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    Städtebau  
 

Nichtoffener Realisierungswettbewerb für Architekten/innen als Generalplaner/innen
"Neubau Kindertagesstätte Gudrunstraße, Berlin Lichtenberg"

Ergebnis: 2. Preis


2. Preis:
17.500,- Euro
  Architektur/GP:
Bruno Fioretti Marquez, Berlin
Verfasser: Prof. Piero Bruno, Prof. Donatella Fioretti,
Prof. José Guitterez Marquez
Mitarbeit: Gabriele Gagliardi, Kay Fischer
Gonçalo Filipe, Nicholas Schüller

Landschaftsarchitektur:
bbz landschaftsarchitekten berlin gmbh, Berlin
Verfasser: Timo Herrmann
Mitarbeit: Marc Leppin



Beurteilung durch das Preisgericht:

Im vorliegenden Entwurf zeigt sich das Wettbewerbsgebiet, welches die Struktur der benachbarten Wohnblöcke fortführt, vollständig von einer etwa 3 m hohen Mauer aus Stampflehm umfriedet. Die schützende Mauer wird nach Westen, Norden und Osten mit großen Fenstern mit schallschützendem Glas unterbrochen. Zwei Eingänge erschließen die Kita und den öffentlichen Spielplatz von Norden über die Rüdigerstraße.

Das Raumprogramm der Kita bildet eine eingeschossige Gebäudestruktur aus gleichförmig aufgebauten hexagonalen Modulen aus Holz ab. Die Module gliedern sich in jeweils zwei Haupt- und Nebengruppenräume und zwei Nebenraumkerne mit Garderoben und WCs. Zwischen den Räumen entsteht eine ‚Landschaft‘ aus weiten und engeren Zwischenräumen, welche dem leichten natürlichen Gefälle auf dem Grundstück folgen. Die quasi Erschließungsflächen überlagern sich mit insgesamt drei Multifunktionsräumen. Ein Innenhof und Oberlichter bringen natürliches Licht in den Innenraum.

Das Preisgericht würdigt den Entwurf als eigenständigen städtebaulichen Ansatz, der sensibel baukonstruktiv in Holz ausgestaltet ist. Kritisch gesehen wird bei Teilen des Preisgerichts die ambivalente Rolle der Mauer als ausgrenzendes Motiv. Weitere Fenster zum Außenraum - insbesondere auch zur Bahn - könnten die Hermetik des Entwurfs auflockern.

Die Nutzbarkeit der Außenräume und Spielflächen wird kritisch gesehen, da die Flächen nicht kompakter zusammengefasst sind und nicht ohne zusätzlichen Aufwand beaufsichtigt werden können. Der öffentliche Spielplatz ist mit rund 450 m² zu klein ausgebildet. Die Außentoiletten können über die Öffnungen in den Außenwänden schnell im EG erreicht werden.

Im Innenraum wird die Flexibilität bei der Nutzung der Module gewürdigt. Hier können bei Bedarf auch zwei Gruppenhaupträume und die dazugehörenden Nebenräume zusammengeschaltet werden.

Insgesamt handelt es sich um eine Arbeit, die einen wichtigen Beitrag zum Wettbewerb darstellt.

Modell © H.-J. Wuthenow
Modellfoto
© Fotograf H.-J. Wuthenow

Perspektive
Perspektive

Ansicht
Ansicht

Schnitt
Schnitt

Grundriss EG
Grundriss EG