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    Städtebau  
 

Standortmanagement

Vertiefungsprojekte


Aufgabe des Standortmanagements war es, die Akteur*innen des Netzwerks mitten in berlin bei gemeinsamen Projektideen und der Bildung projektbezogener Arbeitsgruppen zu unterstützen. Es begleitete die Akteur*innen u.a., durch die Organisation, Moderation und Dokumentation vertiefender Gespräche mit Verantwortlichen und Multiplikatoren. Ziel war es, frühzeitig sicherzustellen, dass Projektideen realisierbar sind bzw. die notwendigen Partner*innen zu einer Kooperation bereit sind.

Vertiefungsraum Leipziger Straße

Vertiefungsraum des Standortmanagements ist die Leipziger Straße, im Abschnitt zwischen Spittelmarkt und Charlottenstraße. Nördlich wird das Gebiet durch die Kronenstraße und südlich durch die Krausenstraße begrenzt. Hier sollte durch das Standortmanagement, gemeinsam mit den wesentlichen Akteur*innen des Vertiefungsraums, ein Pilotprojekt (beispielhaft für den Gesamtstadtraum des Standortmanagements) entwickelt und umgesetzt werden. Gemeinsam wurden die zentralen Themen der Entwicklung der Leipziger Straße erarbeitet (siehe auch AG mitten in berlin).

Wesentliche Aufgaben des Standortmanagements waren die Organisation, Moderation und Durchführung der Sitzungen der AG mitten in berlin; das Wahrnehmen zahlreicher Sondierungstermine mit der öffentlichen Hand (BA Mitte, SenSW, SenUVK, VLB); die Einreichung eines Projektvorschlags bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz („Charta für Berliner Stadtgrün“); die Unterstützung der Bewerbung der IG Leipziger Straße e.V. bei MittendrIn Berlin! Projekte in Berliner Zentren (2019/ 2020); die Teilnahme an Stadtteil- und Vernetzungsveranstaltungen; die Teilnahme an Fach- und öffentlichen Veranstaltungen zur TRAM-Planung an der B1 sowie Kartendarstellungen und Dokumentation.

AG mitten in berlin

Im Rahmen des 4. Netzwerktreffens des Standortmanagements wurde eine Arbeitsgruppe „AG mitten in berlin“ initiiert, in welcher die Anrainer*innen der Leipziger Straße: die IG Leipziger Straße e.V.; die Grundstückseigentümer*innen WBM, BimA, berlinovo, TLG und Center Scape; die STK Alexanderplatz, der Mieterbeirat sowie die Steuerungsrunde zum Standortmanagement vertreten sind. Die AG traf sich zur Bündelung aller Informationen und Vorschläge zur Entwicklung des Stadtraums Leipziger Straße mehrfach.

Auf der Grundlage der gemeinsam erarbeiteten Handlungsfelder (Entwicklung der Gewerbeflächen; Entwicklung der Grün- und Freiflächen/ Verbesserung der Aufenthaltsqualität; verkehrliche Entwicklung/ TRAM-Planung an der B1/ Querungen/ Verknüpfung der Quartiere) hat sich die IG Leipziger Straße in Zusammenarbeit mit dem Standortmanagement am Wettbewerb „MittendrIn Berlin! Konzepte für Berliner Zentren“ beteiligt.

Zur weiteren Umsetzung der in den Handlungsfeldern formulierten Ziele für den Vertiefungsraum Leipziger Straße sollte die AG mitten in berlin - mit Erweiterung um die jeweils Verantwortlichen der Einzelprojekte in den zuständigen Verwaltungen (z.B. TRAM-Planung an der B1, Städtebauliche Erhaltungsverordnung im Bereich zwischen Spittelmarkt und Charlottenstraße) - in eine Projektgruppe aller Beteiligten am Standort, überführt werden. Den Auftakt dazu bildete eine durch das Standortmanagement initiierte Sitzung am 27. August 2020.

Gemeinsam mit den Akteur*innen des Netzwerks mitten in berlin wurden als Schwerpunktthemen „Stadtraum und Erdgeschosse; Tourismus, Verknüpfung von Standorten und Quartieren; Verkehr und verkehrliche Infrastruktur; Öffentlicher Raum, Grün- und Freiflächen“ herausgearbeitet.

Entwicklung von Teilraumprofilen – mitten in berlin als gemeinsames Dach

Aufgrund der Größe und Heterogenität des Transformationsraums Berlin Mitte wurde eine gemeinsame Identität und ein Zusammengehörigkeitsgefühl der Akteur*innen untereinander verneint, wenngleich sich alle als „aktiv in der Mitte Berlins“/ „mitten in Berlin“ verstanden. Zur näheren Beschreibung des Stadtraums wurden deshalb im Rahmen der Veranstaltungsreihe mitten in berlin die unterschiedlichen Charakteristika der Teilräume herausgearbeitet. Als eine Besonderheit und Stärke des Gesamtraumes wurde die außerordentliche Vielfalt seiner Teilräume bewertet, Wesentliche Merkmale eines Teilraums sind die überwiegende Nutzung und die Wahrnehmung (z.B. touristischer Hotspot, besonderer geschichtlicher Ort).

Durch ihre Lage in der Mitte Berlins haben die Teilräume ähnliche Entwicklungspotenziale und sind mit vergleichbaren Herausforderungen konfrontiert. Dem vielfach als heterogen und zerschnitten beschriebenen Stadtraum, dessen einzelne Quartiere durch ihren „Inselcharakter ohne direkte Verbindung untereinander“ gekennzeichnet sind, konnte mit der Bezeichnung „mitten in berlin“, ein gemeinsames Dach gegeben werden.

Die Ergebnisse der Teilraumprofile wurden in Form von Karten und Steckbriefen dargestellt und in einer Publikation veröffentlicht. Die Karten zu den Steckbriefen und den Teilraumprofilen stellen eine thematische Annäherung und den Verständigungsrahmen mit den beteiligten Akteur*innen sowie die Auswertung zahlreicher Grundlagen durch das Stadtortmanagement mitten in berlin dar (Arbeitsstand Juni 2020).