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Zukunft - Tempelhofer Feld


05.03.08, Pressemitteilung
Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte heute die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, die zukünftigen Entwicklungen für das Tempelhofer Feld vor.

Ab 1. November 2008, nach Beendigung des Flugbetriebs, steht das innerstädtische Areal für neue Nutzungen zur Verfügung. Um das Gebäude und die Freiflächen für die Berlinerinnen und Berliner öffnen zu können, hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Juni 2007 die "Aufhebung der luftverkehrrechtlichen Zweckbestimmung der planfestgestellten Anlagen und Flächen des Flughafens Berlin-Tempelhof" ausgesprochen. Der ehemalige Zentralflughafen ist damit ab 1.11.2008 planungsrechtlich kein Flughafen mehr.

Berlin erhält dadurch eine 386 ha große Freifläche und eines der größten Gebäude der Welt in zentraler Lage für die öffentliche Nutzung zurück.

Senatorin Junge-Reyer: "Dieses große Areal nachhaltig nach ökologischen Kriterien und hin zu einer gesunden, zukunftsfähigen und lebendigen Stadt zu entwickeln, ist eine Herausforderung. Auf dem Tempelhofer Feld werden in Zukunft tausende neue Wohnungen und Arbeitsplätze entstehen. Die Entwicklung eines Areals dieser Dimension, mitten im Zentrum der Hauptstadt einer der größten Industrienationen der Welt, eröffnet außerordentliche Chancen. Mit einem so großen Gebiet von internationaler Ausstrahlung bleibt Berlin konkurrenzfähig im Standortvergleich mit anderen Metropolen. Wir wissen, dass durch die erfolgreiche Entwicklung von Flächen oder Objekten dieser Größe, Impulse für ganze Städte ausgehen, wie München Riem, die Dubliner Docklands oder Aspern in Wien zeigen, deshalb stellen wir das Tempelhofer Feld auch auf der Internationalen Immobilienmesse MIPIM nächste Woche in Cannes vor.

In Berlin sind wir heute in einem frühen, aber inzwischen bereits sehr konkreten Stadium der Entwicklung, wir wissen, was auf dem Tempelhofer Feld entstehen soll: Es wird insgesamt fünf, durch ihre jeweilige Nutzung definierte Teilräume geben: Das Gebäude, das Tempelhof Forum THF wird zu einer Adresse für die Kultur-, Medien- und Kreativwirtschaft entwickelt. Am Tempelhofer Damm in Richtung Autobahn wird das Stadtquartier Tempelhof zu einer Adresse für Zukunftstechnologien werden. Das Columbia-Quartier am Columbiadamm wird sich zu einer Adresse für innovatives Wohnen entwickeln. Im Stadtquartier Neukölln wird die Adresse für das städtische Wohnen am Park entstehen. Geprägt werden diese neuen Stadtteile durch die unmittelbare Lage an der Parklandschaft Tempelhof, dem neuen Grünraum des Berliner Südens."



Tempelhof Forum THF

Eines der berühmtesten Gebäude der Welt mit knapp 300.000 qm BGF bekommt eine neue Zukunft, das Tempelhof Forum THF wird die neue Berliner Adresse für Kultur-, Medien- und Kreativwirtschaft mit internationaler Ausstrahlung. Das Gebäude wird mit Einstellung des Flugbetriebes zukünftig besser genutzt werden, da die strengen Sicherheitsanforderungen nicht mehr notwendig sind. Deshalb sind ab Ende des Jahres temporäre Nutzungen auch spektakulärer Art möglich. So besteht z.B. bereits Interesse eine internationale Kunstausstellung oder Filmproduktionen im Gebäude durchzuführen. Diese temporären Nutzungen, eine aktive Vermietungs- und Entwicklungsstrategie sowie die langfristig angelegten Pläne einen "Themenpark Luftfahrt" im Gebäude und auf dem Areal einzurichten, stärken wesentlich das neue Image des Tempelhof Forum THF als Adresse für die Kultur-, Medien- und Kreativwirtschaft.

Parallel zu diesen Nutzungen wird am Ende des Jahres mit der weltweiten Vermarktung des Gebäudes begonnen. In einer ersten Stufe, "call for ideas", wird von Mai bis Juli 2008 über Internet weltweit dazu aufgerufen weitere tragfähige Ideen für die Nutzung des Gebäudes zu benennen. Die Auswertung dieser neuen Ideen wird Ende 2008 abgeschlossen sein. Nach Klärung der Eigentumsverhältnisse zwischen dem Land und dem Bund kann voraussichtlich im 1. Quartal 2009 ein weltweites Interessenbekundungsverfahren eingeleitet werden. Während der Dauer dieser Verfahren wird das Gebäude selbstverständlich weiter genutzt. Im Tempelhof Forum THF können bis zu 5.000 Arbeitsplätze entstehen.

