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Diskussionsbeitrag | 06.11.2005 | 18:41 | Dietrich v. Tengg

Diskussionsbeitrag Gemeinsame Finanzierung durch Senat, Hauseigentümer und Bewohner

Auch in Zeiten knapper Kassen wollen wir nicht ewig auf die Realisierung der Parklandschaft Gleisdreieck warten. Deshalb sind neue Finanzierungswege notwendig.

Die Parklandschaft Gleisdreieck braucht vielfältige Verbindungen für alle Nutzergruppen. Diese Park-Infrastruktur mit der Generalzugsverbindung und der Anbindung an Potsdamer Platz und Südgelände sind teuer, müssen aber möglichst von Beginn an zur Verfügung stehen.

Zur Finanzierung schlage ich vor, dass der Senat von Berlin die Infrastruktur finanziert, dafür sich aber aus der restlichen Finanzierung komplett zurückziehen kann.

Für die gesamte Gestaltung und Bepflanzung des Parks sollten die umliegenden Hausbesitzer (als Profiteure durch gesteigerten Immobilienwert) mit einer Zwangsabgabe belegt werden. Außerdem sind ja schon 24 Mio.€ Ausgleichsgelder vom Potsdamer Platz vorhanden.

Für die Pflege der neuen Parklandschaft sollte die Parkgenossenschaft Gleisdreieck oder eine Stiftung aufkommen, die --mit Spenden bzw. Stiftungsgeldern ausgestattet-- die Verantwortung für eine nutzerfreundliche Unterhaltung des Parks übernehmen muss.


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Kommentare
Finanzierung für den Park
(Kommentar von Moderation (dr) 06.11.2005 | 20:11)
Die Frage der Finanzierung ist sehr entscheidend für die Umsetzung. Sie schlagen eine Prioritätensetzung vor, in der die Infrastrukturkosten durch die Senatsverwaltung bereitgestellt werden. Die Gestaltungsmaßnahmen sollen durch die Hauseigentümer getragen und die Pflegekosten durch die Anwohner getragen werden. Wie finden die anderen Teilnehmer diese Idee? Wer sollte was finanzieren? Wie könnte bspw. das Technikmuseum, die Vivico oder die BVG sich daran beteiligen?

Daniela Riedel (Moderation)
Finanzierung,...
(Kommentar von watzling 06.11.2005 | 20:57)
Hallo,
als Anwohner Schoenebergerstr. halte ich die Idee von einer Beteiligung der Unterhaltskosten der Anwohner nicht fuer sinnvoll.
Wie in dem Fragebogen bereits beschrieben, haben viele Mitbuerger Angst vor Mieterhoehung. Dem kann ich mich nur anschliessen.

zwar ist mir auch klar, das der Park und der Unterhalt einiges kosten wird, aber wie laeuft das denn im Tiergarten, Vikoria-Park oder so?
Da zahlen doch auch nicht die Anwohner!

man muss halt bei der Bereitstellung des Parks und der unterschiedlichen Moeglichkeiten im Vorfeld auf die Folgekosten achten und entsprechend planen.

Der Tiergarten "kostet" sicherlich nicht so viel wie ein hochgezuechteter "Designer Park" im Unterhalt/ qm. und das reicht doch.

Vielleicht koennte man einen Biergarten oder etwas kommerzielles dort eroeffnen und an den laufenden UNterhaltkosten beteiligen.

Fakt ist aber leider, der Senat hat kein Geld und trozdem wird das Schloss aufgebaut, da koennte man doch auch noch was fuer den Park ausgeben, auch wenn das natuerlich nicht so prestige-traechigt ist. - aber den Leuten hier nutzt das allemal besser als das Stadtschloss.
Ergänzung und Klarstellung
(Kommentar von Dietrich v. Tengg 08.11.2005 | 19:05)
Wenn die Wohnqualität steigt, steigen auch die Mieten. An der Görlitzer Str. war das Wohnen ohne Park und Schwimmbad auch billiger. Ohne Mut und Optimismus passiert gar nichts. Schönes Grün und alles chick gibt's nicht zum Nulltarif. Ob man die Haus-Besitzer (nicht Bewohner) an der Parkgestaltung beteiligt oder nicht spielt dabei m.E. keine Rolle.

Sehr viele Anwohner haben sich in der Umfrage bereit erklärt Baumpatenschaften zu übernehmen oder bei der Pflege mitzuhelfen. Natürlich können die Anwohner nicht die Pflege aus eigener Tasche bezahlen.

Vorher muss von finanziell gut ausgestatteten Mitbürgern und von Unternehmen wie BVG und Vivico, Siemens, Mercedes, Samsung, Sanofi etc. in eine Stiftung Geld eingebracht werden, die dann die Anwohner-Park-Genossenschaft mit der Pflege beauftragt und angemessen bezahlt.

Dabei sollen möglichst viele Anwohner neue Arbeit finden. Es darf und soll aber auch ehrenamtliche Arbeit geleistet werden.
Korrektur zum Kommentar
(Kommentar von Dietrich v. Tengg 08.11.2005 | 19:12)
Im ersten Absatz des Kommentars muss es heißen:
"ob man die Haus-Besitzer (nicht Bewohner) FINANZIELL beteiligt oder nicht........

Die Bewohner sollen natürlich mit ihren Ideen an der Gestaltung beteiligt werden, aber eben NICHT FINANZIELL!

Bitte entschuldigt die missverständliche Formulierung oben.
Mieten
(Kommentar von silke 08.11.2005 | 20:07)
Zumindest meinem Hauseigentümer ist der Park völlig egal. Er selbst sieht für sich keinen Vorteil und wird sicher nicht einsehen, warum er dafür bezahlen soll. Also würde er vermutlich versuchen die Kosten auf die Mieter umzulegen. Deshalb verstehe ich die Angst einiger Anwohner, dass die Mieten steigen könnten. Für viele Familien sind die Miet- und Mietnebenkosten schon jetzt ein echtes Problem.


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Von: Dietrich v. Tengg

06.11.2005 | 18:41
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