link  Aktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie auf der Sonderseite der Senatskanzlei.
 link Fragen zum Coronavirus? Nutzen Sie auch den Chatbot Bobbi!
download Infoblatt: So reduzieren Sie das Infektionsrisiko / Reduce the risk of infection with the coronavirus! /
    Koronavirüs enfeksiyonu risklerini azaltalım! / Снизить риск заражения коронавирусом! / ! تقليل مخاطر العدوى بفيروس كورونا


    Service  

 

Technisches Referendariat

Fachrichtung Landespflege


Ausbildungsbehörde für das Referendariat in der Fachrichtung Landespflege ist die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

Ausbildungsabschnitte


Ausbildungsabschnitt I:
Einführung in die Verwaltung, sowie Information und praktische Mitarbeit bei der unteren Naturschutz-/Landschaftsbehörde sowie bei der Kommunalverwaltung
(35 Wochen)

Ausbildungsabschnitt II:
Information und praktische Mitarbeit bei den Fachverwaltungen der Nachbargebiete der Landespflege und bei wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes und des Bundes
(16 Wochen)

Ausbildungsabschnitt III:
Praktische Mitarbeit und Information bei einer Landesmittelbehörde und/oder Landesoberbehörde für Naturschutz und Landschaftspflege sowie Anfertigen der Häuslichen Prüfungsarbeit
(13 Wochen)

Ausbildungsabschnitt IV:
Lehrgänge/ Seminare/ Arbeitsgemeinschaften/ Exkursionen/ Prüfungszeitraum
(28 Wochen)

Hinzu kommen 12 Wochen Erholungsurlaub.

Gesamtzeitraum des Referendariats:
104 Wochen (24 Monate).

Landschaftspark Rudow-Altglienicke, 2009
Landschaftspark Rudow-Altglienicke, 2009
Foto: Gabriele Koll-Hortien

Ausbildungsplan


Ausbildungs­abschnitte und Dauer Ausbildungsstellen (ggf. Dauer) Ausbildungsinhalte (ggf. Dauer)
I
1 Woche
(1-2 Wochen)


34 Wochen
(28-36 Wochen)

Ausbildungsbehörde



- untere Verwaltungsbehörde für Naturschutz und Landschaftspflege (mind. 16 Wochen)

- Kommunalverwaltung, insbesondere Grünflächenämter (mind. 8 Wochen)

- Planungs-, Kommunal- oder Regionalverband

Einführung in die Ausbildung sowie die Verwaltung, die Aufgaben und die Organisation der Fachverwaltungen


Praktische, fachspezifische Ausbildung im Schwerpunkt Naturschutz und Landschaftspflege;

Grundzüge der Verwaltungspraxis und selbstständige Mitarbeit und Anwendung der einschlägigen Vorschriften, Erlasse und Richtlinien;

vertiefende Anwendung des technischen und naturwissenschaftlichen Wissens in den einzelnen Aufgabenfeldern sowie der in den Lehrgängen vermittelten Kenntnisse;

Ausweisung von Schutzgebieten und -objekten, Planung und Entwurf in der Landschafts-, Grünordnungs-, Biotop- und Objektplanung, Biotop- und Grünflächenpflege; Artenschutz, Anwendung der Eingriffsregelung in der Bauleit- und Fachplanung sowie bei sonstigen Vorhaben, Förderprogramme, Prüfung von Anträgen, Verfassen von Entwürfen für Genehmigungen, Anordnungen, Bescheide, Stellungnahmen und allgemeiner Schriftverkehr, Vorbereitung von Ausschreibungsunterlagen, Abwicklung von Aufträgen; Finanzkontrolle, Abrechnung, Liegenschaftswesen, Einsatz und Anwendung von ADV;

