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Wettbewerbsentscheidung zur Gestaltung der Freiflächen in der Europacity/Heidestraße und am Nordhafen ist gefallen


20.04.11, Pressemitteilung
Am Donnerstag, den 14. April 2011 wurde der von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Mitte, der Vivico Real Estate GmbH Berlin und der Deutschen Bahn AG ausgelobte landschaftsplanerische Wettbewerb entschieden.

Das Preisgericht hat unter dem Vorsitz der Landschaftsarchitektin Prof. Cordula Loidl-Reisch das Planungsbüro relais Landschaftsarchitekten mit dem mit 22.000 € dotierten ersten Preis prämiert.

Mit dem zweiten Preis (14.000 €) wurde das Büro sinai ausgezeichnet, den dritten Preis (8.000 €) erhielt das Büro bbzl. Darüber hinaus wurden drei mit je 4.000 € dotierte Anerkennungen an folgende Büros vergeben: BERNARD und SATTLER, Atelier Loidl sowie TDB Landschaftsarchitektur. Alle sechs prämierten Büros sind in Berlin ansässig. Die 22 Planungsbüros, die am Wettbewerb teilgenommen haben, waren in einem vorangegangenen europaweiten Bewerbungsverfahren ausgewählt worden.

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher zeigte sich sehr zufrieden mit dem Konzept des Planungsbüros relais: „Dem Entwurf gelingt es sehr gut, an den verschiedenen Orten einen Bezug zum Wasser herzustellen. Beispielsweise am Stadthafen. Dort wird mit sanften Neigungen und niedrigen Geländesprüngen eine vielseitig aneigenbare Stadtlandschaft geschaffen, die sich dem Wasser zuwendet und die ohne Treppen, Geländer und Brücken auskommt. Ein Holzdeck im Hafenbecken ermöglicht dem Flaneur eine ummittelbare Erlebbarkeit des Wassers.“

Finanziert werden die Umgestaltungen überwiegend aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur. Die Realisierung wird in Abschnitten stattfinden, erste Baumaßnahmen sollen bereits im kommenden Jahr erfolgen.

Nördlich des Hauptbahnhofs entsteht auf den derzeit noch überwiegend brachliegenden Flächen an der Heidestraße künftig die Europacity mit einer lebendigen Mischung aus Wohnen, Büros, Einzelhandel, Gewerbe und Freizeitangeboten. Aufgabe des Wettbewerbs war es, Gestaltungsvorschläge für wesentliche Teile der öffentlichen Freiflächen zu entwickeln, die das Grundgerüst des neuen Quartiers bilden werden.

Die Lage am Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal soll als besondere Qualität des Standorts genutzt werden. Die Schaffung einer attraktiven Fuß- und Radwegeverbindung als Uferpromenade vom Hamburger Bahnhof bis zum Nordhafen mit Brückenverbindungen zum östlich gelegenen Stadtquartier an der Chausseestraße war deshalb von besonderer Bedeutung. Auch galt es, am neuen Stadthafen, der einmal das Zentrum der Europacity bilden soll, einen Platz zu gestalten, der sich durch eine hohe Gestalt- und Aufenthaltsqualität auszeichnet. Gegenstand des Wettbewerbs waren auch die Freiflächen rund um den Nordhafen, die bereits Grünfläche sind, jedoch einer Qualifizierung bedürfen.

Der Entwurf der Wettbewerbssieger überzeugte das Preisgericht besonders durch die klare, ruhige und einfache Gestaltung aller Teilbereiche, wodurch eine sehr großzügige Wirkung erzielt wird. Die Promenade erhält einen wasserdurchlässigen Belag, in den verschiedene 1,5 m breite Bänder aus großen Platten eingelegt sind. Besondere Orte wie der Stadthafen erhalten einen großflächigen Plattenbelag. Vegetationselemente werden örtlich differenziert eingesetzt: Bestandsbäume und Solitärgehölze in der Promenade, schattenspendende Formgehölze am Stadthafen und Baumgruppen und –reihen im Bereich der Wohnquartiere. Die Freiflächen um den Nordhafen werden in ihrem Bestand aufgewertet, Stege und eine neue große Ufertreppe verbessern hier die Zugänglichkeit zum Wasser.

Die Wettbewerbsarbeiten werden vom 13. bis 29. Mai öffentlich ausgestellt. Die Ausstellung findet in der „Halle am Wasser“, Invalidenstraße 50/51 in 10557 Berlin statt und ist täglich von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Am 12. Mai, 18 Uhr wird am selben Ort das Ergebnis des freiraumplanerischen Wettbewerbs in der 6. Standortkonferenz Europacity/Heidestraße der Öffentlichkeit vorgestellt.

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