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Staatssekretär Lütke-Daldrup und Staatssekretärin Dunger-Löper bei Neuköllner Quartiersmanagementprojekten


23.01.07, Pressemitteilung
Der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Dr. Engelbert Lütke-Daldrup und die Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Hella Dunger-Löper, haben sich heute im Beisein des Bezirksbürgermeisters von Neukölln, Heinz Buschkowsky, im Quartiersmanagementgebiet Reuterplatz in der Rütli-Schule über die Projekte „Stadtteilmütter“ und „Interkulturelle Moderation als Interventionsstrategie - Auf dem Weg zur Kiezschule“ informiert.

Ihre Gesprächspartner für die „Stadtteilmütter“ waren Frau Macher und Frau Rehlinger vom Diakonischen Werk Berlin als Projektträger und für das Projekt der „Interkulturellen Moderation“ Vertreter des örtlichen Quartiersmanagements, des Projektträgers „Jugendwohnen im Kiez“ und interkulturelle Moderatoren, die aus ihrer Arbeit berichteten.

Bei dem Projekt „Stadtteilmütter“ werden Mütter und Großmütter aus zugewanderten Familien ausgebildet und geben durch aufsuchende Beratung ihr Wissen an Mütter/Eltern in der Nachbarschaft weiter. Die ausgebildeten Stadtteilmütter besuchen Familien in ihrer Wohnung und beraten zu unterschiedlichen Themen von der Kindererziehung bis zu Fragen von Geschlechterrollen und häuslicher Gewalt. Das besondere Integrationsprojekt richtet sich an Familien im Norden Neuköllns und in der Gropiusstadt. An dem Projekt „Stadtteilmütter“ beteiligen sich in den Jahren 2006-2008 Bund, Land und EU finanziell mit über 460.000 EUR. Außerdem steuert der Bezirk Neukölln einen erheblichen Eigenanteil in Höhe von rd. 100.000 EUR bei.

Das Modellprojekt „Interkulturelle Moderation“ läuft zunächst über das Schuljahr 2006/07 und arbeitet an lokalen Schulen mit qualifizierten türkischen, arabischen und serbokroatischen Sozialarbeitern/Sozialpädagogen, die als Vermittler zwischen Eltern, Schülern und Lehrern agieren sollen. Auf der einen Seite gibt es die Schülerschaft mit einem sehr hohen Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund - oft aus bildungsfernen und einkommensschwachen Schichten -, denen auf der anderen Seite eine fast ausschließlich deutsche Lehrerschaft gegenübersteht. Angesichts dieser schwierigen Rahmenbedingungen reicht es nicht aus, Lehrer in interkultureller Kompetenz zu schulen. Vielmehr sollen Eltern im Sinne der Prävention langfristig in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt und in den Bildungsprozess ihrer Kinder einbezogen werden, um eine Förderung entsprechend den Fähigkeiten jedes Kindes zu gewährleisten.

Auch an diesem Projekt sind EU, Land und Bund finanziell mit knapp 215.000 EUR beteiligt (EU 50%, Land 37%, Bund 13%).

Staatssekretärin Dunger-Löper erklärte nach dem Besuch: „Ich freue mich über die hohe Effizienz beider Projekte und die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Beide Projekte sind beispielhaft in ihrer Form und entfalten eine große Wirkung dadurch, dass wir Menschen erreichen, die wir bisher nur unzureichend ansprechen konnten. Wir müssen alles tun, um die Zugewanderten und deren Kinder besser in die Gesellschaft zu integrieren. Dazu müssen wir neue Wege finden und betreten.“

Staatssekretär Dr. Lütke Daldrup sagte: „Bildung ist ein Schlüssel für Integration. Bessere Ausstattung der Schulen, eine hohe Unterrichtsqualität bis hin zur interkulturellen Schulung von Lehrern sind gefragt, vor allem in Schulen und Quartieren mit hohem Migrantenanteil. Schulen sind wichtige Eckpfeiler von Integrationskonzepten. Wir dürfen Ausgrenzung nicht akzeptieren und müssen stärker vorausschauend handeln. Dazu gehört insbesondere eine Stärkung des Bildungsbereiches, der über die Jahre die größte Sozialrendite bringt. Weiterhin verwies der Staatssekretär im Bundesbauministerium darauf, dass Integration Chance und Verpflichtung sei. „’Fördern und Fordern’ richtet sich nicht nur an Migrantinnen und Migranten, sondern auch an die deutsche Bevölkerung und an alle Institutionen. Kooperation, Partizipation und politische Teilhabe sind wesentliche Faktoren für die Integration vor Ort. Durch den hohen Anteil an Migrantinnen und Migranten in den Gebieten der ‚Sozialen Stadt’ sind hier besondere Anstrengungen gefragt. Die ‚Soziale Stadt’ entsteht hier in den Neuköllner Projekten beispielhaft in der Verbindung von Stadtentwicklungs-, Integrations- und Bildungspolitik. Das Programm ‚Soziale Stadt’ ist ein Baustein unseres sozialpolitischen Engagements in der Stadtentwicklung und ein wichtiger Teil des Nationalen Integrationsplan, mit dem wir im Sommer 2007 Ziele und weitere Maßnahmen aller Beteiligten auf diesem Feld vorlegen wollen.“




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