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Wohnen am Stadtrand und im Umland oft mit höheren Mobilitätskosten verbunden als im zentralen Stadtbereich


24.05.13, Pressemitteilung
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt veröffentlicht erstmals Ergebnisse einer Studie zu den Wohn- und Mobilitätskosten der privaten Haushalte in der Stadt und im Umland vor.

Wohnen am Stadtrand und im Umland ist nicht selten mit höherem Folgekosten verbunden als Wohnen im zentralen Stadtbereich, wenn neben den Wohnkosten auch die Kosten der alltäglichen Mobilität (Pkw-Besitz, Pkw-Nutzung und ÖPNV-Fahrkarten) mit hinzugerechnet werden. Das ist das Ergebnis einer von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt beauftragten neuen Studie, die in einer Pressekonferenz am 24.5.2013 durch die Staatssekretäre Ephraim Gothe und Christian Gaebler vorgestellt wird.

Die Immobilienpreise sind am Stadtrand und in den Umlandgemeinden in aller Regel deutlich günstiger als in den zentralen Stadtbereichen. Diese vermeintliche Ersparnis wird aber durch die höheren Mobilitätskosten am Stadtrand und im Umland in aller Regel ganz oder teilweise aufgezehrt. Nicht selten erweisen sich Wohn­standorte am Rand – trotz der günstigeren Kauf- und Mietpreise – als insgesamt teurer. Die zwischen Stadtzentrum und Umland ansteigenden Mobilitätskosten haben vor allem einen Grund: Die Haushalte am Stadtrand und im Umland finanzieren für ihre Alltagsmobilität üblicherweise deutlich mehr Autos. Zum reinen Besitz jedes (zusätzlichen) Pkw kommen die Spritkosten für die täglichen Fahrten noch dazu.

Staatssekretär Gothe: „Wohnen in der Stadt und in gut an den Öffentlichen Nahverkehr angeschlossenen Gebieten lohnt sich für alle Haushalte. Es eröffnet finanzielle Spielräume, die für das Wohnen selbst oder für anderes eingesetzt werden können. Wohnen in der Stadt ist sozial, es ist bezahlbar und verbessert die Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe. Die Studie bestätigt das stadtentwicklungspolitische Ziel einer integrierten Siedlungs- und Verkehrsentwicklung, sowohl auf der städtischen wie auch auf der regionalen Ebene.

Die Aktivitäten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt zielen darauf, das Wohnen in der wachsenden Stadt mit einem Bündel von Maßnahmen zu unterstützen. Daher sollen die Ergebnisse der Studie in Form eines internet-gestützten Kostenrechners für private Haushalte nutzbar gemacht werden. Ziel ist es, im Falle von Umzugsentscheidungen Haushalten ein Informations- und Transparenzinstrument anzubieten.“

Staatssekretär Gaebler: „Das Konzept einer „Mobilität für alle“ durch die Stärkung des Umweltverbunds (Fuß, Rad und ÖV), wie es sich der Stadtentwicklungsplan Verkehr auf die Fahnen geschrieben hat, trägt zur Attraktivität der Metropole Berlin als Wohn- und Lebensstandort bei. Vor dem Hintergrund der wachsenden Stadt, der bis 2030 erwarteten Einwohnerzuwächse sowie der demografischen Veränderungen, d.h. der anhaltenden Alterung der Bevölkerung mit entsprechenden räumlichen Konzentrationen, wird es auch darum gehen, eine hohe Qualität der ÖV-Erschließung zu sichern. Der Senat will die hierzu erforderlichen Anstrengungen – bspw. für die Mittelbereitstellung der Bestellleistungen – konsequent angehen.“

Erarbeitet wurde die Studie durch das Hamburger Planungsbüro Gertz Gutsche Rümenapp. Wie Dr.-Ing. Jens-Martin Gutsche, Gesellschafter des Büros, erläutert, zeigen sich ähnliche Zusammenhänge auch in den Ballungsräumen Hamburg und Berlin.

Die Wohn- und Mobilitätskosten der privaten Haushalte wurden flächendeckend für die Berliner Stadtteile und die Brandenburger Umlandgemeinden bilanziert und verglichen. Dabei wurde die Kostensituation von 27 Haushaltstypen unterschiedlicher Personenzahl, Altersstruktur und Einkommensniveau betrachtet.



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