Zusammenwirken mit Beiräten, Naturschutzverbänden, Naturschutzbeauftragten, Naturschutzwarten sowie politischen Entscheidungsgremien; Personal-, Haushalts- und Rechnungswesen, Geschäftsbetrieb und Bürotechnik, Arbeitsplanung, Ablauforganisation, Personaleinsatz, Personalführung, Beurteilungen, Personalentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit, Teilnahme an Ausschusssitzungen, Scoping- und Anhörungsterminen sowie Abstimmungsgesprächen
II

16 Wochen
(12-18 Wochen)
Fachverwaltungen insbesondere

- Landesbeauftragter/ Landesfachamt für Naturschutz / Landschaftspflege / Umwelt

- Wasserwirtschaft

- Landwirtschaft / Flurbereinigung

- Forstwirtschaft

- Straßenbau
Kennenlernen der relevanten Aufgaben, Organisation, Instrumente und Rechtsgrundlagen sowie der Zusammenarbeit mit der Naturschutzverwaltung und der Aufgaben als Träger öffentlicher Belange bei Fachplanungen.

Beim Landesbeauftragten / Landesfachamt insbesondere: Beratungsaufgaben gegenüber den Behörden und Stellen des Landes, der Kommunen; fachtechnische Betreuung der Naturschutz- / Landschaftsbehörden, Projektgruppenarbeit; Kennenlernen der Erstellung von Gutachten, der Erarbeitung von Stellungnahmen gegenüber Aufsichts-behörden und Gerichten, der Bewertung von Umweltverträglichkeitsstudien und Fachplanungen, Teilnahme an Messungen, Untersuchungen, Probenahmen
III

13 Wochen
(10-18 Wochen)
Höhere (oberste) Verwaltungsbehörde für Naturschutz und Landschaftspflege
Praktische Ausbildung in Vertiefung der Abschnitte I und II:
Fachspezifische Ausbildung und selbstständige Mitarbeit unter Anwendung der einschlägigen Vorschriften, Erlasse und Richtlinien; Umweltverträglichkeitsprüfungen, Fördermittel, Vollzug der fachlichen Rechtsvorschriften durch Rechtssetzungsverfahren, Bewilligungen, Erlaubnisse, Zulassungen, Planfeststellungen, Bescheide, Beschlüsse, insbesondere in den Bereichen des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie der Regionalplanung, der Bauleitplanung und den angrenzenden Fachgebieten.
IV

16 Wochen
(12-18 Wochen)
Lehrgänge / Seminare / Arbeitsgemeinschaften / Exkursionen / Prüfungsvorbereitung
Leitungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung; Management, Mitarbeiterführung, Planung, Entscheidung; Rhetorik, Gesprächsführung; Psychologie.

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen.

Allgemeine fachübergreifende Zielsetzungen und Strategien zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen.
- Ziele und Notwendigkeit des Umweltschutzes,
- Umweltschutz als planerische und ordnungsrechtliche Aufgabe,
- Vorsorge-, Verursacher-, Kooperationsprinzip,
- Genehmigung, Durchführung und Überwachung von Maßnahmen, Erfolgskontrolle,
- Grundlagen und technische Regeln,
- Voruntersuchungen, Planung,
- Erheben, Beschreiben und Bewerten von Daten,
- Grundzüge der Verwaltungspraxis.

Fachübergreifende Rechts- und Verwaltungsvorschriften.

Grundlagen des Verwaltungsrechts, Verfassungsrecht, Rechtsstellung der Beamtin / des Beamten, Geheimhaltungs- und Auskunftspflicht, Ordnungsrecht, Strafrecht / Ordnungswidrigkeiten- recht, Bau- und Planungsrecht, Zivilrecht, Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen, Finanzierungsprogramme.

Disziplinarrecht, Personalvertretungsrecht, Haftungsrecht.

Verwaltungsvollstreckung-, verwaltungsgerichtliche Verfahren (Klagearten, Urteile).

Mitwirkungsrechte der Naturschutz-verbände.

Grundzüge und Vertiefung der fachbezogenen Rechts- und Verwaltungsvorschriften.

