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Urban Intervention Award Berlin 2010: Internationale Jury wählte Nominierte und Preisträger aus


24.11.10, Pressemitteilung
Dem Aufruf im Sommer 2010, sich am ersten Urban Intervention Award Berlin zu beteiligen, sind junge innovative Büros aus ganz Europa gefolgt. Über 60 Beiträge aus ganz Europa wurden eingereicht. Die Arbeiten reichen von kleinen, wirkungsvollen Eingriffen in das soziale Gefüge der Stadt bis zu Bauten, die mit ihrer Nutzungsidee und Gestalt ihrem Umfeld einen neuen positiven Impuls geben

Die Resonanz zeigt, dass der europaweit ausgelobte Preis, der die etablierte und bewährte "Preistradition" Berlins und Deutschlands bewusst ergänzen soll, eine Lücke schließt.

Beim Urban Intervention Award Berlin geht es um die Entwicklung neuer, kreativer urbaner Orte von hoher architektonischer Qualität mit Vorbildcharakter, die durch ein innovatives und interdisziplinäres Zusammenwirken von Kooperationspartnern unterschiedlicher Bereiche und Disziplinen wie Kultur, Architektur, Initiativgruppen, Wirtschaft usw. entstanden sind, und die wie Kristallisationspunkte in die Stadt hineinwirken und Lebensräume nachhaltig verändern. Die Auswahlkriterien sind demnach die städtebauliche und räumliche Herangehensweise, der soziokulturelle und gesellschaftliche Kontext, die Gestaltungsaspekte, das Nutzungskonzept und die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern.

Der Urban Intervention Award Berlin würdigt Arbeiten, die im europäischen Raum innerhalb der letzten fünf Jahre entstanden sind. Dabei gibt es zwei Preiskategorien: gebaute und fest installierte Projekte (Built) und zeitlich begrenzte Projekte im städtischen Raum (Temporary). Die eingereichten Beiträge kommen aus 13 Ländern: Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kroatien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Spanien, Türkei. In jeder der o. g. Kategorien wurden 13 Beiträge von einer Vorjury ausgewählt. Aus diesen Beiträgen benannte die Jury in jeder Kategorie vier Nominierte und einen Preisträger.

Der Jury gehörten an: Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin von Berlin, Prof. Bart Lootsma, Professor für Architekturgeschichte und -theorie an der Universität Innsbruck, Enrique Sobejano, Madrid, Architekt, Professor an der UdK Berlin, und Hortensia Völkers, Vorstand und Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, Kuratorin.


Die Nominierten und Preisträger


Nachfolgend die Nominierten und Preisträger 2010 mit der Begründung der Jury.

Nominierte Kategorie Built:

  • A8ernA, Zaanstad, Koog aan de Zaan, Zaanstad/Niederlande, 2006
    Architekten: NL-Architects und Carve (design skatepark), Amsterdam
    Auftraggeber: Kommune Zaanstad

    Das Projekt ist ein überzeugendes Beispiel dafür, wie mit hochgelegten Schnellstraßen innerhalb von Städten konzeptionell wie gestalterisch unter Beteiligung der Bevölkerung umgegangen werden kann. Es ist den Architekten gelungen, durch unterschiedliche Nutzungen die beiden durch eine Autobahn getrennten Teile der Stadt zusammenzufügen und den Ort damit neu zu beleben.
  • Besiktas Fishmarket, Besiktas, Istanbul/Türkei, 2009
    Architekten: GAD & Gokhan Avcioglu, Istanbul
    Auftraggeber: Gemeinde Besiktas

    Die Transformation einer alten Markthalle in eine poetische Architektur von großer Ausstrahlungskraft auf ihr Umfeld, ohne dabei die Nutzung zu verändern, ist die besondere Leistung diese Projekts, das die Grenze zwischen öffentlichem und privatem Raum aufhebt. Hervorgehoben wurde die hohe Gestaltungsqualität und die sensible Einbettung in das städtische Umfeld.
  • Lesezeichen Salbke, Magdeburg/Deutschland, 2009
    Architekten: KARO mit Architektur + Netzwerk, Leipzig
    Auftraggeber: Stadt Magdeburg, gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

    Die Open Air-Bibliothek ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie aus einem temporären Projekt durch die Akzeptanz der Bevölkerung und schließlich mit Unterstützung der öffentlichen Hand eine ständige Einrichtung wird. Aus wieder verwendeten Bauelementen gestaltet und mit gebrauchten Büchern bestückt, ist das Lesezeichen Salbke ein innovatives Beispiel für das Recycling von Baumaterialien wie Büchern.
  • Zamet Centre, Rijeka/Kroatien, 2009
    Architekten: 3LHD architects, Zagreb
    Auftraggeber: Rijeka Sport d.o.o.

    Der aus der Topographie des Ortes heraus entwickelte Entwurf des Zamet Centre, der die zwei unterschiedliche Teile der Stadt miteinander verbindet, überzeugt durch seine hohe gestalterische und räumliche Qualität und die Vielfältigkeit der Nutzungen für alle Bevölkerungsgruppen – angefangen bei einer Sportstätte und einer Mehrzweckhalle
    bis hin zu einer Bücherei, Läden und einem öffentlichen Platz.

