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Richtfest für das Archäologische Haus am Petriplatz


07.06.21, Pressemitteilung
Der Rohbau für das Archäologische Haus am Petriplatz ist fertiggestellt – ein guter Grund diesen Baufortschritt zu würdigen. In dem von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen errichteten Neubau sollen später archäologisch und historisch bedeutsame, mit dem Ort verbundene Funde den Besucherinnen und Besuchern in einer Ausstellung zugänglich gemacht werden. Neben den Ausstellungsflächen sind auch eine Schauwerkstatt sowie eine Schausammlung geplant.


 
Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin für Stadtentwicklung : „Ich habe vor fast 14 Jahren das Konzept von „Archäologischen Fenstern“ von Zürich mitgebracht und am Petriplatz zum ersten Mal gefordert die Ausgrabungsfunde vor Ort zu präsentieren. Die Idee ist gewachsen zu Archäologische Pfaden und einem Archäologischen Haus als Besucherzentrum und Ausgangspunkt für den Spaziergang durch die Berliner Geschichte. Der Architekt Florian Nagler hat daraus ein kleines Architektonisches Juwel geschaffen. Gratulation an Alle, die dazu beigetragen haben eine Vision wahr zu machen. Der größte Dank geht aber an die Bauleute vor Ort!“

Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa: „Der Petriplatz nimmt an Fahrt auf. Nebenan wurde der Grundstein für das House of One gelegt, hier entsteht ein neues Zuhause der Berliner Archäologie. Es bietet Teilhabe an, öffnet sich Besucherinnen und Besuchern und präsentiert Funde und Forschungen. Ich freue mich mit Frau Lüscher, die die Integrierung archäologischer Zeugnisse in die Stadtentwicklung in Berlin etabliert hat, dem neuen Haus die Richtkrone aufzusetzen. Das Landesdenkmalamt Berlin, das die unter der Leitung von Claudia Maria Melisch durchgeführten Grabungen auf dem Petriplatz begleitete, nimmt das Haus in seine Obhut und wird sich um den inhaltlichen Betrieb kümmern. Diesen Weg gehe ich im Wissen um die Bedeutung des Ortes und der Archäologie für Berlin gern mit.“
 
Das Archäologische Haus und die neuen Außenanlagen des Petriplatzes werden über den Grundmauern der ehemaligen Lateinschule sowie den Fundamenten der verschiedenen Fassungen der Petrikirche errichtet. Der Grundriss des Archäologischen Hauses folgt der Kontur der Fundamente der ehemaligen Lateinschule, die ein Kernelement der Ausstellung im Grabungsgeschoss bilden. Allen Interessierten, insbesondere Kindern und jungen Erwachsenen werden aber auch Einblicke in die Arbeitsmethoden archäologischer Tätigkeit - von der Reinigung der Funde über die Restaurierung bis zu ihrer Archivierung – gewährt. Informationen zur Stadtgeschichte ergänzen die Präsentation. Die Grabungsfläche steht den Besucherinnen und Besuchern während der Öffnungszeiten des Archäologischen Hauses zur Besichtigung offen. Mit Hilfe von digitalen und analogen Medien werden die Befunde der Öffentlichkeit präsentiert und erläutert. Das Ossarium im Untergeschoss ist die letzte Ruhestätte für einen Großteil der bei den Grabungsarbeiten geborgenen Gebeine der ersten Berlinerinnen und Berliner.
 
Prof. Dr. Parzinger, Präsident der Berliner Stiftung Preußischer Kulturbesitz: „Mit dem heutigen Richtfest sind wir einen großen Schritt weitergekommen auf dem Weg zu einem neuen Ort für die Archäologie im Herzen Berlins. Das Haus am Petriplatz wird als ein Haus für die Erforschung der Stadtgeschichte Berlins und ihrer Vermittlung an ein breites Publikum eine sehr besondere Kombination bieten – ein höchst gelungenes Konzept des Museums für Vor- und Frühgeschichte und des Landesdenkmalamtes, das auch Geschichtsforschung besonders anschaulich macht.“
 
Dr. Christoph Rauhut, Landeskonservator und Leiter des Landesdenkmalamtes Berlin: „Mit dem Archäologischen Haus am Petriplatz bekommt Berlin eine einzigartige Institution in der Öffentlichkeit und Fachexpertinnen und Fachexperten in Austausch kommen können. Hier wollen wir in Zukunft noch mehr Formate anbieten, die über aktuelle Grabungsvorhaben in Berlin informieren, die bereits jetzt auf das große Interesse der Berlinerinnen und Berliner stoßen. Besonders freut mich, dass mit dem im Bau befindlichen Haus der Petriplatz als Ort wiederentdeckt wird – historisch gesehen ist dies einer der wichtigsten Berliner Stadtplätze.“
 
Prof. Dr. Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz sowie Landesarchäologe: „In Berlin sind die mittelalterlichen Spuren durch seine wechselvolle Geschichte weitestgehend verschwunden. Es gibt nur noch wenige Gebäude, die aufrecht stehen und an die über 800-jährige Geschichte der Stadt erinnern. Das macht die Fundamente der Lateinschule und der Petrikirche so wichtig. Gleichzeitig wird das Museum für Vor- und Frühgeschichte mit seiner Restaurierungswerkstatt und seinem Magazin hier einziehen. Das AHP ist also kein Museum, sondern ein Ort der archäologischen Arbeit und der Forschung. Und genau dies möchten wir den Gästen in diesem neuen Gebäude am historischen Ort näherbringen“
 
 
Eine Kombination von unterschiedlichen Nutzungen ist bezeichnend für den siebengeschossigen Neubau mit einer Bruttogeschossfläche von insgesamt 5.412 m².
Für die Errichtung des Gebäudes und den 1. Bauabschnitt der Außenanlagen sind Gesamtkosten von 32.435.000 EUR veranschlagt. Die Finanzierung des Gebäudes erfolgt aus der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW); die Außenanlagen werden aus der Entwicklungsmaßnahme Hauptstadt Berlin „Parlaments- und Regierungsviertel“ finanziert und in zwei Bauabschnitten realisiert. Der 2. Bauabschnitt der Platzfläche wird im Zuge der Errichtung der benachbarten Baumaßnahme „House of One“ realisiert.
 
Barbro Dreher, Staatssekretärin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Das Richtfest des Archäologischen Hauses an diesem geschichtsträchtigen Ort ist ein Versprechen auf ein künftiges touristisches Glanzlicht in Berlin. Das Haus wird in seiner Funktion als Besucherzentrum eine bedeutende Anker- und Leitfunktion für Tourist:innen einnehmen. Daher freuen wir uns, Teil dieses Vorhabens zu sein und es im Rahmen der “Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” (GRW) mit 26 Millionen Euro zu fördern.“
 
Den inhaltlichen Betrieb wird das Landesdenkmalamt Berlin übernehmen. Das Gebäude einschließlich der Platzfläche wird in das Sondervermögen Immobilien des Landes Berlin (SILB) übertrage und die Bewirtschaftung übernimmt die Berliner Immobilien und Managementgesellschaft (BIM).
Im Februar 2019 wurde mit den vorbereitenden Baumaßnahmen begonnen. Im Zuge der Spezialtiefbauarbeiten wurden 39 Großbohrpfähle gesetzt. Die Rohbauarbeiten befinden sich seit Februar 2020 in Ausführung. Das Gebäude soll 2023 fertiggestellt sein.
 
Bildmaterial finden Sie unter:    https://www.stadtentwicklung.berlin.de/download/ah_petriplatz/
 
 
 
 
 

 



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