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Presse und Aktuelles

Einweihung des Spreebalkons Brommystraße


14.09.07, Pressemitteilung
Im Beisein des Bezirks­bürgermeisters von Friedrichshain-Kreuzberg, Dr. Franz Schulz, wird am heutigen Freitag um 12.30 Uhr der 'Spreebalkon' Brommystraße der Öffentlichkeit übergeben.

Nach einem Entwurf des Planungs- und Architekturbüros Herwarth + Holz entstand über der Spree schwebend auf dem Widerlager der früheren Brommybrücke ein 100 qm großer Balkon, von dem sich ein weiter Blick in den Spreeraum, auf den verbliebenen Brückenpfeiler der historischen Brücke sowie auf das Friedrichshainer Spreeufer eröffnet.

Die Brommystraße war teilungsbedingt über Jahrzehnte eine abgeschottete Sackgasse. Mit dem Spreebalkon wird die Straße der Öffentlichkeit zurückgegeben.
Der im Rahmen des Programms Stadtumbau West für das Quartier Kreuzberg-Spreeufer gebaute Spreebalkon wird bei einer Realisierung der Brommybrücke abgebaut und an anderer Stelle im Stadtumbaugebiet Gebiet als 'Botschafter' weiterer Entwicklungsschritte wieder­errichtet.
Zur Einweihung lädt das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg alle Bewohnerinnen und Bewohner herzlich ein.

Der Spreebalkon ist der markante 'Vorbote' der umfassenden Aufwertung eines der spannendsten Entwicklungsräume der Stadt. Er wirbt für die Erschließung und Urbanisierung des Kreuzberger Spreeufers und entfaltet damit auch eine deutliche Signal­wirkung für private Investitionen. Die Aussicht vom Spreebalkon zeigt, welche Attraktivität die wasser­seitigen Grundstücke besitzen: im Westen öffnet sich der Blick auf die historische Mitte und die prägnanten Gebäude des IBIS-Hotels und des EnergieForums, im Osten zeigt sich die mar­kante Turmsilhouette der Oberbaumbrücke und der Treptowers. Vom Spreebalkon lassen sich auch die Baufortschritte der O2-Arena auf der gegenüberliegenden Uferseite bestens beobachten.

Dr. Franz Schulz: „Über den Spreebalkon öffnet sich das Kreuzberger Spreeufer erstmals für Bewohnerinnen und Bewohner der angrenzenden Quartiere. Weitere Maßnahmen werden folgen: grüne Wege aus dem Kiez an die Spree und eine Uferpromenade, die über 1,7 km von der Schillingbrücke bis zur Lohmühleninsel führen wird. Mit der Uferpromenade wird die Wasserlage des Stadtteils für Alle erlebbar und die Spree als Freizeit- und Erholungsraum zurückgewonnen. Gleichzeitig wird über den symbolischen Brückenschlag auf die vorgesehene neue Brückenverbindung nach Friedrichs­hain vorbereitet.“

Weiterführende Informationen zum Stadtumbau West, Quartier Kreuzberg - Spreeufer sowie zu weiteren Stadtumbaugebieten: www.stadtumbau-berlin.de.

Hintergrundinformationen

Konzeptdetails zum Spreebalkon:


Gestaltung

Die Gestaltung des Spreebalkons erfolgte vor dem Hintergrund seiner transitorischen Bedeu­tung, konstruktiv sowie in der Materialverwendung minimalisiert. Ziel war, einen atmosphärisch besonderen Ort am und über dem Wasser zu schaffen.

Konstruktion

Die Primärkonstruktion des Balkons besteht aus einem Stahlrahmen und zur Wasserseite auskragenden Stahlträgern. Der Stahlrahmen wurde auf dem vorhandene Widerlager der ehemaligen Brommybrücke gegründet. Die Stahlträger liegen auf dem Rahmen sowie einem landseitigen Fundament am Ende der Brommystraße auf.

Bodenbelag
Als Bodenbeläge wurden Holzbohlen sowie engmaschige Gitterroste verwendet. Zur Steigerung der Erlebbarkeit des Wassers wurde an der Wasserkante ein Belagwechsel von Holz (über Land) zu Gitterrosten (über Wasser) vorgenommen. Die Entwässerung erfolgt über die Ma­schen der Gitterroste und offene Fugen zwischen den Holzbohlen.

Brüstung

Die homogenen, im Bereich der Tragkonstruktion eingespannten Brüstungen bestehen eben­falls aus Gitterrosten in exakter maßlicher Abstimmung auf die Gesamtkonstruktion. Die Wasserkante und der Materialwechsel im Boden spiegeln sich in der Dichte der Gitterroste wieder. Die offene und robuste Struktur der Umwehrung wurde auch als Schutz vor Vanda­lismus und Graffiti gewählt.

Beleuchtung
Die Unterseite des Balkons und die Böschung werden über Strahler am Rahmenfuß auf Wider­lagerhöhe angestrahlt (effektvolle Nachtansicht: 'schwebender Balkon'). Lichtstrahler auf den Mauervorlagen und innerhalb der Stirnseiten der Mauer bilden darüber hinaus atmosphärische Lichtkegel auf dem Balkonbelag (Herstellung der Verkehrssicherheit).

Massnahmen im Strassenraum und auf der Böschung

Zur Errichtung des Spreebalkons war der Abriss von 4 Segmenten der vorhandenen Mauer am Ende der Brommystraße erforderlich. Aus statischen Gründen wurde die teilweise perforierte Mauer ausgebessert.
Zur Verhinderung der Befahrung des Spreebalkons wurden am Ende der Brommystraße Pfos­ten gesetzt. Fehlendes Großsteinpflaster im Straßenraum wurde vervollständigt.
Die Spontanvegetation der Böschung wurde zugunsten einer Kies- bzw. Schotterschicht ent­fernt. Die vorhandenen Bäume wurden erhalten.

Weitere Informationen:



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Presse­sprecherin
Katrin Dietl
Tel.: 030 90139-4040
Fax: 030 90139-4041
E-Mail: pressestelle@
sensw.berlin.de




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