1. Preis Kategorie Built:

  • Library and Reading Park Torre Pacheco, Torre Pacheco (Murcia)/Spanien, 2007
    Architekten: Martin Lejarraga, Cartagena
    Auftraggeber: EXCMO, Commune Torre Pacheco

    Das als Auftakt eines Stadtentwicklungsprozesses entwickelte Projekt ist eine gelungene Verschmelzung von Architektur und Landschaft und stellt für das zersiedelte Gebiet den neuen integrativen Mittelpunkt mit Landmark-Charakter dar. Die Anlage, zu der neben der Bibliothek und dem Park zahlreiche Sportanlagen und eine Schule gehören, überzeugt durch die Einheit von sozialen, kulturellen und gestalterischen Elementen.

Nominierte Kategorie Temporary:

  • Eichbaumoper, Mülheim – Deutschland, 2009
    Architekten: raumlaborberlin (Jan Liesegang, Matthias Rick)
    Auftraggeber: Initiative von raumlaborberlin

    Partner: Schauspiel Essen, Ringlokschuppen Mülheim, Musiktheater im Revier Gelsenkirchen
    Mit beeindruckend einfachen, aber überzeugenden Mitteln wird in eine U-Bahnstation eine temporäre Opernnutzung eingefügt. Das auf Eigeninitiative der Architekten entwickelte innovative, integrative und kulturübergreifende Projekt ist eine über-zeugende Vernetzung von unterschiedlichen Institutionen, Städten, Anwohnern und Künstlern zur performativen Bespielung eines unwirtlichen Ortes in einem Ballungsgebiet, ohne dabei die eigentliche Nutzung einzuschränken.
  • Jellyfish Theatre, London – Großbritannien, 2010
    Architekten: Köbberling/Kaltwasser, Berlin
    Auftraggeber: The Red Room Theatre and Film Company

    Initiiert von der The Red Room Theatre and Film Company haben die Architekten unter Mithilfe der Anwohner aus Restmaterialien vom Bau ein temporäres Theater errichtet – einen Spielort, der durch die Einheit von Gestaltung und Inhalt überzeugt, weil sich die eigens dafür geschriebenen Stücke mit den Thema Nachhaltigkeit und neuen Formen des Überlebens auseinandersetzen.
  • Pop Up – Public Construction Site, Stuttgart/Deutschland, 2008
    Architekten: Umschichten, Stuttgart
    Auftraggeber: Initiative der Architekten mit dem Kunstverein Wagenhalle e.V. und der Landesstiftung Baden-Württemberg

    Das in Eigeninitiative der Architekten entstandene konzeptionell und gestalterisch kluge Projekt ist eine weiträumige, benutzbare, sich ständig im Prozess befindliche und durch die unterschiedlichen Aktivitäten sich verändernde Stadt-Skulptur im öffentlichen Raum. Sie wurde die in Zusammenarbeit mit den Anwohnern aus Baumaterial hergestellt, in Kooperation mit Kulturinstituten bespielt und von der Öffentlichkeit intensiv angenommen.
  • Prosthesis Institutiona, Castellon/Spanien, 2005
    Architekten: Santiago Cirugeda, Sevilla
    Auftraggeber: Espai d‘Art Contemporani de Castelló, EACC

    Dieses Projekt – ein temporärer Raum für Kunst, an ein bestehendes Museum angefügt, belebt nicht nur den angrenzenden öffentlichen Raum, es öffnet sich wie ein neuer Eingang zum Publikum und lädt so zum Besuch des Museums ein. Neben diesem kommunikativen Aspekt hat das temporäre Gebäude, aus unverkleideten Bauelementen hergestellt, auch ein hohe ästhetische Wirkung.

1. Preis Kategorie Temporary:

  • Die Stadtküche, Berlin-Neukölln/Deutschland, 2009
    Architekten: Daniel Unterberg und Isabell Weiland
    Auftraggeber: Initiative der Architekten

    Dieses Projekt ist ein überzeugendes, innovatives Beispiel für die kleinstmögliche Intervention im öffentlichen Raum im Verhältnis von Aufwand und Wirkung, das die Architekten auf Eigeninitiative entworfen, realisiert und auch betrieben haben.
    Große Anerkennung fand der integrative Beitrag, den das Projekt zum Alltagsleben der Bewohner des Quartiers leistet, sowie die hohe Ästhetik, Poetik und Konzeptionalität des Objekts selbst.


Urban Intervention Award Berlin 2010: Ausstellung


Preisverleihung und Ausstellungseröffnung

25. November 2010 um 18.00 Uhr
Flughafengebäude Tempelhof / Alte Zollgarage
Platz der Luftbrücke, 12101 Berlin

Ausstellung
26. November 2010 bis 10. Januar 2011
geöffnet Montag bis Sonntag 12.00 bis 17.00 Uhr

Weitere Informationen unter



Gesamtmanagement Urban Intervention Award Berlin
Dr. h.c. Kristin Feireiss, Berlin

Kommunikation Urban Intervention Award Berlin
sally below cultural affairs
fon 030 6953708-0
fax 030 6953708-20
E-Mail: mail@sally-below-ca.de


Weitere Informationen:


Weiterführende Dokumente:


Pressematerial


1. Preis Kategorie Temporary: Die Stadtküche, Berlin-Neukölln/Deutschland, 2009; Verwendung der Fotos nur unter Nennung folgender Rechte. Fotos 1/2: Rolf Eusterschulte; Fotos 3/4/5: Nicole Erbe
Nominierter in der Kategorie Built: Lesezeichen Salbke, Magdeburg/Deutschland, 2009; Verwendung der Grafiken nur unter Nennung folgender Rechte. Fotos: Thomas Völkel

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