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Mit der M2 ab dem 30. Mai 2007 rund um die Uhr zum Alexanderplatz


30.05.07, Pressemitteilung
Pressemitteilung der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Seit heute, dem 30. Mai 2007, rollt die MetroLinie M2 von Heinersdorf kommend von der Haltestelle Mollstraße/ Prenzlauer Allee über die neuen Haltestellen Memhardstraße direkt zum Alexanderplatz (Dircksenstraße). Der neue Streckenabschnitt wird durch die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, den Referatsleiter im Bundesbauministerium, Dr. Dieter Glück, und den Vorstand Betrieb der BVG, Thomas Necker, freigegeben.


Senatorin Ingeborg Junge-Reyer anlässlich der Eröffnung: „Für die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs sind Straßenbahnen wichtig. Sie sind schnell, leise und umweltfreundlich. Die Fahrgastzahlen beweisen, dass die Straßenbahn bei den Berlinern und Berlinerinnen auch ein sehr beliebtes Fortbewegungsmittel ist – gerade richtig für die Innenstadt. Moderne Straßenbahnen sind kein billiger Ersatz für U-Bahnen, sondern verbinden effektiv und wirtschaftlich viele Straßen und Plätze in unserer Stadt.“

BVG-Betriebsvorstand Thomas Necker zeigt sich erfreut darüber, dass wieder eine neue Straßenbahnstrecke in Betrieb genommen wurde: „Das ist zwar nur ein kurzes Stück, die Tram braucht nur knapp zwei Minuten, aber es bedeutet einen wesentlichen Zeitgewinn für viele Fahrgäste. Das neue Schienenstück ist eine sinnvolle Ergänzung des bestehenden Netzes und erhöht die Attraktivität der Tram und des ÖPNV in Berlin insgesamt.“

Der bisher befahrene Streckenabschnitt in der Neuen/ Alten Schönhauser Straße wird nun nicht mehr linienmäßig befahren. Er diente seit der Einstellung der Straßenbahnverkehrs zum Alexanderplatz im Jahr 1967 als Umfahrungsstrecke. Der Umstieg zur U2 (bisher am U Rosa-Luxemburg-Platz) bzw. zur U8 (bisher am U Weinmeisterstraße) kann jetzt barrierefrei am S+U Alexanderplatz erfolgen, da der 100%ige Einsatz von Niederflurstraßenbahnen das bequeme und einfache Umsteigen unterstützt.

Bei der neuen 1,2 Kilometer langen Strecke handelt es sich um ein kleines, aber wichtiges Neubaustück für Berlin und die Straßenbahn. Diese Strecke ist der zweite Straßenbahnanschluss an den wichtigsten Verkehrsknoten der Stadt, den Alexanderplatz. Hier steigen täglich rund 150.000 Menschen ein, aus und um. Ziel ist eine der vier RE/RB-Linien, der vier S-Bahnlinien, der drei U-Bahnlinien, der nun vier Straßenbahnlinien oder der sechs Buslinien. Die neue Verbindung werden schätzungsweise 20.000 Fahrgäste pro Tag nutzen.

Die Bauarbeiten für die Verlängerung der Neubaustrecke begannen mit dem Umbau am Prenzlauer Tor im März 2003. Die Kosten für die Strecke belaufen sich auf 18,8 Millionen EURO, die durch GVFG-Bundesmittel und Landesmittel finanziert wurden. Die verlängerte Strecke hat in der Karl-Liebknecht-Straße ein eigenes Gleisbett, so kann die Bahn bequem am Stau vorbei fahren. Begrüntes Gleis auf der neuen Strecke tut dem Stadtbild gut, aber auch der Umwelt. Durch den Anschluss eines Gleises an eine bereits vorhandene Strecke am Alexanderplatz ist eine Umleitung der bereits am Alex verkehrenden Linien M4, M5 und M6 in einer Richtung über die Dircksenstraße, Karl-Liebknecht-Straße und Mollstraße bei einer Störung möglich. Die neue Strecke bringt auch für die BVG Vorteile mit sich: ein Umlauf wird eingespart (statt zehn nunmehr neun Umläufe), 75.000 Nutzwagenkilometer und 5.000 Stunden Umlaufmasse werden pro Jahr weniger zu verzeichnen sein, insgesamt macht das etwa 150.000 EURO Einsparung in einem Jahr.

Die Verbindung zwischen dem Alex und Heinersdorf besteht schon seit 1911. Im Laufe der Zeit wechselten die Liniennummern. Der Alexanderplatz war bis zum Mauerbau immer Verkehrsschwerpunkt und Zentrum der Berliner Straßenbahn. Bis in die 50er Jahre war die Straßenbahn gemeinsam mit der S-Bahn, das Rückgrat des städtischen Nahverkehrs, im Ostteil der Stadt bis 1989. In den letzten 100 Jahren wurde der Alexanderplatz mehrfach erheblich umgebaut, was natürlich auch Auswirkungen auf die Straßenbahnlinien und deren Streckenführungen hatte. Der Schwerpunkt des Verkehrs lag auf der Memhardstraße, die in veränderter Führung zum Alex führte. Die Straßenbahnhaltestelle lag damals neben dem heutigen Ausgang der U-Bahnlinie U2 zwischen dem Durchgang zwischen Kaufhof und dem Hotel Park Inn. In der Dircksenstraße war nie eine Straßenbahntrasse, damit ist die heutige Inbetriebnahme keine Wiederaufnahme einer alten Strecke, sondern eine vollkommen neue Trasse in der Geschichte der Berliner Straßenbahn. Ab 1967 fuhr keine Straßenbahn mehr im Westteil der Stadt. Im selben Jahr wurde auch der Straßenbahnverkehr am Alexanderplatz eingestellt. Am 18. Dezember 1998 wurde der Straßenbahnbetrieb auf dem Alexanderplatz mit der Neubaustrecke Alex I, die von den Linien M4, M5 und M6 befahren werden, wieder eröffnet.




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