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    Wohnen  
 

Blankenburger Süden - Alte Gärtnerei Heinersdorf

Rahmenbedingungen


Der Ort


Gegenwärtige Nutzungen „Alte Gärtnerei” und Umgebung; Grafik: GP Planwerk
Gegenwärtige Nutzungen „Alte Gärtnerei” und Umgebung; Grafik: GP Planwerk

Die Hauptfläche des Projektgebietes bildet das Grundstück der ehemaligen Gärtnerei an der Neukirchstraße und Blankenburger Straße, das seit den 1990er Jahren nicht mehr genutzt wird. Darüber hinaus wurden angrenzende Grundstücke in das Plangebiet aufgenommen, auf denen ebenfalls neuer Wohnungsbau ermöglicht werden soll. Dies umfasst für eine Erweiterung den Wohnungsbau der 1920er Jahre im Norden sowie Teile der langgestreckten Gärten zur Romain-Rolland-Straße. Für eine Aufwertung des Ortseingangs ist auch der Bereich der Kreuzung Romain-Rolland-Straße / Rothenbachstraße mit den angrenzenden Grundstücken Teil des Projektgebietes. Insgesamt umfasst dies ca. 8,7 ha.

Das Plangebiet und seine Umgebung weisen unterschiedlichste Bebauungen auf. So ist im westlichen Bereich entlang der Romain-Rolland-Straße überwiegend eine städtische Bebauung aus Mehrfamilienhäusern mit 3-5 Geschossen vorhanden. Im nord- und südöstlichen Umfeld besteht die Bebauung hingegen aus Einfamilien- und Reihenhäusern sowie vereinzelt kleinen Mehrfamilienhäusern.

Die Grundstücke innerhalb des Projektgebiets sind überwiegend in Privatbesitz und verteilen sich auf viele Grundstückseigentümer mit unterschiedlichen Interessen und Entwicklungsabsichten. Bei der Entwicklung des Gebiets müssen daher die öffentlichen und privaten Interessen in Einklang gebracht werden.

Planungen in Heinersdorf


Städtebaulicher Rahmenplan Heinersdorf

Im Auftrag des Bezirksamtes Pankow wurde in 2018/2019 der städtebauliche Rahmenplan Heinersdorf erstellt, um einen Überblick über die Problemlagen zu erhalten und Maßnahmen zur Stärkung des Ortsteils zu entwickeln. Die „Alte Gärtnerei” und der Ortseingang an der Kreuzung Romain-Rolland-Straße / Rothenbachstraße werden als einer von neun Entwicklungsräumen vertiefend betrachtet. Die Ergebnisse des Rahmenplans Heinersdorf bilden eine Grundlage des städtebaulichen Wettbewerbs und fließen in das Wettbewerbsverfahren mit ein.

Verkehr


Karte zur Planung mit Verlauf des Netzelementes 1 und der Straßenbahnlinien; Grafik: GP Planwerk
Verkehrsplanungen im Bereich der „Alte Gärtnerei” und Umgebung; Grafik: GP Planwerk

Im Projektgebiet und seinem direkten Umfeld sind mehrere Verkehrsprojekte geplant. Dies umfasst die übergeordnete Straßenverbindung Netzelement 1 der Verkehrslösung Heinersdorf, die Neuplanung von Straßenbahnlinien sowie die Verbesserung von Fuß- und Radwegeverbindungen.

Verkehrslösung Heinersdorf

Zur Entlastung des stark vom Durchgangsverkehr belasteten Ortskerns Heinersdorf wurde im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz die Verkehrslösung Heinersdorf, bestehend aus den vier übergeordneten Straßenverbindungen Netzelement 1 bis Netzelement 4, entwickelt.

Das Netzelement 1 soll von der Rothenbach- zur Blankenburger Straße durch das Wettbewerbsgebiet führen. So kann der Durchgangsverkehr über die sich anschließenden geplanten Netzelemente 2 und 4 um den Ortskern Heinersdorf umgeleitet werden.
Mehr finden Sie auf der Seite der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

Gegenwärtig erfolgt eine Untersuchung zur Linienführung und Einbindung des Netzelementes 1 in den Kreuzungsbereich Romain-Rolland-Straße / Rothenbachstraße und in die Blankenburger Straße.

Straßenbahnlinien

Im Umfeld des Projektgebietes sollen zwei Straßenbahnlinien verlängert werden. Zum einen soll die Tramlinie M2 in Richtung Nordwesten über die Blankenburger Straße in das neue Stadtquartier „Blankenburger Süden” geführt werden. Zum anderen führt die geplante Straßenbahntangente Pankow vom S-Bahnhof Pankow entlang der Romain-Rolland-Straße zum heutigen Endpunkt der Straßenbahnlinien M13 / M27.
Mehr finden Sie auf der Seite der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

Fuß- und Radverkehr

Durch die neue Straßenverbindung zwischen dem Kreuzungsbereich Romain-Rolland-Straße / -Rothenbachstraße und Blankenburger Straße wird auch eine neue Fuß- und Radwegeverbindung geschaffen. Diese wird um weiteren Fuß- und Radwegeverbindungen durch das neue Quartier ergänzt.

Eine übergeordnete Radwegeverbindung führt über die Straße 30 und Neukirchstraße zum S-Bahnhof Heinersdorf und zum Panke-Trail. Hierfür wird der bisher unbefestigte Abschnitt in der Neukirchstraße ausgebaut.

Umwelt


Foto Brachfläche Alte Gärtnerei, November 2020; Foto: GP Planwerk
Brachfläche „Alte Gärtnerei”, November 2020; Foto: GP Planwerk

Für das Projekt „Alte Gärtnerei” wurden die Flora und Fauna des Gebietes kartiert sowie Untersuchungen zu den Möglichkeiten der Regenwasserbewirtschaftung sowie zum Stadtklima durchgeführt.

Biotop- und Artenschutz

Auf der Hauptfläche der „Alten Gärtnerei” hat sich nach Aufgabe des Gartenbaus ein dichter Grünraum aus Bäumen und Sträuchern entwickelt. Auf den angrenzenden Grundstücken im Norden und Westen liegen die Gärten der bestehenden Wohnbebauung. Besonders wertvoll sind die großen Einzelbäume auf der Fläche der ehemaligen Gärtnerei, die soweit möglich Teil des neuen Quartiers werden sollen. In Hinblick auf die Fauna ist das Projektgebiet für Fledermäuse, für den Haussperling sowie teilweise für Bienen und Wespen von Bedeutung. Für diese Arten sollen im Rahmen der Entwicklung neue Lebensräume geschaffen werden.

Regenwasserbewirtschaftung und Klima

Um angenehme klimatische Bedingungen innerhalb des Quartiers auch bei zukünftig steigenden Temperaturen und längeren Hitzeperioden im Sommer zu fördern, fließen stadtklimatische Empfehlungen zur Durchlüftung des Gebiets, zur Begrünung sowie zur Verschattung und Minimierung der Versiegelung in die Planung ein. Die Regenentwässerung der Grundstücke und Straßen soll nahezu vollständig innerhalb des Projektgebietes über Versickerung und Verdunstung des Wassers realisiert werden. Dies wirkt sich ebenfalls positiv auf das Mikroklima aus.