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Eröffnung Promenade Schiffbauerdamm


29.09.05, Pressemitteilung
Die Senatorin für Stadtentwicklung Ingeborg Junge-Reyer und Bundestagspräsident Wolfgang Thierse eröffneten heute um 11.00 Uhr die Promenade Schiffbauerdamm. Damit wird ein weiteres Teilstück der spreebegleitenden Uferpromenaden im Parlaments- und Regierungsviertel der Öffentlichkeit übergeben und zugleich das Umfeld des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses fertiggestellt.

Luftbild auf den Schiffbauerdamm

Junge-Reyer: “In Berlin sitzen Parlament und Bundesregierung mitten im Leben, mitten in der Stadt. Morgens, mittags oder um Mitternacht treffen Politiker in Restaurants und Kneipen, auf Straßen und Plätzen mit Berlinerinnen und Berlinern, in- und ausländischen Gästen zusammen. Berlin bietet seinen Politikern und Politikerinnen eben nicht das sterile abgeschottete Raumschiff sondern die offene, lebendige Stadt. Die Promenade Schiffbauerdamm wird ein weiterer Ort mitten im Regierungsviertel sein, der von Besuchern, ganz „normalen“ Berlinern und Menschen aus dem Politikbetrieb gemeinsam genutzt wird. Der Stadt Berlin wird damit noch ein zusätzliches Teilstück des Spreeufers zurückgegeben - zum Promenieren, Spazieren, Fahrrad fahren, Herumtollen, Sehen und Gesehen werden.“

Die Promenade verläuft von der Marschallbrücke bis zur Kronprinzenbrücke in einer Länge von 430 Metern und quert den Spreeplatz und das „Band des Bundes“ vor dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Im Bereich an der Marschallbrücke wird das Thema der das „Band des Bundes“ begleitenden Alleen variiert. Da der Raum zwischen Spree und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus schmaler als die normalen Alleen im Spreebogen mit vier Baumreihen ist, steht hier eine Allee mit zwei Baumreihen. Bänke laden zum Sitzen ein und lassen einen Blick weit über die Spree hinweg zum Reichstagsgebäude hin zu.

Über eine breite Rampe führt die Promenade vom hochgelegenen Straßenniveau hinab zur Spree, wo der Weg den Spreeplatz erreicht und weiter in Richtung Norden bis zur Kronprinzenbrücke verläuft. Die Rampe ergänzend, ist eine große Treppe hinunter zur Spree angeordnet, über die eine gepflasterte Fläche direkt am Wasser erreicht werden kann. Sitzstufen und weitere Bänke laden auch hier zum Verweilen ein.

Die Gestaltung der Promenade orientiert sich an den alten gepflasterten Uferstraßen aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, die als Ladestraßen für die Flussschifffahrt benutzt wurden. Ein Band aus flachen Pflasterplatten ermöglicht zudem ein komfortables Flanieren oder Radfahren. Damit ist der Weg auch für Rollstuhlfahrer geeignet.

Die Baukosten beliefen sich auf insgesamt 1,685 Mio. €. Der Bau der Promenade Schiffbauerdamm wurde durch die Entwicklungsmaßnahme „Hauptstadt Berlin - Parlaments- und Regierungsviertel“ finanziert, die zu zwei Dritteln der Bund und zu einem Drittel das Land Berlin trägt. Der Spreeplatz wurde durch die Bundesbaugesellschaft Berlin im Zuge des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses errichtet.

Im Januar 2006 werden die letzten beiden Teilstücke der Uferpromenade am nördlichen Spreeufer am Kapelleufer und am Hauptbahnhof fertig gestellt.

Unmittelbar nach Eröffnung der Schiffbauerdamm-Promenade präsentierte Bundestagspräsident Thierse der Öffentlichkeit das Mauer-Mahnmal im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Das Mahnmal besteht aus originalen Mauersegmenten, die dem ursprünglichen Verlauf der Mauer an diesem Ort folgen. Sie wurden vom Künstler Ben Wargin mit Zahlen- und Jahresangaben der bei Fluchtversuchen zu Tode gekommenen Menschen versehen.

Ebenfalls am Donnerstag, um 14 Uhr, eröffnet Bundestagspräsident Thierse in den neuen Ausstellungsräumen des Deutschen Bundestages im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus die Ausstellung "Wille, Macht und Wandel" von Herlinde Koelbl. Diese ist von der Spreeufer-Promenade aus zugänglich. Die Ausstellung kann vom 30. September bis 11. November 2005 gegen Vorlage des Personalausweises dienstags bis sonntags zwischen 13 und 19 Uhr besucht werden.

Als Öffnungszeiten sind für das Mauer-Mahnmal vorerst freitags, samstags und sonntags, 13 bis 19 Uhr vorgesehen. Wegen ergänzender Baumaßnahmen wird der Zutritt zum Mahnmal ab 4. Oktober nochmals unterbrochen.



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