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Presse und Aktuelles

51. Tag des Baumes


24.04.03, Pressemitteilung
"Andere Festtage dienen der Erinnerung, der Tag des Baumes weist in die Zukunft" (J.S.Morton, Begründer des Gedenktages) Der Tag des Baumes jährt sich in diesem Jahr zum 51ten mal. 1952 wurde er auf Beschluss der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald auf den 25. April festgelegt und erstmals in Deutschland geführt.

Die Idee zum Tag des Baumes stammt aus den USA, hier beschloss 1951 die FAO (Welt-Ernährungs-Organisation der UNO) "dass sich alle Menschen sowohl des ästhetischen und physiologischen als auch des wirtschaftlichen Wertes des Baumes bewusst werden sollen".

Eine wichtige Rolle nehmen dabei die Bäume entlang der Stadtstraßen ein. Sie übernehmen als Baumreihen oder Alleepflanzungen raumbildende und optisch-ästhetische Funktionen, sind als Grün im Straßenbereich zur Luftverbesserung und Staubbindung besonders wichtig und werden z.T. auch als verkehrsleitendes Element verwendet. Berlin hat inzwischen über 412.000 Straßenbäume. Wegen ihrer hohen Wertigkeit werden für alle neu zu bauenden sowie alle auszubauenden Straßen Baumpflanzungen vorgesehen. Beispielsweise wurde im Zuge der Straßenbaumaßnahmen in der Prenzlauer Allee/Prenzlauer Promenade die Pflanzung von 258 neuen Straßenbäumen geplant, ab Herbst diesen Jahres erfolgt die Pflanzung. In den zurück liegenden Jahren wurden auf den Berliner Straßen jährlich über 6.000 Bäume neu gepflanzt. Darin sind auch die Neupflanzungen nach erforderlichen Fällungen enthalten. Um den Bestand weiter zu fördern, wurden auch beim Ausbau der Verkehrsanlagen im Zentralen Bereich Berlin als Ausgleich und Ersatz für die Inanspruchnahme von Grün, Baumpflanzungen auf Stadtstraßen festgelegt.

Vorwiegend in den von dieser Baumaßnahme betroffenen Bezirken erfolgte durch die Vorhabenträger Deutsche Bahn AG und Land Berlin ab 1996 auf einer Straßenlänge von ca. 30 km die Neupflanzungen von 3.870 Straßenbäumen. Dieser erfreulichen Entwicklung muss anderseits entgegengesetzt werden, dass die Lebensbedingungen für Bäume im Straßenland, im Vergleich zu ihrem natürlichen Standort, immer beschwerlicher werden. So entstehen oft durch Bodenverdichtungen, Verkehrsunfälle, undichte Gasleitungen, Hundeurin, mechanische Verletzungen im Wurzel- und Stammbereich der Bäume und auch durch mutwillige Zerstörungen lebensgefährliche Schäden für den Baum. Im langjährigen Mittel mussten deshalb ca. 4.800 Bäume jährlich gefällt werden. Für die Pflege, den Schutz und die Entwicklung der über 412.000 Straßenbäume sind die Gartenämter in den Bezirken verantwortlich. Ein typischer Berliner Straßenbaum, bereits mit einer langen Tradition, ist die Linde; 36 % aller Straßenbäume in Berlin sind Linden. Es folgen Ahorn mit einem Anteil von 18 %, Eichen mit einem Anteil von 9 %, Platanen mit einem Anteil von 6 % und Kastanien mit einem Anteil von 5%.

Insgesamt stehen an den Berliner Straßen 80 verschiedene Baumarten. Besondere Aufmerksamkeit im 51ten Jahr des Tages des Baumes erfordert die Kastanie. Schon im vergangenen Jahr waren durch den Befall mit der Kastanienminiermotte die Kastanienbestände in ihrem Erscheinungsbild stark beeinträchtigt. An wirksamen Gegenmitteln wird derzeit in verschiedenen europäischen Ländern gearbeitet. Um der Bedeutung der Bäume besser gerecht werden zu können, wählt seit 1989 ein Kuratorium jährlich eine Baumart zum "Baum des Jahres". Mit der Wahl zum Baum des Jahres wird auf die Seltenheit einer Baumart oder auf ihre Gefährdung sowie auf ihre ökologische bzw. landschaftliche Bedeutung und auch auf die Bedeutung für die Menschen aufmerksam gemacht.

In diesem Jahr ist die Schwarzerle (Ainus glutinosa) der Baum des Jahres. Die Bestände der Schwarzerle sind durch Entwässerung und Krankheiten bedroht. Als Straßenbaum und in der Gartengestaltung wird die Schwarzerle kaum verwendet. Sie hat ihren festen Platz in der Landschaft und in den Wäldern.



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