen Rechnung getragen werden.
 
Begleitend führt das Land Berlin ein Bauleitplanverfahren durch, um die notwendigen planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung des Besucher- und Informationszentrums des Deutschen Bundestages zu schaffen.



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