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Waldzustandsbericht Berlin-Brandenburg 2008 - Berliner Eichen geht es besser


05.11.08, Pressemitteilung
Der heute veröffentlichte Waldzustandsbericht 2008 für die Region Berlin-Brandenburg zeigt ein differenziertes Bild: In Brandenburg setzte sich der Trend zur Verringerung der Waldschäden nicht fort. Dagegen kann für Berlin eine Verbesserung des Zustands der Waldbäume verzeichnet werden, wenn auch weiterhin auf einem deutlich höheren Schadniveau gegenüber Brandenburgs Wäldern.

 
Hauptergebnisse der Waldschadenserhebung 2008
(Angaben in Prozent der Waldfläche, Veränderung zum Vorjahr in Prozentpunkten)
  ohne Schäden
Schadstufe 0*
Warnstufe
Schadstufe 1*
deutliche Schäden
Schadstufen
2-4*
Berlin
Veränderung
16
+ 6
55
- 3
29
- 3
Brandenburg
Veränderung
35
+ 2
49
- 6
16
+ 4
Gesamtregion
Veränderung
35
+ 3
49
- 6
16
+ 3

Für die Wälder der Region Berlin-Brandenburg gab es nach einem milden Winter und einer relativ feuchte Witterung zum Vegetationsbeginn in diesem Jahr keinen extremen Witterungsstress.

In Berlin ist mit dem Ergebnis der Waldzustandserhebung 2008 eine positive Entwicklung über die letzten drei Jahre erhalten geblieben, ohne aber wieder das Niveau vor 2003 zu erreichen. Die deutlichen Schäden liegen bei 29 % (-3 %-Punkte). Erfreulich ist die Zunahme der Anteile der Schadstufe 0 auf 16 % (+6 %-Punkte).

Der Gesundheitszustand der Eichen in den Berliner Wäldern hat sich nach günstigen Witterungsbedingungen in 2007 und 2008 deutlich verbessert. Mit 57 % deutlich geschädigter Eichen ist ein Rückgang um 12 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Das Schadniveau ist damit aber immer noch sehr hoch und liegt weiterhin deutlich über den Werten, die vor dem extremen Trockenjahr 2003 ermittelt wurden. Bei den Kiefern hat sich dagegen die 2006 und 2007 beobachtete Erholung des Kronenzustandes nicht fortgesetzt. Der Anteil deutlicher Schäden stieg von 20 % im Vorjahr auf jetzt 24 %.

Frau Staatssekretärin Krautzberger sagte dazu: "Ich freue mich, dass es dem Berliner Wald wieder besser geht. Vor allem die positive Entwicklung der Eiche ist hervorzuheben, da ihr bei der Entwicklung naturnaher Wälder eine immer größere Bedeutung zukommt. Der positive Trend darf uns jedoch vor dem Hintergrund des Klimawandels nicht beruhigen. Die durch zunehmende Witterungsextreme steigenden Risiken müssen die Berliner Forsten bei der Pflege der Wälder weiterhin berücksichtigen. Dafür schöpfen sie im Rahmen der nach FSC und Naturland zertifizierten ökologischen Waldbewirtschaftung alle Möglichkeiten zur Stabilisierung der Waldökosysteme und zum Aufbau vitaler, stresstoleranter Wälder aus. Zusätzlich müssen stoffliche Einträge – in Berlin insbesondere Stickoxyde aus dem Verkehr - weiter reduziert werden."

Für die in den Berliner Wäldern dominierenden Baumarten Kiefer und Eiche ergibt sich folgendes Bild:
 
 Kiefer:  
 Schadstufe 0 17 % (+ 6)
 Schadstufe 1 59 % (- 10)
 Schadstufe 2-4 24 % (+ 4)
 
 Eiche:  
 Schadstufe 0 4 % (+ 1)
 Schadstufe 1 39 % (+ 11)
 Schadstufe 2-4 57 % (- 12)
 
Der Waldzustandsbericht ist ab sofort unter der Internetseite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung verfügbar unter:  
* Schadstufe 0: ohne Schadmerkmale
Schadstufe 1: schwach geschädigt
Schadstufe 2: mittelstark geschädigt
Schadstufe 3: stark geschädigt
Schadstufe 4: abgestorben


 




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