Städtebau  

 

Soziale Stadt, Quartiersmanagement

Entwicklung: 2005-2007


Auf der Grundlage des Monitorings Soziale Stadtentwicklung und der Analyse fachbezogener Daten der Großsiedlungen wurde die Kulisse, für die sich stadtpolitischer Handlungsbedarf ergibt, überprüft. Im Jahr 2005 empfahl daher der Berliner Senat eine Umsteuerung: Mehr Gebiete einbeziehen und das Programm "Soziale Stadt" bis Ende 2007 neu auszurichten.

Die Stadtteile wurden im Vorfeld gründlich untersucht und es zeigte sich dabei ein unterschiedlicher Handlungsbedarf.
  1. Zwei Gebiete wurden erweitert:
  2. Sechzehn neue Quartiersverfahren wurden eingeführt, darunter:
  3. Von den siebzehn bestehenden QM-Gebieten wurden vierzehn Verfahren fortgeführt. Drei QM-Gebiete sind in Bewohner- und bezirksgetragene Verfahren übergeleitet worden:

Im Jahr 2007 wurde das erfolgreiche Quartiersverfahren in Oberschöneweide in ein bezirks- und bewohnergetragenes Verfahren umgewandelt. Das Gebiet Flughafenstraße erhielt die Zuordnung zur Kategorie Intervention.

Die Lage in den unter Punkt 3. genannten Stadtteilen hat sich so positiv verändert, dass die Quartiersarbeit in die Hände der Bezirke und Bewohnerinnen und Bewohner gelegt wird. Mit der "strategischen Neuausrichtung" war eine Veränderung des Programms "Soziale Stadt" verbunden. Das Verfahren zur Stabilisierung und Aufwertung von Nachbarschaften wurde differenziert, um zielgenauer auf die unterschiedlichen Problemlagen in einzelnen Berliner Quartieren zu reagieren. Den Schwerpunkt bildeten die Bereiche Integration, Bildung, Förderung von Erwerbsarbeit und Einbindung aller Bevölkerungsschichten sowie die Gewinnung strategischer Partner. Flankierend tragen aber auch baulich-investive Maßnahmen erheblich zur Aufwertung der benachteiligten Gebiete bei.

Mit dem neuen präventiven Ansatz werden durch die gezielte Beteiligung der vorhandenen Akteure im Gebiet neue Netzwerke gefördert, die sich langfristig positiv auswirken. So werden "starke Partner", z.B. Wohnungsbaugesellschaften, Vereine, Kirchengemeinden, Stadtteil- und Nachbarschaftszentren, die Schulen und sozialen Einrichtungen in den Quartieren eine bedeutende und wirkungsvolle Rolle übernehmen. Das bisherige Quartiersmanagement hat aber auch deutlich gezeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger daran interessiert sind, selbst Verantwortung zu übernehmen.

Neben den Quartiersverfahren muss es auch aus anderen Politikbereichen eine deutliche Konzentration von Mitteln und Maßnahmen auf die benachteiligten Gebiete geben. Bei der Umsetzung der Stabilisierungs- und Aufwertungsstrategien sind alle Senatsverwaltungen und die Bezirke in der Pflicht. Sie haben die Verantwortung, ressortübergreifend tätig zu sein, ihre Mittel zu bündeln und die Ziele, auf die sich alle Beteiligten im Gebiet verständigt haben, umzusetzen.

Künftig wird mit den inzwischen entwickelten gebietsbezogenen Instrumenten der sozialen Stadtentwicklung unter dem Oberbegriff "Quartiersverfahren Soziale Stadt" mit vier differenzierten Handlungspaketen eingegriffen, d.h. die neuen Quartiersverfahren untergliedern sich in vier Kategorien:
  • Intervention (Kategorie 1 und 2)
  • Prävention (Kategorie 3)
  • Verstetigung (Kategorie 4).
In Interventions- und Präventionsgebieten kommen Instrumente des Quartiersmanagements zum Einsatz, die in Zusammenarbeit mit einem "starken Partner" zur Stärkung und Stabilisierung gefährdeter Quartiere beitragen sollen.

Eine Verstetigung wird in Gebieten umgesetzt, in denen sich die Lebenssituation verbessert hat und eine positive Entwicklung - auch beeinflusst durch das Quartiersmanagement - zu verzeichnen ist. Dort übernehmen Anwohner und ansässige Initiativen in "bewohnergetragenen Verfahren" gemeinsam mit dem jeweiligen Bezirk die Verantwortung für ihren Kiez.

In den neuen Gebieten leben ca. 150.000 Menschen. Somit sind aktuell rund 394.000 Bewohnerinnen und Bewohner in die quartiersbezogenen Aufwertungs- und Stabilisierungsprogramme in Berlin einbezogen. Die Einwohnerzahl bewegt sich in den einzelnen Gebieten zwischen ca. 2.900 und ca. 24.000 (Stand 31.12.2007).
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