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Verkehrsfreigabe Kapelleufer und Benennung Hugo-Preuß-Brücke


09.05.05, Pressemitteilung
Am Montag, den 9.5.2005, gibt die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, den Straßenzug Kapelleufer/Spreeuferstraße (Rahel-Hirsch-Straße) für den Verkehr frei und benennt feierlich die Hugo-Preuß-Brücke. Damit wird der alte Straßenzug nördlich des Spreebogens nach modernen städtebaulichen Gesichtspunkten neu gestaltet.

Luftbild Spreebogen"Die neue Hugo-Preuß-Brücke gehört zum Stadtquartier Lehrter Bahnhof. Sie befindet sich in der Mitte des Spreebogens unmittelbar gegenüber von Spreebogenpark, Kanzleramt, Abgeordnetenhaus und Reichstag im Süden sowie im direkten Anschluss an den neuen Hauptbahnhof im Norden. Diese schöne und funktionale Brücke, die den Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal überquert, liegt also in einem Stadtquartier von großer Bedeutung. Sie wird nicht nur für Berlinerinnen und Berliner eine wichtige Verbindung wiederherstellen, sondern wird auch Mitten im Herzen der Bundeshauptstadt die Besucher der Stadt erfreuen. Da künftig zusätzlich durch eine Fußgängerbrücke eine Verbindung zum Spreebogenpark hergestellt wird, wachsen an der Straße Alt-Moabit die Stadtteile Mitte und Tiergarten noch weiter zusammen. Die Fußgängerbrücke wird den Namen von Gustav Heinemann tragen.", so die Senatorin Ingeborg Junge-Reyer.

Die Hugo-Preuß-Brücke wurde zwischen 2002 und 2004 errichtet. Sie hat eine Gesamtlänge von 88,50 m und eine Gesamtbreite von 24 m. Es wurden 1.400 t Baustahl verarbeitet. Die Baukosten belaufen sich auf 7,8 Mio. €€.

Die Brücke mit einem Überbau aus Stahl, wurde nach einem Entwurf des Architekturbüros Professor Ungers gebaut. Sie folgt im Grundriss dem bogenförmigen Verlauf der Spree. Die Gestaltung des quadratisch kassettenförmigen Gesimsbandes, welches beidseitig über die Ufer des Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanals hinausgeführt wird, gibt ihr ein besonders schlankes und stringentes Erscheinungsbild. Auf der Brückenoberseite wird der bogenförmige Verlauf durch Gestaltungselemente aus 20 cm breiten Stahlstreifen hervorgehoben, die einschließlich der Beleuchtungsstelen über die Brücke hinaus fortgeführt werden.

Der Ort hat Tradition für Brücken. Die hier Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute Alsenbrücke führte noch zusätzlich über die Spree, um das damals entstandene Alsenviertel direkt an den Humboldthafen anzubinden. Sie genügte schon bald nicht mehr den schnell wachsenden Anforderungen der Schifffahrt und wurde ohne Spreequerung 1928 durch eine moderne stählerne Hängebrücke ersetzt. Sie wurde nach dem Mitbegründer der Weimarer Reichsverfassung Hugo Preuß benannt und 1933 in Admiral-Scheer-Brücke umbenannt. Im 2. Weltkrieg wurde diese Brücke zerstört.

An der Spreeuferstraße, der zukünftigen Rahel-Hirsch-Straße, und dem Kapelleufer wurden zwischen Juli 2003 und Mai 2005 auf einer Länge von 235 m (Spreeuferstr.) bzw. 280 m (Kapelleufer) Stützwände errichtet. Mit diesen Stützbau werden der Geländersprung zwischen dem im Grundriss bogenförmigen neuen Straßenzug und der Uferpromenade zur Spree mit Höhendifferenzen von 3 bis maximal 6 m zwischen Moltke- und Kronprinzenbrücke gesichert. Ihr Gestaltungsspektrum führt von den denkmalpflegerischen Vorgaben mit schrägen Wänden im Bereich Moltkebrücke zu modernen Gestaltungselementen und senkrechten Wänden in Nähe der Hugo-Preuß-Brücke.

Die Baukosten für die Stützwände belaufen sich auf 1,4 Mio. €€ an der Spreeuferstraße und 1,6 Mio. €€ am Kapelleufer. Der von Februar 2004 bis Mai 2005 gebaute, ca. 650 m lange Straßenzug Spreeuferstraße (Rahel-Hirsch-Straße) –- Hugo-Preuß-Brücke –- Kapelleufer verläuft entlang des Spreebogens und dient sowohl der Erschließung des Lehrter Bahnhofs als auch der nördlichen Umfahrung des Parlaments- und Regierungsviertels. Vom Kapelleufer aus gelangt man zum Schiffbauerdamm bzw. zur Reinhardtstraße. Die Anbindung der Spreeuferstraße (Rahel-Hirsch-Straße) erfolgt an die Straße Alt-Moabit. Von der Spreeuferstraße aus, werden bis 2006 die Straßenverbindungen geschaffen, die den Lehrter Bahnhof direkt erschließen und eine Verbindung zur Invalidenstraße herstellen.

Die Baukosten für diese Straßenbauarbeiten belaufen sich auf 2,2 Mio. €€. Im Kapelleufer wird der Verlauf der Berliner Mauer durch einen doppelreihigen Großpflasterstreifen dokumentiert. Das gesamte Bauvorhaben wird aus der Entwicklungsmaßnahme „"Hauptstadt Berlin –- Parlaments- und Regierungsviertel“", die mit Bundesmitteln gefördert wird, finanziert.


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