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Presse und Aktuelles

Freiraumwettbewerb Umgestaltung Franz-Neumann-Platz ist entschieden


27.07.20, Pressemitteilung
Der im März 2020 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Reinickendorf von Berlin ausgelobte offene Realisierungswettbewerb zur Neugestaltung des Franz-Neumann-Platzes wurde am 23.07.2020 entschieden.


Der Platz soll zukünftig zu einem lebendigen, zukunftsfähigen und charakterstarken Stadtraum werden, der multifunktionale Nutzungen ermöglicht. Eine hohe Aufenthaltsqualität soll zum Verweilen am Beginn der Residenzstraße als Geschäftszentrum einladen.
Bis zum Abgabetermin am 15.6.2020 wurden dazu 23 Arbeiten eingereicht, von denen am 23.07. im Rahmen einer eintägigen Sitzung die Preisträger ermittelt wurden. Im Vorfeld der Sitzung wurde der Öffentlichkeit die Möglichkeit gegeben, die Entwürfe zu begutachten.

1. Preis: Grieger Harzer Landschaftsarchitekten GbR, Berlin        
2. Preis: Franz Reschke, Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin                  
3. Preis: Hutterreimann Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin

Unter dem Vorsitz des Stadtplaners Miller Stevens entschied das Preisgericht nach ausführlicher Diskussion wie folgt:Die Jury empfahl einstimmig, die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit mit der weiteren Planung zur Realisierung zu beauftragen.

Dr. Sandra Obermeyer, Leiterin der Abteilung Wohnungswesen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen ist sich sicher: „Dieser Entwurf ist Stadtplatz und Garten in einem. Er bietet Sitzen im Grünen, aber auch Lebendiges an einem offen sonnigen Platzbereich. Die Kunst des bestehenden Brunnens wird würdig integriert, was den Anwohnerinnen und Anwohnern wichtig ist. Die Ziele der Städtebauförderung können mit dem Entwurf umgesetzt werden “
.
Rüdiger Zech vom Bezirksamt Reinickendorf hebt hervor: “Der grüne Stadtplatz stellt eine erlebbare Verbindung zum Schäfersee her und bezieht zur Orientierung Markt- und Residenzstraße bewusst ein.“

Das Preisgericht würdigt den Entwurf als Grüner BürgerInnenplatz wie folgt:
„Die EntwurfsverfasserInnen beschränken sich auf wenige Entwurfselemente und eine einfache Grunddisposition. Vorgeschlagen wird eine Zweiteilung der Platzfläche: Zu den Platzrändern hin angeordnete ‚grüne Kissen‘ fassen eine steinern geprägte Platzmitte ein.
Trotz dieser zurückhaltenden Setzung gelingt es eine Vielfalt unterschiedlicher Raumsituationen zu generieren. Dazu gehören sowohl kleinteilige und verschattete Bereiche sowie auch offene und sonnenexponierte Flächen. Damit verbunden entstehen zudem unterschiedliche Nutzungsangebote.
Die Platzfläche wird durch einen einheitlichen Belag bestimmt, der von der Markstraße bis Randbebauung reicht. Eine Gruppe aus ‚Rasenkissen‘ fasst die Platzränder ein. Bewusst bezieht der Entwurf damit die Markstraße als städtischen Raum mit ein.
Die vorgeschlagenen Querungen stellen eine gute Durchlässigkeit zwischen Stadt- und Platzflächen sicher. Die freie Anordnung der ‚Rasenkissen‘ sowie die konvex ausgeprägten Ränder bieten unterschiedliche Aufenthaltsbereiche an und vereinfachen damit auch das Nebeneinander unterschiedlicher Sozialgruppen.
Nordöstlich schließt sich eine befestige Fläche an, die für unterschiedliche Platzbespielungen offen ist. Wasser ist ein wichtiger Bestandteil dieser Fläche und wird selbstverständlich und beiläufig in Form von begehbaren Wasserlinsen eingesetzt. Die Bronzefiguren fügen sich in diesen neuen Kontext ein.
Das sich anschließende ‚Laufband‘ unterstützt die Orientierung und ermöglicht eine rasche und bequeme Querung der Platzfläche. Den Erdgeschoßzonen vor der Gebäudeflucht wird eine angemessene Fläche zur Außenbewirtschaftung eingeräumt. Gleichzeitig bleibt dabei die Beziehung zu den anschließenden Platzflächen erhalten.(…).“




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