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Stadtentwicklungsplanung Zentren

Handelsimmobilien – gemischt genutzt und mehrgeschossig


Foto: Drogerie-Kette im Erdgeschoss eines mehrgeschossigen Neubaus. Das Gebäude gehört zu einer neu errichteten Wohnsiedlung; Fotograf: Christo Libuda - Lichtschwärmer
Drogeriekette in einem mehrgeschossigen Neubau
Foto: Christo Libuda - Lichtschwärmer

Handelsimmobilien – gemischt genutzt und mehrgeschossig


Bei der Planung neuer Handelsimmobilien stellen Projektentwickler und Unternehmen oftmals die Anforderungen des Handels in den Vordergrund. In der Folge entstehen vielfach monofunktionale, eingeschossige Typenbauten, die wertvolle Grundstückspotenziale ungenutzt lassen.

Ziel des Berliner Senats ist es, die gewachsenen Geschäftsstraßen und Zentren durch städtebaulich qualitätvolle und gemischt genutzte Projekte zu stärken. Dabei schafft eine mehrgeschossige Bauweise oberhalb der Läden Raum für weitere gewerbliche Nutzungen und für neue Wohnungen. Beispielsweise lassen sich auf einem Grundstück eines modernen Supermarktes zusätzlich etwa 50 bis 100 Wohnungen realisieren.

Gute Beispiele aus Berlin und anderen Städten zeigen, dass solche multifunktionalen und mehrgeschossigen Lösungen die Anforderungen der Handelsnutzungen erfüllen und zugleich einen städtebaulichen Mehrwert für ihren Standort generieren.

Neben einer frühzeitigen Abstimmung der Vorhabenträger mit den Genehmigungsbehörden ist die Kenntnis über gelungene und praktikable Details hilfreich. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hat solche Praxisideen und überzeugende Projektbeispiele in einer Internet-Broschüre (pdf; 14 MB) zusammengefasst. Sie soll alle Projektbeteiligten – vom Handel über die Immobilienwirtschaft und die Architektenschaft bis hin zu den Planungs- und Genehmigungs­behörden – ermutigen, standortbezogen individuelle Geschäftshäuser mit einem Mehrwert für die wachsende Stadt umzusetzen.

Auf Einladung von Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher fand 2017 der erste Berliner „Supermarktgipfel" statt. Bei diesem Expertenhearing kamen Vertreterinnen und Vertreter der Lebensmittel-Filialunternehmen, des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, der IHK Berlin, der Bezirke, der Immobilienentwicklung sowie der Wohnungswirtschaft zusammen, um über Konzepte zu diskutieren, mit denen insbesondere Wohnungsbau über Lebensmittelmärkten realisiert werden kann.
Im zweiten „Supermarktgipfel" 2018 wurde dieser Austausch fortgesetzt. Hierbei lag der Fokus auf guten baulichen Beispielen, die sich aktuell in der Planungsphase befinden oder bereits umgesetzt wurden. Zudem wurde ein neuer Leitfaden zur Zulässigkeiten von Lebensmittelmärkten gemäß BauNVO vorgestellt.

Download

Dokumentation Supermarktgipfel 2018
Dokumentation Supermarktgipfel 2017
Broschüre
(pdf; 2 MB)

Multifunktionale Geschäfts­gebäude
Einzelhandel in urbaner Mischung und Dichte