Wohnen  

 

Neue Stadtquartiere

Blankenburger Süden

Standort
Foto: Dirk Laubner (Mai 2017)

In Pankow, zwischen Blankenburg und Heinersdorf, soll ein neues Stadtquartier – der so genannte Blankenburger Süden – entstehen. Für die derzeit landwirtschaftlich genutzte Kernfläche wird untersucht, ob dort bis zu 6.000 Wohneinheiten realisiert und mit der Nachbarschaft räumlich und funktional verknüpft werden können.

Das Gebiet, das im Kontext des neuen Stadtquartiers untersucht wird, umfasst Teile der Ortsteile Blankenburg, Heinersdorf und Französisch Buchholz. Es ist gut 430 ha groß. Die Kernfläche, die hauptsächlich für die Errichtung des neuen Stadtquartiers in Betracht gezogen wird, umfasst etwa 90 ha, ist derzeit hauptsächlich Ackerfläche und befindet sich gänzlich im Eigentum des Landes Berlin. Weitere Flächen, deren perspektivische Entwicklung im Zusammenhang mit der Kernfläche untersucht werden, sind der ehemalige FHTW-Standort nördlich des Blankenburger Pflasterweges und das Gewerbegebiet Heinersdorf südlich der Ackerflächen.

Fokusraum Blankenburger Süden (pdf 9,96 MB)
Diese Teilräume zusammen bilden den Fokusraum für die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers mit 5.000 bis 6.000 bezahlbaren Wohnungen, Gewerbeflächen, Schulen und Kitas, Einzelhandel sowie weiteren Nutzungen. All das lässt sich nur entwickeln, wenn die Verkehrssituation erheblich verbessert wird. Dazu soll u.a. die Straßenbahnlinie M2 verlängert und durch das Gebiet geführt werden.

Stadtquartier der Vielfalt

Der Blankenburger Süden soll als ein Stadtquartier der Vielfalt entwickelt werden durch
  • kleinteilige räumliche Strukturen,
  • vielfältige Nutzungen von Wohnen über Arbeiten und Einkaufen bis hin zu Bildung und Freizeit,
  • vielfältige Formen von öffentlichen und privaten Freiräumen,
  • verschiedene Besitzstrukturen wie Miete, Erbbaupacht und Eigentum und
  • vielfältige Bau- und Organisationsstrukturen wie Baugruppen, Genossenschaften und städtische Wohnungsbaugesellschaften, sodass
  • verschiedenste Formen des Zusammenlebens möglich sind, neben den herkömmlichen Single- und Familienhaushalten etwa auch Wohngemeinschaften und generationenübergreifendes Wohnen.


Bestehende Planungen, Konzepte und Untersuchungen
Seit Mitte der 1990er Jahre ist der Blankenburger Süden als gewerbliche und insbesondere wohnungsbau­bezogene Potenzialfläche vorgesehen und entsprechend im Flächennutzungsplan (FNP) als Baufläche dargestellt.
In den vergangenen Jahren gab es insbesondere bezirkliche Planungen, Konzepte und Untersuchungen zu den einzelnen Teilräumen im weitläufigen Untersuchungsgebiet. Dazu zählen u.a.:

Der derzeit gültige FNP stellt die nördlichen Teile des Kerngebiets als Wohnbaufläche und die südlichen Areale als gewerbliche Baufläche und Standort für einen Betriebshof für Straßenbahn / Bus dar. Diese Darstellungen befinden sich derzeit in Überarbeitung (Veröffentlichung der Bekanntmachung der Einleitung des Änderungsverfahrens am 20.10.2017 im Amtsblatt für Berlin).
Vorbereitende Untersuchungen zur Schaffung neuer planungsrechtlicher Grundlagen

Um die komplexe und gesamtstädtisch bedeutende Aufgabe der Entwicklung eines neuen Stadtquartiers anzugehen, werden sogenannte Vorbereitende Untersuchungen gemäß § 165 (4) BauGB im Zeitraum von 2017 bis voraussichtlich 2020 durchgeführt.

Deren Ziel ist es,
  • eine planerische Rahmenstruktur für die heutigen landwirtschaftlichen Flächen und ggfs. auch darüber hinaus zu entwickeln,
  • die daraus entstehenden Konsequenzen für die benachbarten Ortsteile zu ermitteln,
  • die verkehrlichen, technischen und ökologischen Bedingungen zu prüfen und dementsprechende Konzepte zu entwickeln,
  • die finanziellen Konsequenzen darzustellen und
  • die Planungs- und Rechtsinstrumente zu bestimmen sowie politisch beschließen zu lassen, die für die weitere Planung und Entwicklung nach 2020 erforderlich sind.
Themen, die uns wichtig sind

Wichtige Themen, die schon früh in den Blick genommen werden, sind,
  • die aktive Nachbarschaft einzubeziehen,
  • das Verkehrssystem weiterzuentwickeln,
  • Landschaftsräume zu sichern und zu vernetzen sowie
  • ein nachhaltiges (Regen-)Wassermanagementsystem aufzubauen.



(Stand: April 2019)

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Grundschule Heinersdorfer Straße

Bis Ende April fand zum Bebauungsplan 3-65 für eine neue Grundschule an der Heinersdorfer Straße die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und anderen Träger öffentlicher Belange (TÖB) statt. Alle Stellungnahmen fließen nun in den weiteren Planungsprozess ein.

Boden- und Baugrund

Am 4.6.2019 von 16:30 bis 18:30 Uhr können Sie bei einer Bohrung dabei sein, die im Rahmen der orientierenden Boden- und Baugrunduntersuchung durchgeführt wird, und mit dem durchführenden Ingenieurbüro ins Gespräch kommen. Treffpunkt ist an der Kreuzung Heinersdorfer Str./Safranammerweg.

S-Bahnhof Blankenburg

Für den S-Bahnhof Blankenburg soll eine Untersuchung erfolgen, wie der Bahnhof am besten an das geplante neue Stadtquartier Blankenburger Süden angebunden werden kann (Anbindung an das neue Stadtquartier, Umstieg in die Tram usw.).
Bis zum 1. April 2019 konnten sich Büros bewerben, diese städtebauliche Machbarkeitsuntersuchung durchzuführen.

Vor-Ort-Sprechstunde

Foto: Jörg Farys / die.Projektoren

Seit dem 16. November 2018 können Sie in einer Vor-Ort-Sprechstunde mit Planerinnen und Planern einfach in den Austausch treten. mehr