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IBB stellt gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt den IBB Wohnungsmarktbericht 2013 vor


28.02.14, Pressemitteilung
Die Berliner Wirtschaft befindet sich im Aufholprozess. Nachdem die Talsohle des Strukturwandels durchschritten ist, profitiert die Hauptstadt mehr und mehr von den neu geschaffenen Wirtschaftsstrukturen und ihrer Attraktivität für Besucher und Zuziehende.

In keinem Bundesland ist die wirtschaftliche Dynamik stärker. Es entstehen zunehmend mehr Arbeitsplätze in der Stadt und die Arbeitslosenquote reduziert sich weiter. Vor diesem Hintergrund bietet Berlin viele Chancen, besonderes für junge und gut qualifizierte Neubürger, darunter viele aus dem Ausland. Das geht aus dem IBB Wohnungsmarktbericht 2013 hervor, den die Investitionsbank Berlin (IBB) gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz heute vorgelegt hat.

Ulrich Kissing, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank Berlin:
„Das wachsende Arbeitsplatzangebot und die Attraktivität Berlins tragen zu einer anhaltend hohen Zuwanderung bei. Allein 2012 betrugen die Wanderungsgewinne ca. 41.000 Personen. Hinzu kommt ein leichter Geburtenüberschuss von rund 2.500 Personen.“

Die Einwohnergewinne konnten in den letzten Jahren noch durch einen Wohnungsüberhang abgefangen werden. Mittlerweile ist dieser Überhang abgebaut, worauf auch die aktuellen Zensusergebnisse hinweisen. „Da die Bautätigkeit bislang nicht mit dem Nachfrageanstieg Schritt halten konnte, verringert sich das verfügbare Wohnungsangebot kontinuierlich“, so Kissing weiter. „Steigende Mieten und Preise für Wohnimmobilien sind die Folge und bestimmten auch im vergangenen Jahr das Bild. Die Angebotsmieten stiegen um 10 %, die Angebots-Kaufpreise für Eigentumswohnungen um 14 %. Eigenheime waren im Schnitt 7 % teurer als im Vorjahr, was auch dazu führt, dass die Abwanderung ins Umland wieder zu-nimmt.“

2012 markiert eine Trendwende im Wohnungsbau. Nachdem bereits 2011 die Zahl der Bau-genehmigungen deutlich gestiegen war, wurden nun 2012 auch erheblich mehr Wohnungen fertiggestellt als in den Vorjahren. Mit rund 4.200 neuen und ca. 1.200 fertiggestellten Wohnungen in bestehenden Gebäuden wurde der höchste Stand der letzten zehn Jahre erreicht. Die Aussichten, dass der Wohnungsneubau weiter anzieht sind gut. Dies zeigen die Baugenehmigungen 2012. Sie stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 35 % auf rund 10.000. Um den prognostizierten Bedarf zu decken, müssen allerdings Kissing zufolge mindestens 10.000 Wohnungen pro Jahr fertiggestellt werden. Insofern gibt es noch viel zu tun.

Der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller:
„Der deutliche Anstieg der Fertigstellungzahlen und der Baugenehmigungen im Wohnungsbau zeigen, dass die Wohnungsbauinitiative mittlerweile greift und aus der Vorbereitungs- in die Umsetzungsphase getreten ist. Bei anhaltenden Einwohnergewinnen ist der Wohnungsneubau der beste Schutz vor steigenden Mieten.

Die Entwicklung der Wohnbauflächen ist dafür die Voraussetzung. Neben großen Wohnungsbauvorhaben wie die Randbebauung des Tempelhofer Feldes oder die Entwicklung des Areals an der Heidestraße nördlich des Hauptbahnhofes, sollen zahlreiche kleinere Flächenpotenziale wie Baulücken aktiviert werden und damit zur Entspannung des Wohnungsmarktes beitragen. Darüber hinaus soll der Wohnungsneubau durch eine neue soziale Wohnungsbauförderung in 2014 gestützt werden, um auch für Bürgerinnen und Bürger mit kleinen und mittleren Einkommen neue Wohnungen zu schaffen. 320 Millionen Euro stehen in den nächsten Jahren dafür zur Verfügung.

Um die Folgen des sich verknappenden Wohnungsangebots für die Mieter zu begrenzen hat der Senat eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt oder vorbereitet. Zu den wichtigsten gehört das “Bündnis für soziale Wohnungspolitik und bezahlbare Mieten", das mit den kommunalen Wohnungsunternehmen geschlossen wurde. Die Vereinbarung bezieht sich auf den kommunalen Wohnungsbestand, der bis 2016 um rund 30.000 Wohnungen erweitert werden soll. Über die Hälfte ist bereits erreicht. Darüber hinaus wurde vereinbart, den Wohnungsbestand bedarfsgerecht anzupassen, den Mietanstieg zu begrenzen und große Teile des Bestands bei Neuvermietungen bevorzugt an einkommensschwächere Haushalte zu vermieten.

Zum Schutz aller Mieterinnen und Mieter dienen rechtliche Steuerungsinstrumente, die 2013 eingeführt oder vorbereitet wurden. Dies sind unter anderem die Kappungsgrenzen-Verordnung bei Bestandsmietenerhöhungen, die Ausdehnung der Kündigungsschutzklausel-Verordnung auf ganz Berlin sowie die Verabschiedung eines Zweckentfremdungsverbotsgesetzes. Die Verordnung zum Zweckentfremdungsverbot ist für das Frühjahr 2014 zu erwarten.

Ein starker Wohnungsneubau, der Einsatz der kommunalen Wohnungsunternehmen und die Einführung rechtlicher Instrumente zum Mieterschutz tragen gemeinsam dazu bei, die Probleme des sich anspannenden Wohnungsmarktes zu bewältigen.“

Der IBB Wohnungsmarktbericht 2013 steht unter der Adresse www.ibb.de/wohnungsmarktbericht als Download zur Verfügung.


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