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Frösche und Kröten verlassen ihre Winterquartiere


19.03.03, Pressemitteilung
Die warme Witterung der vergangenen Tage hat dazu geführt, dass die Amphibien sich in großer Zahl von ihren Winterquartieren in den Wäldern auf den Weg zu den Laichgewässern machen. Dabei riskieren die Frösche, Kröten und Molche nicht selten ihr Leben, da sie häufig öffentliche Straßen überqueren müssen. An der Havelchaussee sind auch dieses Jahr einige der seit Jahren bekannten Wanderstrecken auf einer Gesamtlänge von mehr als 1000 m durch entsprechende Krötenschutzzäune gesichert.

Die Amphibienschutzmaßnahme entlang der Havelchaussee ist eine Gemeinschafts-initiative des Naturschutzzentrums Ökowerk e.V., der Bezirksämter Steglitz-Zehlendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf sowie der Berliner Forsten. Sie hat das Ziel, die Amphibien mittels der an den Zaunbarrieren eingegrabenen Eimern zu sammeln und dann sicher über die Havelchaussee zu bringen. Die Kontrolle der Eimer erfolgt täglich in den frühen Morgenstunden, auch am Wochenende. Ein hoher, vielfach ehrenamtlicher Einsatz der beteiligten Helfer, sichert den Erfolg der Maßnahme.

In den vergangenen Jahren wurden dank des Schutzzaunes an der Havelchaussee jeweils mehrere Tausend Amphibien sicher ans Wasser gebracht. Es handelt sich überwiegend um Erdkröten (Bufo bufo), nur vereinzelt um Molche und Frösche.

In Abhängigkeit von der maximalen Tagestemperatur erstreckt sich der Hauptteil der Wanderung zu den Laichgewässern über wenige ausreichend warme Tage bzw. Nächte. Der Straßenverkehr kann durch alljährliche hohe Verluste die sehr ortstreuen Amphibienpopulationen in ihrem Bestand gefährden. Autofahrer sollten daher in den kommenden Wochen vor allem morgens und abends auf der Havelchaussee besonders langsam fahren. Wer diesen Weg nicht unbedingt wählen muss, sollte auf andere Strecken (etwa die AVUS) ausweichen.




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