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Bahn- und Industrierelikte

Da sich auf dem Gleisdreieck heute noch Reste der früheren Bahnnutzung wie Gleise, Signalanlagen und Stellhäuschen finden, ist ein Umgang mit diesen Elementen wichtig bei der Gestaltung des Parks. In den anschließend vorgestellten Beispielen werden unterschiedliche Umgangsweisen mit solchen Elementen sichtbar: Gleise und Industriebauten werden der Natur überlassen oder Relikte werden z.B. durch Streichen in einer Farbe als besondere Zeitschicht erlebbar gemacht.

Stege folgend dem Verlauf von alten Bahntrassen
Schöneberger Südgelände, Berlin


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Planung: Arbeitsgemeinschaft planland/ÖkoCon, Ingo Kowarik
Realisierung: 1999
Größe: 18 ha
Bildquelle: Dr. Rainer Raderschall
Der Natur-Park war einst Teil des 1875 errichteten Tempelhofer Rangierbahnhofs. Der Bahnbetrieb wurde bis 1952 schrittweise stillgelegt. Auf den Flächen entwickelten sich wertvolle Trockenrasen, Hochstaudenfluren und ein urwüchsiger Wald. Um die artenreiche Natur zu betrachten, wird man über Stege geführt, die dem Verlauf alter Bahntrassen folgen.



Verfallende Eisenbahntechnik und wuchernde Natur
Schöneberger Südgelände, Berlin


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Planung: Arbeitsgemeinschaft planland/ÖkoCon, Ingo Kowarik
Realisierung: 1999
Größe: 18 ha
Bildquelle: Kolja Wischnewski
Der Natur-Park auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Tempelhof zeichnet sich durch eine ganz besondere Atmosphäre aus. Wuchernde Natur und verfallene Eisenbahntechnik ergeben ein harmonisches Bild.



Sichtbarmachen von Relikten
Garten der Erinnerung, Duisburg



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Planung: Dani Karavan
Realisierung: 1999
Größe: 3 ha
Bildquelle: www.innenhafen-portal.de
Im „Garten der Erinnerung“ werden unterschiedlichste Reste der Vornutzung vereinheitlicht, in dem sie alle leuchtend weiß eingefärbt worden sind. Damit heben sie sich vom Grün der Rasenflächen intensiv ab. Auf das Dach des Treppenturms (rechts im Bild) wurde eine Kiefer gepflanzt.



Integration historischer Elemente
Mauerpark, Berlin



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Planung: Gustav Lange
Realisierung: Beginn 1993
Bildquelle: Kolja Wischnewski
Im Bereich des Mauerparks ist der ehemalige Grenzstreifen, der die Berliner Stadthälften trennte, zum Erholungsort geworden.

Relikte der Geschichte wie die ehemalige Schwedter Strasse wurden in den Park als wichtige Wegeverbindungen integriert. Gleichzeitig erinnert sie an die innerstädtische Grenze.




Integration historischer Gleisanlagen in die Wegeflächen
Thüringer Bahnhof, Halle/Saale



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Planung: Lohrer.Hochrein
Realisierung: ab 1998
Größe: 6,5 ha
Bildquelle: Almut Jirku
Der stillgelegte Thüringer Bahnhof in Halle / Saale wurde ab 1998 zu einer Parkanlage umgestaltet. Durch die Erhaltung von Elementen der ehemaligen Bahnnutzung wie Gleisen, Weichen, Prellböcken und Signalen sowie deren Integration in die Neugestaltung wird an die Geschichte des Ortes erinnert.



Staudengarten, alte Gleise und Prellböcke als Gesamtbild
Thüringer Bahnhof, Halle/Saale



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Planung: Lohrer.Hochrein
Realisierung: ab 1998
Größe: 6,5 ha
Bildquelle: Almut Jirku
Durch die Erhaltung von Elementen der ehemaligen Bahnnutzung wie Gleise, Weichen, Prellböcke und Signalanlagen sowie deren Integration in die Neugestaltung wird an die Geschichte des Ortes erinnert. Ebenso wurden zum Beispiel Teile der Gleisanlagen zu „Schienengärten“ umgestaltet. Der Staudengarten im Park Thüringer Bahnhof wird durch alte Gleise strukturiert. Am Ende stehen rote Prellböcke.



Info zum Artikel
Von: Wiepke van Aaken

14.10.2005 | 10:15
Artikel-Nr.: 22
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