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Presse und Aktuelles

Wiederherstellung des Schinkelplatzes in Berlin-Mitte beginnt


08.11.06, Pressemitteilung
Am Donnerstag, dem 9. November 2006, um 11.30 Uhr wird am Schinkelplatz in Berlin-Mitte ein Bauschild aufgestellt und damit der Beginn der ersten Maßnahme zur Wieder­herstellung des Schinkelplatzes dokumentiert. Der vor Ort sichtbare Baubeginn selbst wird im Frühjahr 2007 sein.

Zusammen mit der Wiederherstellung des Schinkelplatzes in seiner dreieckigen Grund­figur und seiner nachgewiesenen historischen Ausstattung, der Bauakademie und des Werderschen Marktes erlebt der traditionsreiche Stadtteil eine Renaissance. Die Ge­stalt des Schinkelplatzes ist nach historischen Plänen ermittelt worden.

Zusammen mit dem Denkmal-Ensemble Peter Christian Wilhelm Beuth (1781-1853) preußischer Staatsmann und Gewerbeförderer, Albrecht Thaer (1752-1828) Begründer der modernen Landwirtschaftslehre in Preußen, Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) Baumeister und Maler) werden die historischen Details des Platzes an ihrem ursprüng­lichen Ort präsentiert. Die Sockel der Denkmäler werden erneut in Naturstein geschaf­fen und, soweit es der vorhandene Originalbestand zulässt, ihren reichen Bildschmuck wieder erhalten. Bei der weiteren Gestaltung des Platzes werden die prägenden Platz­elemente wieder aufgegriffen, wie die gusseisernen Einfassungsgitter der Denkmäler, die Brunnenschale mit Fontäne, die halbrunde Sitzbank aus Granit, die Mosaik-Pflaste­rung sowie die Beleuchtung und die Rasenflächen.
Die Finanzierung und Durchführung der Wiederherstellung erfolgt im Rahmen der Ent­wicklungsmaßnahme "Hauptstadt Berlin - Parlaments- und Regierungsviertel" gefördert mit Mitteln des Landes Berlin und der Bundesrepublik Deutschland und wird unterstützt durch Mittel der von-Hinkeldey Stiftung Berlin. Die Gesamtkosten der Maßnahme wer­den rd. 1,3 Mio € betragen.

Die Geschichte des Schinkelplatzes
Vor der Nordseite der Bauakademie lag in Richtung Schloßbrücke der Schinkelplatz. Das Gebäude der Bauakademie, 1832-36 errichtet, hatte seinen Haupteingang an der Nordseite, der ein kleiner dreieckiger Platz vorgelagert war. 1837 wurde der 'Platz an der Bauakademie' durch Peter Joseph Lenné als Schmuckplatz angelegt.

Nach Errichtung der Denkmäler für Albrecht Thaer (1860), Peter Christian Wilhelm Beuth (1861) und Karl Friedrich Schinkel (1869) wurde der Platz anlässlich der Auf­stellung des Schinkel-Denkmals 1869 dann in 'Schinkelplatz' umbenannt.

Erstmals wurden mit diesen Denkmälern in der preußischen Hauptstadt Vertreter des Bürgertums auf den Sockel gehoben, bzw. wie Rauch 1857 bemerkte "die ersten Hel­den auf öffentlichem Platze ohne Degen!" In den Denkmälern spiegelte sich das er­starkte Selbstbewusstsein des preußischen Bürgertums wider.

Seine endgültige Gestaltung nach Plänen der Ministerial-Baukommission erhielt der Platz 1886/87. Diese Form der Anlage bestand bis 1962, als die Bauakademie und der Schinkelplatz der Überbauung durch das Außenministerium der DDR weichen mussten.

Auch die Denkmäler hatten Kriegsschäden erlitten. Das Schinkel-Standbild war vom Sockel gestürzt, die Reliefs am Beuth- bzw. Thaer-Denkmal wiesen Einschüsse und Splitterschäden auf. Im August 1949 wurde der Diebstahl der vier Karyatiden vom Schinkel-Denkmal sowie der vier quadratischen und eines oblongen Reliefs vom Thaer-Denkmal gemeldet. Vermutlich eingeschmolzen, wird der genannte Sockelschmuck bis heute vermisst. Ebenfalls verschollen sind die Granit-Sockel der Denkmäler von Beuth und Schinkel.




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