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    Wohnen  
 

Ehemaliger Güterbahnhof Köpenick

Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme


Anfang 2019 wurden die vorbereitende Untersuchungen gemäß § 165 Absatz 4 BauGB für das Areal des ehemaligen Güterbahnhofs Köpenick abgeschlossen. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Voraussetzungen für die Festlegung eines städtebaulichen Entwicklungsbereichs für das Areal des ehemaligen Güterbahnhofs Köpenick einschließlich angrenzender Flächen gemäß § 165 ff. BauGB vorliegen. Auf dieser Grundlage hat der Senat die Durchführung und Finanzierung einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme im Oktober 2019 beschlossen. Ziel ist es, die Gesamtentwicklung des Gebiets ab der förmlichen Festlegung als Rechtsverordnung zu Beginn des 2. Quartals 2020 möglichst zügig durchzuführen. Aufgrund der erheblichen Wachstumsraten und eines steigenden Bedarfs an Wohnraum und Arbeitsplätzen sollen die im Flächennutzungsplan bereits dargestellten "Flächenreserven" nun intensiv aktiviert werden.

In Wechselwirkung mit der konzeptionellen Bearbeitung der äußeren und inneren Erschließung des Gebiets und der vorliegenden planerischen Vorgaben wurde ein Strukturkonzept entwickelt, welches potentielle Wohnungsneubauflächen, Standorte für soziale Infrastruktur sowie Grünverbindungen abbildet. Darüber hinaus zeigt das Strukturkonzept auf, wie die bestehende Verkehrsinfrastruktur sinnvoll erweitert werden kann, um nicht nur die hinzukommenden Bedarfe der überplanten Flächen abzudecken, sondern auch die jetzigen Straßen- und Wegeführungen für den Individualverkehr sowie den öffentlichen Nahverkehr zu ergänzen und auszubauen. Eine besondere Herausforderung stellt hier die räumliche Barriere der Bahntrasse dar. Im Zuge der Entwicklung des Gebiets soll diese durch eine neue Straße gequert werden (Ostumfahrung Bahnhofstraße). Parallel zu der geplanten Gebietsentwicklung wird mit dem von der Deutschen Bahn AG geplanten neuen Regionalbahnhof Köpenick unmittelbar am vorhandenen S-Bahnhof die übergeordnete Anbindung des neuen Stadtquartiers an den regionalen Schienenverkehr realisiert.

Der Erarbeitung des Strukturkonzepts lagen vertiefte städtebauliche Prüfungen, Fachgutachten (Verkehr, Lärm, Naturschutz, Bodenschutz) und die abgestimmte grobe Trassenführung der Ostumfahrung Bahnhofstraße zu Grunde. Die Gutachten können bei Bedarf in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen eingesehen werden. Außerdem wurden Betroffenengespräche durchgeführt sowie die Träger der öffentlichen Belange und die interessierte Öffentlichkeit in verschiedenen Formaten beteiligt. Eine umfassende Öffentlichkeitsbeteiligung mit einer Bürgerwerkstatt fand im Herbst 2017 statt.

Seit März 2017 ist es dem Land Berlin aufgrund einer Vorkaufs­rechtsverordnung möglich, Flächen zu erwerben, bei denen ein Verkauf durch die Eigentümerinnen und Eigentümer den zukünftigen Entwicklungszielen des Gebiets entgegenstehen würde. Mehr Informationen zu den Absichten, die das Land Berlin damit verfolgt, enthält die Pressemitteilung der Senatskanzlei vom 28. Februar 2017. Welche Grundstücke betroffen sind, kann der Verordnung entnommen werden.
Die Vorkaufsrechtsverordnung wird nach Beschluss der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme mit der neuen Rechtsnorm entbehrlich und formal aufgehoben.
Strukturkonzept
Strukturkonzept; UrbanPlan (April 2019)

Luftbild mit Abgrenzung des Entwicklungsbereichs
Räumliche Abgrenzung des zukünftigen Entwicklungsbereichs; SenStadtWohn, Foto: Dirk Laubner (April 2020)
Verfahrensablauf und -stand der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme; SenStadtWohn (April 2020)
Verfahrensablauf und -stand der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme; SenStadtWohn (April 2020)