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    Wohnen  
 

Buch - Am Sandhaus

Flächennutzungsplan und Rahmenplanung


Bereits zu DDR-Zeiten sollten auf den Flächen von Buch V Wohnungen errichtet werden. Das Ziel wurde aber mit der Wende zunächst nicht weiter verfolgt. In den 90er Jahren wurde die Planungsabsicht erneut aufgegriffen, jedoch aufgrund der damals zu geringen Nachfrage zu Beginn der 2000er Jahre zurückgestellt.

Mit der erheblich gestiegenen Wohnungsnachfrage sind die Flächen in diesem Bereich wieder ins planerische Interesse gerückt. 2018 hat der Senat beschlossen, dort eines der neuen Stadtquartiere zu entwickeln. Die Nähe zum S-Bahnhof Buch spielt für diesen Standort eine wichtige Rolle.

Flächennutzungsplan
Um die gesamtplanerische Voraussetzung für den Wohnungsbau zu schaffen, war eine Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich. Dazu wurden verschiedene Siedlungsmodelle geprüft, um den Eingriff in Natur und Landschaft möglichst gering zu halten. Insbesondere der Schutz zusammenhängender, ökologisch wertvoller Bereiche, wie das Landschaftsschutzgebiet mit der Moorlinse auf den ehemaligen Rieselfeldern und wichtiger Waldbiotope waren zentrale Prüfkriterien.

Als Ergebnis der Prüfung wurde im Jahr 2019 der Flächennutzungsplan geändert und die Wohnungsbaupotenziale auf das Gebiet vom S-Bahnhof, entlang der Straße Am Sandhaus und des ehemaligen Krankenhauses der Staatsicherheit zusammengeführt.

Für die Entwicklung des neuen Wohnquartiers ist seit Anfang 2020 die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen zuständig.

Rahmenplanung
In einem mehrstufigen Planungsverfahren bereitet die Senatsverwaltung die städtebauliche Entwicklung planerisch vor. Im ersten Schritt wird seit 2020 ein Rahmenplanverfahren für den Bereich Buch V durchgeführt. Ziel ist es, die Chancen und Möglichkeiten der städtebaulichen Entwicklung für das Gebiet zu ermitteln. Begleitend werden Fachuntersuchungen zum Beispiel zu den Themen Verkehr und Naturschutz durchgeführt und in der weiteren Planung berücksichtigt.

Von Februar bis Juni 2021 wird nun die städtebauliche Vertiefung über ein diskursives Gutachter*innenverfahren durchgeführt. Für das Entwurfsgebiet mit einer Größe von rd. 39 ha arbeiten drei Planungsbüros parallel an städtebaulichen Entwürfen.

Diese werden schrittweise und mit Beteiligung der Öffentlichkeit diskutiert und weiterentwickelt.

Im Sommer 2021 wird eine Fachjury, das sogenannte Gutachter*innengremium, das passendste Konzept auswählen. Das Gremium setzt sich aus elf stimmberechtigten Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft und Praxis, der Verwaltung, der Eigentumsseite sowie der Anwohnerschaft zusammen. Beratende Mitglieder, so zum Beispiel für die Belange der Genossenschaften, begleiten dem Gremium als weitere Expertinnen und Experten.

Nach Auswahl des bevorzugten städtebaulichen Konzeptes wird dieses im Weiteren, gemeinsam mit den o.g. Grundlagen, gestalterischen Leitlinien und einem Umsetzungs- und Maßnahmenkonzept in einem Masterplan zusammengeführt. Der „informelle“ Masterplan für das neue Stadtquartier ist die Arbeitsgrundlage für das Bebauungsplanverfahren zur planungsrechtlichen Sicherung.
Ausschnitt Flächennutzungsplan 2019
Ausschnitt Flächennutzungsplan 2019
Quelle: FIS-Broker

Rahmenplangebiet und Entwurfsgebiet
Rahmenplangebiet und Entwurfsgebiet
Quelle: FIS-Broker