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    Städtebau  
 

Städtebauliches Gutachterverfahren
"Erweiterung Rathaus Zehlendorf, Berlin Steglitz-Zehlendorf"

Ergebnis: Weiteres Team


Weiteres Team:
  kleyer.koblitz.letzel.freivogel architekten
agu | Goldmann Landschaftsarchitektur


Beurteilung der Jury:

Der Ansatz, alle Nutzungsbereiche in einem gemeinsamen Gebäude unterzubringen, wird begrüßt. Dabei entwickelt der Entwurf seine konzeptionelle Herangehensweise aus der Typologie eines historischen Rathauses, einem repräsentativen und funktionalen Verwaltungsgebäude. Die Anforderungen an das neu zu gestaltende Rathaus als einen Begegnungsort mit öffentlichkeitswirksamen Nutzungen findet aus Sicht der Jury im Konzept zu wenig Beachtung und Niederschlag.

Die Positionierung des Welcome Desk als „Verteilerfunktion“ zwischen den beiden Gebäudeteilen wird von der Jury funktional positiv bewertet, da hierdurch die geforderten kurzen Wege im Gebäude gut realisiert werden können. Die funktionale Ambivalenz des Foyers als neuen Verteiler und gleichzeitigen Durchgangsbereich in Nord-Süd-Richtung wurde jedoch räumlich nicht überzeugend gelöst. Bei einem (z.B. außerhalb der Öffnungszeiten) geschlossenen Foyer wird eine Verbindung der südlichen Freiflächen mit dem qualifizierten Freiraum (Shared Space) der Kirchstraße und einer damit einhergehenden Durchwegung verhindert.

Die städtebauliche Kubatur mit ihrer Höhenentwicklung sowie die Ausbildung der Gebäudekanten entlang der Martin-Buber-Straße überzeugen nicht. Der Anschluss an das U-förmige Rathaus geht aus Sicht der Jury nicht ausreichend auf das Bestandsgebäude ein.

Die Freiräume im Bereich der öffentlichen Nutzungen (Kantine/Bibliothek) sind durch die Überlagerung mit der Passage/Durchwegung nur eingeschränkt nutzbar und lassen wenig Aufenthaltsqualität sowie keinen wirklichen Begegnungsort erkennen.

Die Lage des BVV-Saals an der Kirchstraße gegenüber der Kirche wird als öffentlichkeitswirksame Setzung formal gelobt, jedoch wird das sehr weite Vorspringen in den Straßenraum – insbesondere für den Fall, dass kein Shared Space im Straßenraum vorgesehen wird - kritisch gesehen. Die Erschließung des BVV-Saals über den Bereich des Welcome Desk als allgemeinen Verteiler erscheint umständlich.

Die Notwendigkeit eines Ersatz-Neubaus der Gottfried-Benn-Bibliothek sowie dessen städtebauliche Kubatur ist nicht überzeugend.

Modellfoto © Hans-Joachim Wuthenow
Modellfoto © Hans-Joachim Wuthenow

Lageplan
Lageplan

Grundriss Erdgeschoss
Grundriss Erdgeschoss

Perspektive Gesamtensemble
Perspektive Gesamtensemble

Perspektive Eingangssituation
Perspektive Eingangssituation

Nutzungskonzept
Nutzungskonzept