Städtebau  

 

Umfeld Fernsehturm

Anlass - Zustandsbeschreibung 2009



Luftbild 2009

In den 1970er Jahren wurden die Freiflächen um den Fernsehturm als gestalterisches Ensemble mit dem Sockelbau des Fernsehturms geschaffen.

Die formalen bauzeitlichen Elemente waren bei Planungsbeginn in Form von Rosenbeeten, Hochbeeten und einem sechseckigen technischen Bauwerk noch erhalten. Die Hochbeete waren durch wuchernde Pflanzung in ihrer Form und Bedeutung nicht mehr erkennbar. Die Pflanzflächen wirkten lediglich als Abstandsgrün ohne nutzbare Funktion, sie waren lückenhaft, überaltet und bildeten eine konturlose grüne Masse. In den Zwischenräumen bildeten sich uneinsehbare dunkle Ecken und somit Orte für Müllablagerungen. Die Belagsflächen waren nach fast vier Jahrzehnten verschlissen, auch die Oberflächenentwässerung funktionierte nicht mehr. Zahlreiche vorhandene technische Einbauten für den Fernsehturm (Lüftungsbauwerke, Beschäumungsanlagen etc.), welche zum Teil aus den Belagsflächen herausragten, störten das Gesamtbild erheblich.

Die Möblierung und Beleuchtung der Freiflächen war ebenfalls verschlissen oder nicht mehr ausreichend vorhanden. Die Beleuchtung bot lediglich eine diffuse Helligkeit. Zahlreiche Einbauten, insbesondere unter den Flügeldächern, verstellten den Raum und zerteilten einzelne Grünflächen in Restflächen. Die den Freiraum prägende Leichtigkeit der Sockelbebauung war verloren gegangen.

Der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses an der Gontardstraße wird den Nutzungsdruck auf das Areal weiter erhöhen und zusätzliche Ansprüche an das Umfeld stellen.

Der ruhende Verkehr, insbesondere im Bereich der Panoramastraße, störte den platzartigen Aufenthaltscharakter vor dem Haupteingang zum Turm erheblich.

Von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Berlin wurde im März 2009 ein Verhandlungsverfahren für Landschaftsarchitekten und Lichtplaner zur Umgestaltung des Umfeldes am Fernsehturm durchgeführt. Interessierte Planer konnten sich in einem vorgeschalteten Teilnehmerauswahlverfahren bewerben. Die Büros Levin Monsigny Landschaftsarchitekten GmbH und Licht Kunst Licht AG wurden nach Durchführung des Verfahrens, mit der weiteren Bearbeitung des Projektes beauftragt.
Störende Einbauten in Vegetationsflächen
Störende Einbauten in Vegetationsflächen

Veränderte Nutzung
Veränderte Nutzung

Räumliche Defizite
Räumliche Defizite

Desolater Zustand der Beleuchtung
Desolater Zustand der Beleuchtung