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Stadtwissen und Daten

Mehrfachnutzung (MFN) sozialer Infrastrukturen

MFN – mehrere Einrichtungen unter einem Dach; Abb.: Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG / SenStadtWohn

Ausgelöst durch das Bevölkerungswachstum der vergangenen Jahre besteht in Berlin ein hoher Bedarf an zusätzlichen Einrichtungen der sozialen Infrastruktur bzw. der öffentlichen Daseinsvorsorge. Gleichzeitig stehen – vor allem im Landesbesitz – nur begrenzt Grundstücke zur Verfügung, die sich für eine bauliche Inanspruchnahme eignen und die auch mit anderen Nutzungsansprüchen (Wohnen, Gewerbe, Freiraum) konkurrieren.

Die Beförderung von Mehrfachnutzungen (MFN) sozialer Infrastrukturen durch Unterstützung der Bezirke bei der Planung und Umsetzung entsprechender Vorhaben ist ein wichtiger Baustein der Stadtentwicklungspolitik des Landes Berlin.

Mit MFN ist die räumliche oder zeitliche Organisation mehrerer Einrichtungen der sozialen Infrastruktur an einem Standort gemeint. Dies können bestehende Einzeleinrichtungen sein, die für weitere Nutzungen geöffnet oder denen weitere Nutzungen hinzugefügt werden oder aber neue Infrastrukturstandorte, die als mehrfach genutzte Einrichtungen konzipiert werden.


Warum Mehrfachnutzung?

In Berlin existiert bereits eine Vielzahl von Mehrfachnutzungen. Und es sollen noch mehr werden, denn: Die Flächen in Berlin werden knapper. Ihre intelligente Nutzung ist auch im Sinne einer nachhaltigen Innenentwicklung eine wichtige Aufgabe.

Doch die Umsetzung von MFN ist nicht nur aus Effizienzgründen geboten. Neben einer besseren Auslastung von Flächen lassen sich durch sinnvolle Nutzungskombinationen Angebote qualitativ weiterentwickeln, können inhaltliche Synergien zwischen den Einrichtungen vor Ort entstehen und neue Zielgruppen erreicht werden. Mehrfachnutzungen können durch flexible Bauweisen auf veränderte Nutzungsansprüche leicht reagieren und als Begegnungsorte Ankerfunktion für die Quartiere übernehmen.

Wird Mehrfachnutzung verstärkt praktiziert, können aus diesen Erfahrungen heraus neue praktikable Strukturen und Arbeitsweisen in der Verwaltung und in Kooperation mit weiteren Akteuren entstehen, die die Realisierung weiterer Mehrfachnutzungsprojekte in Zukunft vereinfachen und ggf. auch für Nutzungskombinationen über soziale Infrastrukturen hinaus innovative Impulse setzen können.  


Mehrfachnutzung in der Praxis

Von Erfahrungen lernen - Beispiele zu Planung, Umsetzung und Betrieb von Mehrfachnutzungen

Für Mehrfachnutzungen gibt es nicht das eine Erfolgsrezept. Was in manchen Bezirken und an einzelnen Standorten möglich ist, kann woanders nicht sinnvoll oder nur schwer machbar sein. 1:1 übertragbare Beispiele gibt es nicht. Aber es lassen sich häufig erfolgversprechende „Zutaten“ für die Planung, die Umsetzung oder den Betrieb von mehrfach genutzten Einrichtungen übernehmen. Einblicke in Erfolgsfaktoren, Hinweise auf Stolpersteine und Empfehlungen aus der Verwaltungspraxis liefern ausgewählte Berliner Beispiele, die mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung in den folgenden Projektblättern zusammengefasst sind.

Per Klick in der folgenden Liste öffnet sich das jeweilige Projektblatt als PDF-Datei. Zusätzlich stehen alle Projektblätter in einer Datei im Downloadbereich rechts zur Verfügung. Rot markierte Begriffe in den Projektblättern deuten auf Einträge im MFN-Glossar hin. Dieses finden Sie als PDF im Downloadbereich.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berliner Verwaltung stehen darüber hinaus anwendungsorientierte Arbeitshilfen zur Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von Mehrfachnutzungen im Intranet (behördeninternes Netzwerk der Berliner Verwaltung) zur Verfügung.


Praxisbeispiele – Steckbriefe Berliner MFN-Projekte

*barrierefrei