Über uns  







Initiative Verhalten im Brandfall
Verhalten im Brandfall

 

Presse und Aktuelles

Konzept für die Nachnutzung des ehemaligen Hamburger und Lehrter Güterbahn­hofs – Präsentation des Masterplans


12.11.08, Pressemitteilung
Im Rahmen einer Standortkonferenz präsentierten gestern am 11. November 2008, die Senatsbaudirektorin, Regula Lüscher, Prof. Markus Neppl (ASTOC) sowie Ver­treter der DB AG, der VIVICO und des Bezirks den Masterplan Heidestraße. Die Bü­rogemeinschaft ASTOC /Studio Urban Catalyst hatte nach einem städtebaulichen Wettbewerb seit April 2008 den Masterplan erarbeitet, der gestern erstmals öffentlich vorgestellt wurde.

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher: „Die Erarbeitung eines Masterplans ist in dieser Form etwas Neues für Berlin. Wir sehen hier wie gut die Kooperation zwischen Projektentwicklern, Archi­tekten, Planern und der Administration funktionieren kann. Das Instrument eines strategischen Masterplans wird hier erstmals für ein riesiges innerstädtischen Quar­tier erprobt. Der Masterplan hat nicht - wie z.B. ein Bebauungsplan - Rechtskraft, er bildet aber die Grundlage für alle zukünftigen Abwägungsprozesse im Rahmen der Bauleitplanung. Das heißt, alle zuständigen Stellen des Landes Berlin werden sich bei der Erstellung der Bebauungspläne an diesem Masterplan orientieren.“

Der Masterplan Heidestraße formuliert das städtebauliche Entwicklungskonzept für die Wiedernutzbarmachung des ca. 40 Hektar großen, ehemaligen Güterbahnhofs beider­seits der Heidestraße, zu einem eigenständigem Quartier nördlich des Berliner Hauptbahnhof. Der Masterplan drückt die wesentlichen stadtentwicklungsplaneri­schen und städtebaulichen Ziele Berlins für die auf einen längerfristigen Zeitraum angelegte Entwicklung des Heidestraßenquartiers aus. Es handelt sich dabei um ein flexibles, fortschreibungsfähiges Konzept, das im weiteren Planungs- und Entwick­lungsprozess verfeinert und konkretisiert wird. Wesentliche Funktion des Masterplans ist es, Rahmenbedingungen für die ökonomische, soziale, kulturelle und stadtökolo­gische Entwicklung der Heidestraße in diesem zentralen innerstädtischen Raum zu schaffen.

Für die Quartiersentwicklung Heidestraße soll Nachhaltigkeit in seiner umfassenden Definition über alle Planungsebenen und in den einzelnen Entwicklungsprozessen betrachtet werden. Bereits in der städtebaulichen Planung sollen die wesentlichen Grundlagen und Anforderungen für eine nachhaltige Quartiersentwicklung definiert werden.

Das Quartier entlang der Heidestraße soll von einer städtisch-gemischten Nutzungs­struktur geprägt sein, mit der die Wohnfunktionen in zentraler Innenstadtlage mit ca. 2.000 Wohnungen gestärkt, ein breites Angebot für Firmen, Unternehmen und neue Arbeitsplätze sowie Angebote im Freizeit- und Kulturbereich geschaffen werden. Die Heidestraße selbst kann zu einer wohngebietsbezogenen Geschäftsstraße qualifi­ziert werden. Zur besseren Vernetzung mit den angrenzenden Quartieren und zur Minimierung der Barrierewirkung, sind Brückenbauten über den Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal und die Bahntrasse geplant.


Das Gebiet gliedert sich in sechs Quartiere:
  • „BERLIN CENTRAL STATION“, ein Stadtquartier mit kerngebietstypischen Nut­zungen am Übergang zwischen dem Hauptbahnhof und dem Kunst-Campus, am neuen Europaplatz.
  • „KUNST-CAMPUS“, der Kunst-Campus offeriert eine einzigartige Berliner Mi­schung aus Hamburger Bahnhof, Galerien, Gastronomien und spezielle Wohn- und Dienstleistungsangebote.
  • „HAMBURGER HÖFE“, eine gemischte Baufläche aus Büro- und Dienstleistungs­nutzungen mit einem Wohnanteil zwischen 20% und 50%, er­schlossen über die Heidestraße.
  • „QUARTIER AM STADTHAFEN“, ein urbanes und vielfältiges Wohnquartier im Zentrum des neuen Quartiers an der Heidestraße gelegen, besteht zu 70% bis 80% aus Wohnnutzungen. Den Mittelpunkt des Quartiers bildet der neue Stadt­hafen. Nach Süden grenzt der Döberitzer Grünzug und nach Norden der weit­räumige Nordhafen an das Quartier. Mit dem Nordhafenspeicher wird ein erhal­tenswertes Gebäude in die Quartiersstruktur integriert.
  • „HEIDESTRASSE WEST“, eine gemischte Baufläche mit bis zu 20 % bis 50 % Wohnnutzung und mit Einzelhandels- und Gastronomienutzung im öffentlichen Raum.
  • „NORDHAFEN“, ein Stadtquartier mit Anbindung an S-Bahnhof Perleberger Brücke und einer städtebaulichen Ausrichtung zum Nordhafen.
Bis zum Ende des ersten Quartals 2009 ist der Beschluss des Masterplans durch den Senat und die Kenntnisnahme durch das Abgeordnetenhaus geplant. Im Vordergrund der Senatsvorlage steht der Beschluss des Masterplans und der damit ver­bundenen Zielsetzungen / Leitlinien gemäß § 1 Abs. 6 Nr.11 BauGB als "sonstige städtebauliche Planung". Damit erfolgt eine Selbstbindung des Landes, das diese Planung bei der Aufstellung von Bauleitplänen zu beachten ist.

Weitere Informationen:



Pressearchiv



Pressestelle

Presse­sprecherin
Katrin Dietl
Tel.: 030 90139-4040
Fax: 030 90139-4041
E-Mail: pressestelle@
sensw.berlin.de




Pressearchiv

Pressemitteilungen, die vor dem 08.12.2016 veröffentlicht wurden, liegen im Verant­wortungs­bereich der ehemaligen Senats­verwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt bzw. ihrer Vorgängerbehörden.



Kontakt