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20 Jahre Entwicklungsmaßnahme "Hauptstadt Berlin - Parlaments- und Regierungsviertel“


04.07.13, Pressemitteilung
20 Jahre sind eine lange Zeit und dennoch enorm kurz für die rasante Entwicklung, die das Parlaments- und Regierungsviertel Berlins genommen hat. Ausgangspunkt dieser Entwicklung war die Entscheidung des Deutschen Bundestages, Berlin wieder zur Hauptstadt Deutschlands werden zu lassen.

 Vor 20 Jahren, am 17.06.1993, wurde daraufhin die "Entwicklungsmaßnahme Hauptstadt Berlin - Parlaments- und Regierungsviertel" ins Leben gerufen. Mit ihr sollten die Hauptstadtfunktionen in die gewachsene Stadt integriert und die politisch-soziale und städtebauliche Verbindung der beiden fast dreißig Jahre getrennten Stadthälften hergestellt werden. Die Entwicklungsmaßnahme hatte die finanzielle Ausstattung, um Konzepte zu entwickeln und sie schnell in die Tat umzusetzen, sie hatte verlässliche Partner und konnte so der Motor der Stadtentwicklung auch in einer für Berlin schwierigen Zeit sein. Damit wurde ein Fundament geschaffen für Berlin als die Stadt, die heute international anerkannt und positiv wahrgenommen wird.

Das Land Berlin und die Bundesrepublik Deutschland haben in der Mitte von Berlin sichtbar ein gestalterisch gelungenes und öffentlich anerkanntes Viertel geschaffen, der Bund durch seine Bauten, Berlin durch die Erstellung der Infrastruktur. Senatsbaudirektorin Regula Lüscher: "Das Regierungsviertel hat sich zu einem Besuchermagnet Berlins entwickelt, es ist ein Ort im Herzen Berlins geworden, der die Menschen anzieht. Gleichzeitig ist die Entwicklung des Regierungsviertels nicht abgeschlossen, sondern es lohnt und ist wichtig, auch bei jedem neuen Projekt wieder um die beste Lösung zu ringen."

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher hat heute gemeinsam mit dem Ministerialdirektor im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Günther Hoffmann und dem Projektleiter der DSK Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft, Andreas Kniewel, aus der jeweiligen Perspektive einen Blick auf die 20-jährige Entwicklung und die im Rahmen der Entwicklungsmaßnahme realisierten Projekte geworfen. Die Erwartung an die Integration von Parlament, Ministerien, Botschaften, Verbänden in die wiedervereinte, sich entwickelnde Stadt Berlin haben sich erfüllt. Diese Regierungsbauten sind selbstverständlicher Teil der Stadt geworden, allgemein zugänglich und für die Besucher und Besucherinnen eine Attraktion. Günther Hoffmann: "Gemeinsam ist es in den vergangenen 20 Jahren gelungen, an der Nahtstelle von Ost und West, mitten im Herzen von Berlin ein einheitliches Ganzes zu schaffen." Auch trotz gestiegenen Sicherheitsanforderungen hat sich Berlin zu einer weltoffenen und lebenswerten Hauptstadt entwickelt.

Zur Erreichung der hochgesteckten Ziele musste eine Vielzahl von Voraussetzungen geschaffen werden. Zahlreiche Verträge und Vereinbarungen bildeten die Grundlage dafür. Eine davon ist die am 17. Juni 1993 erlassene Verordnung über die förmliche Festlegung des städtebaulichen Entwicklungsbereiches "Hauptstadt Berlin - Parlaments- und Regierungsviertel". Sie hat sich als erfolgreiches Instrument erwiesen, da sie als schärfstes Schwert des Städtebaurechts eine weitgehende Steuerung bis in die Eigentumsrechte ermöglicht. Als Entwicklungsträger haben Bund und das Land Berlin die DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft eingesetzt, die die Gesamtmaßnahme in vertrauensvoller Zusammenarbeit seit 20 Jahren betreut und die einzelnen Projekte koordiniert.

Grundvoraussetzung für ein Gelingen dieser Aufgabe war jedoch die konstruktive und enge Zusammenarbeit von Bund und Land Berlin, die sich durch Sachverstand, Engagement, Tatkraft, aber auch kritischer Würdigung auszeichnet. Andreas Kniewel: "Über die gesamte Projektlaufzeit gab es eine extrem vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Bund und dem Land Berlin, für welche wir uns ganz herzlich bedanken wollen."

Im Rahmen der Entwicklungsmaßnahme wurden in den vergangenen 20 Jahren über 470 Einzelprojekte mit einem Gesamtvolumen von über 500 Mio. € umgesetzt. Hierunter fällt der Neubau bzw. die Instandsetzung von insgesamt 25 km Straßen, 14 Brücken mit einer Gesamtlänge von 771 m sowie die Errichtung von 23 ha Grün- und Freiflächen. Über 2 Mio. Tonnen Bodenaushub waren notwendig, um die Flächen für die Errichtung der Parlaments- und Verwaltungsbauten von Bund und Ländern herzurichten.

Das Ergebnis der intensiven Arbeit der letzten 20 Jahre ist in einem Buch gewürdigt, mit vielen Bildern, die die Situationen vor und nach der Entwicklung dokumentieren.

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