Stadtquartier Tempelhof

Im Stadtquartier Tempelhof, der Adresse für Zukunftstechnologien, werden sich in idealer innerstädtischer Lage Unternehmen, die Produkte des Klimaschutzes, der Umwelt- und Solartechnik oder der nachhaltigen Gebäudetechnologie herstellen, niederlassen. Hier soll ein europäisches Umwelttechnologiezentrum entstehen. Daneben gibt es Büroräume für Dienstleister und zur Parklandschaft hin einen Wohnanteil, in dem bis zu 4.600 Personen in 2.300 Wohnungen leben können. Am S-Bahnring könnte eine neue S-Bahnstation "Tempelhofer Feld" den Technologiestandort noch besser erschließen. Auf insg. 28 ha können dort ca. 4.500 neue Arbeitsplätze entstehen. Bereits im April 2009 beginnt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit einem Ideenwettbewerb für die städtebauliche Struktur, der im September 2009 abgeschlossen sein wird.

Columbia-Quartier und Stadtquartier Neukölln

Ein Schwerpunkt des "Zukunftstandortes Tempelhof" bildet der Bau zweier neuer Stadtquartiere, dem Columbia-Quartier und dem Stadtquartier Neukölln. Im Columbia-Quartier werden auf ca. 10,6 ha Nettobauland über 1.500 Wohneinheiten entstehen, ungefähr 3.000 Menschen werden hier leben. Verwirklicht werden hier innovative Wohnformen wie Baugruppen, neue Genossenschaftsmodelle oder Mehrgenerationenhäuser. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung will dafür Sorge tragen, dass die Vergabe dieser Grundstücke anhand von Qualitätskriterien erfolgen wird, analog zu dem vor zwei Monaten vom Senat beschlossenen Verfahren für die Vergabe landeseigner Grundstücke an Baugruppen.

Senatorin Junge-Reyer: "Die Lage bietet sich für Baugruppen geradezu an. Im Columbia-Quartier werden Familien, Alte und Junge, mitten in der Stadt und doch im Grünen wohnen. Die kreativen Milieus, die bereits heute den Bergmannkiez prägen und zukünftig z.B. im Tempelhof Forum THF arbeiten werden, können hier in einer innovativen Architektur eigene Lebensentwürfe verwirklichen. Da wir überzeugt sind, dass sich herausragende Architektur, nach energieeffizienten und ökologischen Kriterien, mit neuen Formen des Zusammenlebens an diesem Ort überzeugend verbinden können, werden wir das Columbia-Quartier im Rahmen einer IBA 2017 entwickeln."

Ein städtebaulicher Ideenwettbewerb wird vom April bis September 2008 durchgeführt, mit einer Vermarktung der Grundstücke kann ab Ende 2009 gerechnet werden.
Das Stadtquartier Neukölln wird ein gemischtes Stadtquartier. Im Geschosswohnungsbau können in 1.200 Wohnungen ca. 2.400 Menschen leben. Die sonnige Westlage, ausgerichtet zur Parklandschaft und eine hervorragende verkehrliche Anbindung werden das neue Quartier prägen. Es kann deshalb schon heute davon ausgegangen werden, dass dieses neue Wohnquartier neue Impulse in den Kiez rund um die Schillerpromenade bringen wird. Mit einer Realisierung erster Baumaßnahmen könnte 2012 begonnen werden.

Parklandschaft

In einzigartiger Art und Weise werden alle neuen Quartiere und das Tempelhof Forum THF geprägt durch die herausragende Lage an der Parklandschaft. Trotz Bebauung an den Rändern bleibt die Freifläche des Tempelhofer Feldes im Wesentlichen erhalten. Es entsteht eine Parklandschaft von ca. 220 ha Größe, selbstverständlich weiterhin mit der stadtklimatischen Funktion des Kaltluftentstehungsgebietes, des "Kühlschranks" (Abkühlung während der Nacht, Frischluftschneise).

Senatorin Junge-Reyer:
"Die Parklandschaft Tempelhof ist nicht einfach nur ein Park, sie ist die Verbindung von erlebter Landschaft und Weite mit der Funktion eines Parks. Wir werden mitten in der Stadt eine sich selbst erneuernde grüne Oase haben, die die Natur immer wieder verändern wird, die nur wenig durch Menschenhand gestaltet werden muss. In entspannter Atmosphäre können Grün und Landschaft genossen werden. Selbstverständlich bleibt daneben noch Platz und Raum für Fußball, Beachvolleyball, Skating, Baseball oder Tennis. Um unser Konzept einer neuen städtischen Parklandschaft zu konkretisieren, wird im Sommer 2008 ein landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb durchgeführt."

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