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    Wohnen  
 

Blankenburger Süden

Verkehr


Ausschnitt aus "City for people"; Foto: Rosana Grecchi, Sustainably Yours /EEA (CC-Lizenz)

Das Gebiet der Vorbereitenden Untersuchungen für den Blankenburger Süden ist verkehrlich überlastet. Sowohl das Netz des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) als auch das Straßennetz sowie auch die Infrastruktur für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen bedürfen einer Weiterentwicklung. Um diese vorzubereiten und Kapazitäten für ein neues Stadtquartier mit weiteren bis zu 12.000 Menschen sicherzustellen, werden verschiedene Untersuchungen und Planungen durchgeführt. Dafür zuständig ist die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. In Teilbereichen wird sie von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen unterstützt.


Aus Gründen der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes ist – im Blankenburger Süden wie überall – eine Verkehrswende nötig: Es sollen der ÖPNV, Fuß- und Radverkehr Vorrang haben und die Nutzung eines eigenen Autos weitestgehend entbehrlich machen. 80 Prozent aller Wege sollen hier zu Fuß, mit dem Rad oder ÖPNV und nur 20 Prozent der Wege mit dem Auto zurücklegt werden. Dafür soll ...
  • die Straßenbahnverlängerung der M2 bis zum S-Bahnhof Blankenburg das Rückgrat der Anbindung des neuen Stadtquartiers bilden und eine gute Verknüpfung nach Blankenburg und Heinersdorf ermöglichen. Der Bezug der ersten Wohnung soll erst mit Inbetriebnahme der Straßenbahn erfolgen.
  • es im öffentlichen Raum nur wenige Parkplätze geben, etwa für mobilitätseingeschränkte Menschen und Besucher*innen. Parkplätze für Anwohner*innen sollen ausschließlich in Quartiersgaragen angeboten werden.
  • der S-Bahnhof Blankenburg leistungsstark und multimodal ausgebaut werden. Die Zugänglichkeit soll verbessert und ergänzende Nutzungen wie ein Fahrradparkhaus geschaffen werden.

Grundlagenkonzept Nachhaltige Mobilität für den Blankenburger Süden

Wie die oben beschriebenen Ziele für den Blankenburger Süden erreicht werden können, zeigt das Grundlagenkonzept Nachhaltige Mobilität auf. Es wurde vom Büro ARGUS Stadt und Verkehr erarbeitet und umfasst insgesamt 45 Maßnahmenvorschläge zu den Themen äußere und innere Erschließung, Mobilitätsangebote und Management.
(Quelle:  ARGUS Stadt und Verkehr) neu

Das Büro ARGUS Stadt und Verkehr bewertete auch die vier Testentwürfe des Werkstattverfahrens aus verkehrsplanerischer Sicht.

ÖPNV-Netz

Im Gebiet der Vorbereitenden Untersuchungen für den Blankenburger Süden gibt es aktuell zwei Untersuchungen bzw. Planungen für Straßenbahnlinien. Die Straßenbahn ist hier im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln (Bus, U-Bahn, S-Bahn) am besten geeignet, da sie die ideale Kapazität hat und vergleichsweise kostengünstig und schnell zu realisieren ist.

Verlängerung der Straßenbahnstrecke M2

Um zu ermitteln, welche Strecke zur Anbindung des neuen Stadtquartiers am sinnvollsten ist, wurde von Ende 2016 bis Ende 2018 eine umfassende Untersuchung von mehreren Streckenvarianten durchgeführt. Ergebnis ist, dass die Straßenbahnlinie M2 bis zum S-Bahnhof Blankenburg verlängert werden soll. Dies stellt eine direkte Anbindung des Blankenburger Südens an das Stadtzentrum und an das übergeordnete ÖPNV-Netz sicher.

Neue Straßenbahnstrecke Pankow-Heinersdorf-Weißensee

Auch zwischen den Ortsteilen Pankow, Heinersdorf und Weißensee ist eine neue Straßenbahnstrecke vorgesehen. Diese soll eine Querverbindung im radialen Netz bilden. Im Mai 2018 wurde die Untersuchung von Streckenvarianten begonnen.

Umbau S-Bahnhof Blankenburg

Von Mai 2019 bis Juli 2020 wurde von der Agentur BahnStadt eine städtebauliche Machbarkeitsstudie durchgeführt, die zukunftsfähige Entwicklungsmöglichkeiten für den S-Bahnhof Blankenburg untersuchte und ein Umbaukonzept erarbeitete.

Straßennetz

Straßennetz Nord-Ost-Raum

Im Nord-Ost-Raum von Berlin sind neben dem Blankenburger Süden noch mehrere große städtebauliche Entwicklungen geplant. Für eine gesamtheitliche, strategische Weiterentwicklung und Gestaltung des übergeordneten Straßennetzes wurde die „Verkehrliche Untersuchung zum Straßennetz im Nordost-Raum Berlins in Folge der neuen städtebaulichen Entwicklungen“ durchgeführt. Es wurden darin die Verkehrsauswirkungen der neuen städtebaulichen Entwicklungen auf das bestehende und geplante übergeordnete Straßennetz untersucht und darüber hinaus verschiedene Varianten von ergänzenden Straßenbaumaßnahmen geprüft und bewertet.

Verkehrserschließung Blankenburg

Im Dezember 2018 hat die Untersuchung zur "Verkehrserschließung Blankenburg" begonnen. Es wird untersucht, mit welchen Lösungen (Ausbau Bestand und/oder Neubau) zwischen der Dorfstraße Malchow (B 2), der Autobahn A 114 und der Pasewalker Straße die bestehenden Verkehrsprobleme in Blankenburg gelöst und das neue Stadtquartier erschlossen werden kann.

Verkehrslösung Heinersdorf

Die Verkehrslösung Heinersdorf soll den Ortskern Heinersdorf vom Verkehr entlasten. Dafür sind neue Umgehungsstraßen bzw. der Ausbau bestehender Straßen geplant.