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Presse und Aktuelles

Sanierung des Straßentunnels Alexanderplatz in Berlin-Mitte im Zuge Otto-Braun-Straße und Grunerstraße


06.08.03, Pressemitteilung
Der Straßentunnel Alexanderplatz wurde im Jahre 1969 dem Verkehr übergeben. Auf Grund damaliger Konstruktionsregeln und der betontechnologischen Möglichkeiten entsprechen die Sicherheitsmaßnahmen nicht mehr dem heutigen Standard. Durch gravierende Schäden sind inzwischen betontechnologische Zerstörungen eingetreten, die aus Gebrauchs- und Standsicherheitsaspekten eine Instandsetzung dringend erforderlich machen. Deshalb wird die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die Instandsetzungsarbeiten des Straßentunnels Alexanderplatz in 3 Bauabschnitten im Zeitraum vom 11.08.2003 bis 26.02.2005 durchführen.

Vom 11.08.2003 bis 30.11.2003 werden deshalb die linken oberirdischen Fahrbahnen parallel zu den Rampenstützwänden Nord und Süd gesperrt.

Um den Verkehr dabei weiterhin aufrecht zu halten, werden dort die Busspuren aufgehoben. Damit stehen auf den oberirdischen Fahrbahnen Nord und Süd 2 Fahrstreifen mit je 3,25 m und 3,00 m zur Verfügung. Im Tunnel werden die beiden Fahrstreifen von je 3,50 m auf 3,25 m und 3,00 m reduziert. Somit ist die 4-Streifigkeit je Fahrtrichtung sichergestellt. Im zweiten Bauabschnitt vom 01.12.2003 bis 08.08.2004 erfolgt die Vollsperrung der westlichen Tunnelröhre. Die Fahrzeuge werden in der östlichen Tunnelröhre im Gegenverkehr geführt. An Fahrstreifen stehen im Tunnel je Richtung 3,50 m zur Verfügung. Die oberirdischen Fahrbahnen parallel zum Tunnel haben keine Einschränkungen. Die Busspuren je Richtung sind aufgehoben, somit stehen auf den oberirdischen Fahrbahnen in jeder Richtung 3 Fahrspuren mit 2 x 3,25 m und 1 x 3,50 m zur Verfügung. Die 4-Streifigkeit je Fahrtrichtung ist auch damit sichergestellt. Im dritten Bauabschnitt vom vom 09.08.2004 bis 26.02.2005 erfolgt die Vollsperrung der östlichen Tunnelröhre.

Die Fahrzeuge werden analog wie im 2. Bauabschnitt geführt. Im Tunnel steht je Richtung 1 Fahrspur mit 3,50 m und auf den oberirdischen Fahrbahnen 3 Fahrspuren mit 2 x 3,25 m und 1 x 3,50 m zur Verfügung. Somit ist auch hier die 4-Streifigkeit je Richtung gewährt. Die Busspuren bleiben bis zum Ende der Bauarbeiten weiterhin aufgehoben. Nach Abschluss der Arbeiten wird der Urzustand der Fahrbahnen wiederhergestellt sein. Die umfassende Sanierung ist vor allem auf Grund der erhebliche Schäden im Rampenbereich notwendig geworden. 30% der Oberflächen der Rampenwände sind gestört und Ausbrüche von mehr als 1 m² und bis zu 10 cm Tiefe sind keine Einzelfälle. Korrosion bedroht auch den Betonstahl der Tunnelkonstruktion und ohne bauliche Maßnahmen wird der Schadensumfang erheblich anwachsen.

Die Sicherheitsanforderungen an Straßentunnel, die nach den folgeschweren Unfällen in den Alpen verschärft wurden, werden vom Straßentunnel Alexanderplatz nicht mehr erfüllt. So fehlt z.B. der Brandschutz an den Tunneldecken sowie die Fluchttüren in der Mittelwand. Löschwasseranschlüsse sind ebenfalls nicht vorhanden. Auch die Ausstattung des Tunnels in Bezug auf Beleuchtung entspricht in Anordnung und Blendsicherheit bei ggf. erforderlichen Gegenverkehrssituationen nicht den Erfordernissen. Zur Absicherung der Mindestanforderungen wird im Tunnel baubegleitend zur Bauhauptleistung die technische Ausrüstung erneuert.

Das sind:
  • Neuausstattung der Niederspannungsstationen Nord und Süd
  • Erneuerung der Tunnelbeleuchtung
  • Einbau von Fernmeldetechnik und Notrufstationen
  • Einbau einer Gebäudeleittechnik zum Absetzen von Störmeldungen
  • Feuerlöschbrunnen im Rampenbereich Nord und Süd, einschließlich Feuerlöschleitung mit Begleitheizung

Die Arbeiten werden im Mehrschichtbetrieb an 6 Werktagen über den genannten Bauzeitraum in der Zeit von 07.00 Uhr bis 20.00 Uhr bzw. 22.00 Uhr ausgeführt. Eine Unterbrechung der Arbeiten ist erst ab minus 10° C vorgesehen. In der ungünstigen Jahreszeit werden die Arbeiten bei Einhausung und Beheizung der Tunnelröhre ausgeführt.

Die Kosten der Instandsetzung belaufen sich auf voraussichtlich 5 Mio. Euro.

Die Baumaßnahme wurde in bewährter Weise mit dem ADAC abgestimmt. Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis und ggf. um die weiträumige Umfahrung des Baubereiches. Die Tunnelsanierung verdeutlicht auch einen Bearbeitungsstand des Planwerkes Innenstadt. Die bisher im Planwerk Innenstadt entwickelte Planung, den Straßentunnel aufzugeben, wird zugunsten des Tunnels verändert wird. Zwar werden durch übergroße Verkehrsschneisen bisher blockierte Flächen einer urbanen Nutzung wieder zugeführt, jedoch soll der sanierte Straßentunnel Alexanderplatz (Grunertunnel) weiterhin den West-Ost-Verkehr im Bereich Alexanderplatz aufnehmen.




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Katrin Dietl
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