Wohnen  
 

Vorbereitende Untersuchungen

Werkstattverfahren


Kooperatives städtebauliches Werkstattverfahren

Beginnend im Herbst 2019 bis Frühjahr 2020 findet für den Blankenburger Süden ein Werkstattverfahren statt. Das heißt, mehrere Teams erarbeiten möglichst unterschiedliche Testentwürfe für das geplante neue Stadtquartier. Die so entstehenden Ideen und Bilder werden dazu genutzt, ein neues Struktur- und Nutzungskonzept (so genannte "Alternative D") für den Blankenburger Süden zu entwickeln.

Das Werkstattverfahren ist der dritte Baustein der sogenannten Laborphase. Die Grundlage dafür bilden die ersten beiden Bausteine der Laborphase "Leitziele schärfen" und "Rahmensetzungen klären". Siehe auch:
"Stadt behutsam weiterbauen im Blankenburger Süden" - Agenda 2019 (pdf; 1,5  MB)

Wie läuft das Werkstattverfahren ab?

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen wählt über eine öffentliche Ausschreibung drei bis vier interdisziplinäre Teams aus Stadtplaner*innen und Landschaftsarchitekt*innen aus. Diese erarbeiten möglichst unterschiedliche städtebauliche Testentwürfe für das geplante neue Stadtquartier. Das Werkstattverfahren ist kooperativ, das heißt die Teams erstellen die Testentwürfe gleichzeitig, es gibt Zwischentermine mit allen und es wird am Ende keinen Siegerentwurf geben.

Das Gebiet, auf das sich die Testentwürfe beziehen, ist ca. 150 ha groß. Es reicht vom ehemaligen Standort der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW) im Norden über die ca. 90 ha große Kernfläche – ehemals Rieselfeld, heute Ackerfläche – bis zum Gewerbegebiet Heinersdorf im Süden. Darüber hinaus werden die Testentwürfe die Anbindung an die angrenzenden Nachbarschaften thematisieren.

Die Testentwürfe müssen u.a.
  • die bisherigen Erkenntnisse aus den Vorbereitenden Untersuchungen einschließlich der Ergebnisse aus der Beteiligung von Betroffenen und der Öffentlichkeit berücksichtigen und
  • sich an den im Entwurf vorliegenden Leitzielen für das neue Stadtquartier orientieren.

Themen, mit denen sich die Teams kritisch und kreativ auseinandersetzen sollen, sind insbesondere
  • Nutzungen und Funktionen,
  • Städtebau,
  • Freiräume und Ökologie,
  • Mobilität und Verkehr sowie
  • Verflechtungen mit den Nachbarschaften.

Warum das Werkstattverfahren?

Nachdem bei der Auftaktarena zum Blankenburger Süden am 03.03.2018 deutlich wurde, dass die damals vorgestellten drei Alternativen A, B und C für das Struktur- und Nutzungskonzept von Teilen der Öffentlichkeit und Politik sehr kritisch gesehen wurden, beschloss die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, sich mit ihren Überlegungen für das neue Stadtquartier auf ein kleineres Gebiet zu fokussieren. Zudem wurde mehr Zeit dafür eingeräumt, eine neue Alternative zu entwickeln.

Mit dem Werkstattverfahren und den Testentwürfen soll nun detaillierter, als es in Vorbereitenden Untersuchungen eigentlich erforderlich ist, geprüft werden, wie die zukünftige städtebauliche Struktur aussehen könnte. Die Testentwürfe sollen dabei zum Beispiel aufzeigen, wie viele und wie große Häuser auf welcher Fläche in etwa geplant werden müssen, um bis zu 6.000 Wohnungen zu schaffen. Gleichzeitig soll aufgezeigt werden, wo Gewerbe, Schulen, Grünflächen und andere Nutzungen mit welchen Flächenbedarfen unterzubringen wären.
Im Werkstattverfahren wird sozusagen getestet, wie das neue Quartier auf einer etwas detaillierteren Ebene funktionieren und aussehen könnte, um daraus wiederum das neue abstrakte Struktur- und Nutzungskonzept (Alternative D) abzuleiten. Dieses bildet dann die Grundlage für den Abschluss der Vorbereitenden Untersuchungen. Die Testentwürfe greifen keinem späteren städtebaulichen Entwurfsprozess für eine Realisierung eines neuen Stadtquartiers vor, sondern bereiten es vor, so wie es für den Abschluss der Vorbereitenden Untersuchungen benötigt wird.

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