Nationales, internationales und EU-Recht in den Bereichen Natur- und Artenschutz, Umweltverträglichkeit, Raumordnung und Landesplanung, Bauplanungs- und Bauordnungsrecht; Wasser, Bodenschutz, Abfall, Altlasten, Immissionsschutz.

Land- und Forstwirtschaft, Flurbereinigung, Energiewirtschaft, Kommunikationstechnik, Verkehrswesen, Jagd- und Fischereirecht, (Garten-) Denkmalschutz / -pflege

Häusliche Prüfungsarbeit



Prüfstoffverzeichnis (Auszug)



Fach 1: Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen
  • Rechtsgeschichte
  • Allgemeines Staatsrecht
  • Verfassungsrecht des Bundes und der Länder
  • Europäische Union
  • Kommunalrecht
  • Verwaltungsaufbau und Behördenorganisation bei Bund, Ländern, kommunalen Gebietskörperschaften und anderen öffentlich-rechtlichen Institutionen
  • Allgemeines Verwaltungsrecht, Verwaltungshandeln, Verwaltungsprozessrecht
  • Besonderes Verwaltungsrecht
  • Privatrecht und Zivilprozessrecht
  • Strafrecht


Fach 2: Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit
  • Leitungskonzeptionen, -methoden und -techniken
  • Management der öffentlichen Verwaltung und betriebswirtschaftliche Steuerung
  • Personalführung
  • Kommunikation
  • Informationstechnik
  • Organisation
  • Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes, der Länder und der Kommunen
  • Volks- und betriebswirtschaftliche Untersuchungen


Fach 3: Naturschutz und Landschaftspflege
  • Aufgaben, geschichtliche Entwicklung
  • Rechtsgrundlagen
  • Ziele und Grundsätze des Naturschutzes und der Landschaftspflege
  • Landschaftsplanung
  • Eingriffsregelung
  • Naturschutz und Landschaftspflege und konkurrierende Nutzungen
  • Biotopschutz, Biotopverbund
  • Biodiversität
  • Flächen- und Objektschutz
  • NATURA 2000
  • Internationaler und nationaler Artenschutz, Artenschutzprogramme, Artenhilfsmaßnahmen
  • Klimaschutz, Klimawandel mit Bezug zum Naturschutz


Fach 4: Raumordnung, Landesplanung und Städtebau
  • Aufgaben, geschichtliche Entwicklung von Raumordnung, Landesplanung, Städtebau und Bodenordnung
  • Rechtsgrundlagen der Raumordnung, der Landesplanung und des Städtebaues (einschließlich Bauleitplanung), Rechtsentwicklung des Raumordnungs- und des Bauplanungsrechts
  • Ziele und Grundsätze von Raumordnung, Landesplanung und Städtebau
  • Programme, Pläne und Satzungen
  • Stadtentwicklung, Stadterneuerung, Städtebauförderung
  • Prinzip der zentralen Orte / Zentrale-Orte-Konzept
  • Beiträge der Fachplanungen zu den Gesamtplanungen
  • Zusammenwirken mit den Fachplanungen, Verhältnis Bundesplanung, Landesplanung, Regionalplanung und Bauleitplanung


Fach 5: Freiraumplanung und Grünordnung
  • Aufgaben und Organisation städtischer Grün- bzw. Gartenämter sowie Zusammenarbeit mit anderen Ämtern
  • Funktionen von Freiräumen und Grünflächen - einschließlich Verbundsystemen - im besiedelten und unbesiedelten Bereich
  • Programme, Konzeptionen und Pläne für Freiräume, Grünflächen und Einzelobjekte
  • Naherholungskonzeptionen in Ballungsgebieten
  • Naturschutz im besiedelten Bereich
  • Konflikte Naturschutz/Freizeitnutzung, Lösungsmöglichkeiten
  • Gartendenkmalpflege


Fach 6: Angrenzende Fachgebiete