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Presse und Aktuelles

Wildschweine in Berlin – Strategien und Instrumente zur Konfliktvermeidung


29.12.09, Pressemitteilung
Seit einigen Jahren kommt es in Berlin mit seinem umfangreichen Waldbestand ver­mehrt zum Auftreten von Wildtieren in unserer unmittelbaren häuslichen Umgebung. Besonders Wildschweine haben sich in den letzten Jahren offenbar stark vermehrt.

Eine Möglichkeit, mit der den auftretenden Problemen mit Wildschweinen im städti­schen Raum begegnet wird, ist die Bejagung der Tiere. Die Zahl der erlegten Wild­schweine schwankt dabei von Jahr zu Jahr erheblich.

In Deutschland und darüber hinaus steigen die Wildschweinpopulationen seit vielen Jahren kontinuierlich an. Eine zahlenmäßige Erfassung der tatsächlichen Populationen ist allerdings wegen fehlender geeigneter Erhebungsmethoden nicht möglich. Die jährli­chen Abschusszahlen lassen aber in der Tendenz Rückschlüsse auf die Population zu. Neben der Zahl der Wildschweine beeinflussen verschiedene weitere Faktoren den Er­folg der Bejagung, allem voran die Witterung.

Im vergangenen Jagdjahr (01.04.2008 – 31.03.2009) wurden mit 2.352 Tieren auf den Jagdflächen der Berliner Forsten innerhalb Berlins mehr Wildschweine erlegt als je zu­vor. Zusammen mit der kalten Witterung Anfang 2009 führte das zu einer deutlichen Entschärfung der Wildschweinprobleme im Stadtgebiet bis heute. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Lage weitgehend entspannt und auch am Wildtiertelefon der Berliner Forsten war die Zahl der Fragen, Beschwerden und Hilferufe erheblich gerin­ger.

In der laufenden Jagdsaison sind auf den Jagdflächen der Berliner Forsten (innerhalb Berlins) bis zum 11.12.09 insgesamt 380 Wildschweine erlegt worden. Ursachen für diese bislang vergleichsweise geringe Zahl sind u.a. der kalte Winter 2008/2009 mit einer hohen natürlichen Mortalität und der starke Abschuss des Vorjahres.

Wichtiger noch als die Jagd bleibt eine aktive Öffentlichkeitsarbeit zum Thema:
Wildschweine begegnen den Berlinerinnen und Berlinern im besiedelten Bereich bereits seit mehreren Jahrzehnten. Auch zukünftig werden die anpassungsfähigen Tiere nicht nur in den Naturräumen, sondern auch in den vielfältigen städtischen Lebensräumen immer wieder auftreten. Daher steht besonders die Aufklärung und Information der betroffenen oder interessierten Bevölkerung im Mittelpunkt der Aktivitäten der Berliner Forsten und anderer Akteure wie der Jagdbehörde, der Stadtjäger und auch der Natur­schutzverbände.

Die wichtigsten Instrumente sind dabei:

a) das Wildtiertelefon der Berliner Forsten (Tel. 64 19 37 23), ein Informationsangebot, über das im begründeten Fall auch jagdliche Aktivitäten durch die Stadtjäger in die Wege geleitet werden
b) die Internetseiten der Berliner Forsten (https://www.berlin.de/senuvk/forsten/wildtiere/ ), die wichtige Informationen zur Le­bensweise der Tiere, zum richtigen Verhalten bei Begegnungen und zur Vermeidung von Schäden an Grundstücken und Grünflächen bereithalten

c) Informationsbroschüren zu den relevanten Wildtieren (Wildscheine, Füchse, Stein­marder, Waschbären, Wildkaninchen) und die Waldzeitung mit regelmäßigen aufklä­renden Hinweisen auch und besonders zur Problematik des Fütterns (hierzu erscheint im Frühjahr 2010 ein gesonderter Informationsflyer)

d) aktive und kontinuierliche Pressearbeit der Berliner Forsten und der Jagdbehörde zum Thema über Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen
e) häufige Präsens der Berliner Forsten auf Publikumsveranstaltungen überall in der Stadt.




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